Donnerstag, 3. Juli 2014

Vollversionen für einen heißen Sommer

Ordentlich bei den Steam-Sales abgeräumt? Wer seine Games lieber noch auf Datenträger hat, der findet auch in diesem Monat wieder einige mehr oder minder interessante Vollversionen auf den DVDs der Computerzeitschriften. Insgesamt sieben Titel buhlen hierbei um die Gunst, den potenziellen Käufer zu ihrem jeweiligen Heft greifen zu lassen. Dabei reicht die Auswahl diesmal von Vollschrott bis hin zum Super Hit und auch die unterschiedlichen Genres sind breit gefächert. Aber schauen wir uns die einzelnen Titel der Reihe nach an:

Vor zwei Monaten gab es auf der Gamestar XL den Supreme Commander, in dieser Ausgabe folgt nun die Fortsetzung, die da heißt: Supreme Commander 2, wie auch sonst? Echtzeitstrategie mit noch mehr Einheiten und noch mehr Wuselfaktor im Science-Fiction-Setting. Wer den Erstling mochte, der kann sich auch diesen Teil antun, auch wenn der bei seinem Erscheinen Anfang 2010 nicht mehr ganz so viel Aufregung verursachte, vor allem weil vieles entschlackt und vereinfacht wurde.

Man mag von Peter Molyneux halten was man will, Fakt ist, der Brite schuf in den 80er und 90er Jahren einige der populärsten Spielereihen aller Zeiten, darunter 1997 auch Dungeon Keeper, ein Aufbaustrategiespiel der etwas anderen Art, denn als Oberbösewicht seines eigenen Kerkers lockt der Spieler gierige Helden in tödliche Fallen. Viele Fans wünschten sich eine Neuauflage, die kam für den PC 2011 in inoffizieller Form von Kalypso mit Namen Dungeons. Die aktuelle PC Games packt das Spiel als Game of the Year Edition mit allen DLCs auf ihren Silberling. Das ist löblich, rettet den eher durchwachsenen Titel aber auch nicht wirklich. Wer allerdings unbedingt eine einigermaßen zeitgemäße Adaption von Dungeon Keeper zocken möchte, dem könnte Dungeons durchaus für eine Weile Spaß machen. Die Schwesternzeitschrift PC Games Hardware 7 / 2014 packt wie üblich eine alte PC Games Vollversion drauf. In diesem Fall Die Siedler: Aufbruch der Kulturen.

Die Computer Bild Spiele (CBS) kommt im Juli gleich mit vier Games daher, die insbesondere Shooter-Freunden viel Freude bereiten dürften. Auf der teureren Gold-Ausgabe gibt es den alleine lauffähigen und inhaltlich unabhängigen Downloadable Content (herunterladbarer Inhalt, DLC) Blood Dragon von Far Cry 3. Eine gelungene Hommage, stilecht in knalligen Neonfarben, an die glorreichen 80er Jahre, mit unzähligen Anspielungen auf damalige Filme, Spiele und Kultur. Ein kurzes aber herausragendes Erlebnis, nicht nur für Zocker, welche die Zeit damals erlebt haben. Schließlich gilt Blood Dragon für Viele als eines der besten Spiele des vergangenen Jahres.

Ebenfalls sehr neu und ebenfalls ein (ehemals) reiner Downloadtitel, jedoch ein eigenständiges Spiel und bereits der vierte Teil der Reihe ist Call of Juarez – Gunslinger. Zurück im Wilden Westen kommt auch dieser Ego-Shooter mit der Extraportion Humor daher und reiht sich direkt neben Blood Dragon als eine der großen positiven Überraschungen aus dem Jahr 2013 ein. Call of Juarez – Gunslinger gibt es auf der normalen Silber Ausgabe der CBS. Dort findet sich dann noch als kleine (negative) Überraschung die Gurke des Monats bei den Vollversionen: The Fall – Mutant City ist ein Point & Click Adventure, das 2011 sozusagen aus der Not geboren heraus entstand. Der Vorgänger The Fall – Last Days of Gaia war 2004 nämlich ein an Fallout angelehnter Strategie / Rollenspiel Mischling, eigentlich ein guter Titel, allerdings aufgrund endloser Bugs und Ungereimtheiten quasi unspielbar. Kleiner Seitenhieb, der kommende Kickstarter Hit Wasteland 2 sieht optisch exakt genauso aus wie der zehn Jahre alte deutsche Titel. Jedenfalls, um aus Mutant City wieder ein „Rollenspiel“ zu machen, fehlte das nötige Kleingeld, weswegen sich die Silver Style Studios aus Berlin (u. a. Everlight und Simon the Sorcerer 4) für das Genre entschieden, wo sie ihre bisherigen (und sehr überschaubaren) Glanzlichter abgeliefert hatten, den Adventures. In diesem Fall jedoch ein Griff in die Tonne, Mutant City fuhr ausschließlich niedrigste Wertungen ein.

Der ab 18 Downloadtitel der CBS ist das 2008 erschienene Frontlines – Fuel of War von den KAOS Studios und THQ. Das es beide nicht mehr gibt sollte in diesem Fall jedoch kein Omen für das hier vorliegende Spiel sein. An dem Team basierten Shooter hat sicher der Zahn der Zeit ein wenig genagt, ansehnlich ist der bereits auf der Unreal Engine 3 basierende Titel jedoch immer noch und so viele Teamshooter gibt es letztlich ja nun auch nicht mehr.

Montag, 16. Juni 2014

Guild Wars 2: Jetzt spiele ich live!

GW

Wer hätte das gedacht!? Ab sofort können interessierte Online-Rollenspieler mir beim Zocken zuschauen. Unter http://www.twitch.tv/spiritogre werde ich mehr oder minder regelmäßig zu sehen sein. Dazu habe ich mir endlich mal Guild Wars 2 vorgenommen. Im Vordergrund steht das Hochleveln eines neuen Charakters sowie das Rollenspiel. Letzteres wird zumindest in Form des PvE Story Spielens praktiziert, wenn es gerade nicht anders geht. Wer möchte kann auch gerne aktiv im Chat teilnehmen. Wenn ich im Stream online gehe, wird das automatisch auf Twitter veröffentlicht.

Tatsächlich ist es so, dass ich viele Jahre lang Guild Wars 1 gesuchtet habe, davon zeugen über 2200 Stunden auf dem Zähler. Als Guild Wars 2 herauskam habe ich nicht nur vorab schon die Beta gespielt sondern den Titel selbstredend auch vorbestellt, dann jedoch nur kurz angespielt und aus etlichen Gründen, vornehmlich zeitlicher Natur, jedoch quasi gar nicht mehr gestartet. Besser spät als nie lautet also heuer die Devise! Und ich werde nicht einfach alleine vor mich hindaddeln sondern eben live und in Farbe.

Im Moment spiele ich noch alleine und bin gildenlos. Wer Lust hat kann sich mir auf dem Server Drakkar See aber auch gerne anschließen. Mein Hauptcharakter ist die Elementarmagierin Lilith Black. Daneben gibt es noch einige andere, die ich zwischendurch immer mal ausgrabe, insbesondere die Diebin Helena Divine (Level 23) sowie die Norn Kriegerin Angel Grey und die Sylvari Nekromantin Vani Shade.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Neue Gaming-Seiten und Gemeinschaften

Nachdem ich kürzlich schon einen You Tube-Kanal erstellt habe: https://www.youtube.com/user/TheSpiritogre, kamen in den letzten Tagen noch einige Gaming-Communities hinzu. Auf Raptr, das mehr oder minder XFire abgelöst hat, bin ich unter http://raptr.com/Spiritogre/wall schon länger zu finden. Neu sind Twitch: http://www.twitch.tv/spiritogre/profile und Enjin: http://www.enjin.com/profile/10392858. Wobei letzteres auch gleich mit einer vollwertigen eigenen Webseite aufwarten kann: http://spiritogre.enjin.com/

Die Enjin-Webseite Spiritogre’s Roleplaying Games wird vielleicht in Zukunft eine Ergänzung zu diesem Blog. Allerdings ist es eine vollwertige Seite mit Forum und allem drum und dran und steht im Moment noch ganz am Anfang.

Wer möchte, vielleicht in einem dieser Netzwerke bereits aktiv ist oder sich ohnehin dort anmelden wollte, ist herzlich eingeladen mich dort als Freund hinzuzufügen.

Und einen habe ich noch: https://soundcloud.com/spiritogre Ein guter Ort um während des Spielens legal jede Art von Musik hören zu können.

Freitag, 6. Juni 2014

Vollversionen der Spielezeitschriften & Verlosung

Ich befinde mich in einer schlimmen Bredouille. Zum einen gibt es jede Menge geiler Games, die ich gerne hätte, zum anderen sind es mehr, als ich je zocken könnte. Mein ziemlicher hoher „Pile of Shame“ mit ungespielten Titeln ist riesig, nicht nur auf den Konsolen, dort könnte ich ihn gerade noch „abarbeiten“ auf dem PC ist er praktisch unabbaubar riesig, mit Sicherheit haben sich alleine in den vergangenen zehn Jahren einige Hundert Spiele angesammelt. Und dabei handelt es sich zum Großteil nicht um irgendwelche Durchschnittsware, sondern wirklich um Titel, die ich gerne gedaddelt hätte. Und der Stapel wird nicht kleiner, denn auch in diesem Monat warten wieder einige interessante Games auf den Datenträgern als Vollversionen bei den Computerzeitschriften. Aus diesem Grund wartet am Ende dieses Artikel übrigens noch eine kleine Überraschung.

Mit Tomb Raider Anniversary schuf Crystal Dynamics im Jahr 2007 eine sowohl optisch wie inhaltlich sehr stark aufgebohrte Version des Ursprungstitels von 1996. Für viele Fans ist dieses Remake das bis heute beste Spiel der Reihe. Interessierte bekommen es in diesem Monat auf der Gamestar XL.

Die PC Games wiederum offeriert mit Die Siedler – Aufbruch der Kulturen einen im Jahr 2008 erschienen Ableger der populären deutschen Aufbauspielserie mit dem extremen Knuddellook. Auf der Hardware-Schwesternzeitschrift 06 / 2014 gibt es mit Eador: Masters of the Broken World hingegen die Zweitverwurstung der PC Games von vor zwei Monaten.

Die Computer Bild Spiele (CBS) bietet in der Gold-Fassung ihrer Zeitschrift Dungeon Siege III, ein Hack & Slay oder Action-RPG mit toller Grafik und guter Story. Also den Elementen, die einem Diablo oder einem Torchlight fehlen. Dafür steht der Sammelaspekt eher im Hintergrund. Das Programm benötigt Steam. Auf der günstigeren Silber-Ausgabe gibt es mit Rayman Origins ein erstklassiges Jump & Run aus dem Jahr 2011, das sowohl mit seiner tollen 2D-Optik als auch spielerisch absolut zu überzeugen weiß. Des Weiteren gibt es hier mit Admiral Nemo einen Moorhuhn-Ableger, bei dem der Spieler mit einem stationären Geschütz in recht ansehnlicher Optik (nach den Screens im Heft zu urteilen) auf vorbeiziehende Schiffe ballert. Zu guter Letzt lockt noch mit Red Faction: Armageddon ein sehr guter Egoshooter volljährige Spieler zum Kauf der CBS. Schöne Grafik, auch nach drei Jahren noch, sowie teilweise zerstörbare Level laden zum gepflegten Verschrotten ein. Auch hier wird Steam vorausgesetzt.

So, jetzt zur eingangs versprochenen Überraschung. Ich verlose zwei Keys. Da wäre zunächst ein Code für Ingame-Items in dem F2P Superhelden-MOBA mit DC Charakteren, Infinite Crisis. Der Wert beläuft sich auf ca. 15 Euro. Enthalten sind Superman als Spielfigur sowie 250 Crisis Coins, was reicht, um sich zum Beispiel zwei weitere Helden im Store zu kaufen.

Als „Hauptpreis“ verlose ich außerdem einen Steam-Key für eine der Vollversionen in diesem Monat, namentlich für Dungeon Siege III.

Einfach eine E-Mail an spiritogre [@] yahoo.de an mich mit dem gewünschten Preis. Der Fairnesshalber bitte ich darum nur mitzumachen, wenn wirkliches Interesse an einem der Keys besteht. Ich sende den entsprechenden Code dann an den Gewinner. Der Rechtsweg ist selbstredend ausgeschlossen. Bei dieser Verlosung handelt es sich um eine rein private Aktion.

Sonntag, 11. Mai 2014

Spiele-Vollversionen im Mai

Im Jahre 1997 sprang Game Designer Chris Taylor auf den gerade populär werdenden Zug der von Warcraft und Command & Conquer dominierten Echtzeitstrategie auf und erreichte mit Total Annihilation einen Achtungserfolg. Exakt zehn Jahre später folgte mit Supreme Commander ein weiterer Titel von Taylor in diesem inzwischen abflauendem Genre. Supreme Commander zeichnete sich 2007 vor allem dadurch aus, dass der Spieler etliche Hundert, wenn nicht Tausende fitzelig kleine Einheiten kontrolliert, die er von seiner Basis, einem riesigen Mech, über die Karte entsendet. Zu finden ist das Spiel auf der aktuellen Gamestar XL 05 / 2014; Steam wird vorausgesetzt.

Wirtschaftssimulationen sind insbesondere in Deutschland immer ein beliebtes Genre gewesen. Im Jahr 2001 startete mit Tropico eine der bis heute beliebtesten Serien. Der Spieler übernimmt die Herrschaft über eine kleine Insel und muss diese zum Ferienparadies ausbauen. Auf der PC Games 5 / 2014 findet sich der bislang jüngste Teil, Tropico 4, aus dem Jahr 2011 auf dem Datenträger. Benötigt werden der Kalypso-Launcher als auch Steam. Auf der Schwesternzeitschrift PC Games Hardware gibt es diesen Monat Ridge Racer: Unbounded. Das war schon kürzlich auf der PC Games 2 / 2014 drauf. Der Titel hat außer dem Namen nichts mit einem klassischen Ridge Racer zu tun, sondern orientiert sich eher an anderen Action-Rasern wie Split Second.

Ende der 80er schuf Jordan Mechner mit Prince of Persia einen Jump & Run Klassiker der Superlative. Nie zuvor sah man so geschmeidige Charakteranimationen. Dem populären Namen trugen seither gleich einige Spiele- (Serien), mit denen Mechner allerdings nicht mehr viel zu tun hatte. Zuletzt Die vergessene Zeit aus dem Jahr 2010, das einige Anleihen am bombastischen Kinofilm nimmt. Zu finden ist das Game auf der Computer Bild Spiele (CBS) Gold-Ausgabe 06 / 2014. Zum Spielen wird uPlay benötigt. Auf der kleineren Silber-Edition der CBS gibt es in diesem Monat ein besonderes Schmankerl. Zwar handelt es sich dabei nur um einen günstigen Downloadtitel, allerdings gleich einen der besten. Gemeint ist das im Koop spielbare Lara Croft and the Guardian of Light. Leider weist sich die Installation dieses Spiels als ein wenig kompliziert. Zunächst muss es im Square-Enix Store bestellt werden. Beim Bezahlen kann dann der auf der Zeitschrift mitgelieferte Code eingegeben werden, sodass der Titel kostenlos wird. Danach bekommt der leidgeprüfte Gamer einen Steam-Code, den er in Valves Programm aktivieren kann. Der Aufwand lohnt sich dennoch, da der günstige Tomb Raider-Ableger ein wirklich tolles Action-Adventure mit Diablo-Anleihen und vielen knackigen Rätseln ist.

Auch der ab 18 Download der CBS ist ein Steam-Spiel, der Client, den die Bild wie gewohnt auch als ISO anbietet, muss also nicht zwangsweise extra heruntergeladen werden. Painkiller: Hell & Damnation ist ein hirnfreier Egoshooter, in dem der Spieler sich durch Hundertschaften von Monstern ballert. Immer mal wieder ein netter Spaß für zwischendurch. Allerdings handelt es sich hier auch nur um eine geschnittene Version des Splatterfests.

Samstag, 5. April 2014

Das Leben ist nicht fair–selbst bei Spielen

Vor wenigen Tagen öffnete das wohl größte und bekannteste MMORPG des Jahres seine Server. Elder Scrolls Online (ESO) taugt dabei hervorragend um zahllose Kontroversen herbeizuführen. Die Mischung aus normalem Elder Scrolls im Stile eines Skyrims und eines klassischen Thempark-MMOs hat so seine Probleme mit dem Interface, das dieses Mal nicht nur zwei, sondern gleich drei Welten unter einem Hut packt, klassische Offline-RPG-Steuerung trifft hier nämlich auf Online-RPG-Steuerung und zusätzlich ist auch noch alles für Spielkonsolen optimiert, ohne am PC eine Joypad-Handhabung zu ermöglichen. Auch einen Ingame-Shop inklusive Mikrotransaktionen und einem kaufbaren Mount gibt es bereits, von der teureren Imperial-Edition mit einer spielbaren Rasse und einigen (verzichtbaren) Gegenständen mehr dabei mal ganz abgesehen – alles schreit geradezu danach, dass die Free to Play (F2P) Umstellung in wenigen Monaten fest eingeplant ist und die Fans, die nicht warten konnten, jetzt ein aufgrund zahlloser Bugs noch nicht einmal fertiges Spiel teuer erkaufen.

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Insbesondere in Innenräumen und bei den Charaktermodellen kann ESO mit schicker Grafik punkten.

Ich muss es einmal ganz deutlich sagen, hier werden Spieler mit einem großen Namen gelockt und geschröpft. Ich habe die Beta angespielt. Eigentlich wollte ich wie für fast alle anderen großen MMOs der vergangenen Jahre eine ausführliche Preview schreiben. Aber es ging nicht! Ich habe den Client vier Mal heruntergeladen – und das Spiel ein einziges Mal gezockt - für etwa drei Stunden, dann war meine Lust auf dem Nullpunkt. Ich habe mich über so viele Dinge aufgeregt, das ist mir bisher bei noch keinem MMORPG passiert. Dabei empfand ich die Grafik als durchaus sehenswert und die Welt recht nett gestaltet. Okay, die Animationen insbesondere während des Kampfs sind schlimm und von einem Skyrim ist der Titel weit, weit entfernt aber immerhin erlaubt er von Haus aus das erstellen von hübschen Spielcharakteren, ein Novum in der Seriengeschichte. Auch an das verquere Bedienkonzept hatte ich mich als Kenner der Elder Scrolls-Spiele schnell gewöhnt. Nein, es war die Atmosphäre, die mir komplett den Spaß verdorben hat. Warum zum Teufel – wieder einmal - die Story eines einzelnen auserwählten Helden? Schon im Tuturial, bei dem der Spieler aus einer Unterwelt fliehen soll, geht es los: Alle anderen Personen sind eingesperrt, der „Prophet“ hat mich erwählt und mit seiner Hilfe, er macht mir die Zelle auf, kann ich aus dieser entkommen, um auch ihn zu befreien. Äh, Moment, was machen denn die ganzen anderen Leute hier? Ich denke, ich soll hier entkommen, um die Welt zu retten? Hier strampeln aber dutzende andere Helden rum. Fieser Prophet, will wohl doch nicht bloß alles auf eine Karte setzen und lügt mich jetzt schon an, was!? Nach dem Tuturial in der offen Welt genau das gleiche Spiel. Die Ortschaften, die Landschaften, die Quests, alles schreit nach abgelegener Wildnis. Und die ist in der Regel einsam und verlassen. Aber nein, in dieser Ödnis rennen, springen, reiten und questen dutzende anderer auserwählter Helden herum und treten sich und mir gegenseitig auf die Füße. Für mich wurde dadurch die Immersion vollständig zerstört. Warum nicht eine andere Story mit vielen Helden, die gegen den Kampf des Endbösewichts benötigt und trainiert werden müssen?

Das einzige andere „große“ MMO in den kommenden Monaten wird Wildstar von NCSoft sein. Die Kurzbeschreibung hier lautet World of Warcraft im Weltraum. Einschließlich Cartoonoptik auf einem Niveau, das nur knapp über dem zehn Jahre alten Platzhirsch von Blizzard liegt. Als Bezahlmodell dient hier grundsätzlich ebenfalls das monatliche Abonnement, jedoch sollen die Kunden auch Spielzeit durch das Zocken selbst freispielen können. Ich bin gespannt, zweifle aber daran, dass die Koreaner mehr als einen Achtungserfolg erzielen können. Kleine Anekdote am Rande, in der Beta war die Grafik mit unschönen Wasserzeichen verunziert. Ob dies der Grund war, dass die Hardwareanforderungen wirklich heftig waren, insbesondere wenn die technische Qualität der Optik bedacht wird?

Auch Everquest: Next steht in den Startlöchern. Mir persönlich wurde die Grafik im Vergleich zu den eher realistisch anmutenden Vorgängern allerdings zu sehr auf Comiclook getrimmt. Zusammen mit Everquest: Landmark werden aber auf jeden Fall Minecraft-Fans hier glücklich werden, denn im Vergleich zu dem erfolgreichen Indie-Titel macht das Ganze optisch durchaus schon einiges her.

Nein, entgegen dem ungeliebten F2P-Modell, auf das es ohnehin heute bei jedem Titel langfristig hinausläuft, gibt es für mich in diesem Jahr einige andere MMO-Highlights, die meiner Ansicht nach viel zu wenig Beachtung bekommen. Trion Worlds, die Macher des exzellenten Rifts etwa veröffentlichen das koreanische ArcheAge. Tolle Grafik gepaart mit einer Mischung aus Themepark- und Sandbox-Prinzip. Dies schmeckt jetzt schon vielen Skeptikern nicht, aber das, was ich bisher von dem Titel gesehen habe, gefällt mir sehr. Noch eine Schippe drauf, zumindest optisch, legt Black Desert Online. Das Game sieht fantastisch aus und richtet sich an die leidgeprüften Sandbox-Spieler. Da bin ich wirklich drauf gespannt! Ebenfalls angekündigt wurde Skyforge von Obsidian in Kooperation mit den Machern von Allods Online. Der erste Trailer verspricht ein ziemliches cooles Setting.

Gerade diese ganzen eher unbekannten Titel könnten meiner bescheidenen Einschätzung nach durchaus teilweise ein ESO qualitativ weit übertreffen, werden aber wohl leider nie auch nur annähernd den Bekanntheitsgrad und - viel wichtiger - die Menge an (zahlenden) Spielern erreichen, was einfach unfair ist.

Vollversionen im April

Dieses Mal im Schnellgang:

Die Gamestar XL April 2014 offeriert The Book of unwritten Tales als Vollversion auf dem Datenträger. Ein exzellentes Point & Click Adventure, das schon öfters Magazinen beilag und dessen zweiter richtiger Teil (Die Vieh Chroniken gilt als Spinoff) in Kürze erscheinen soll.

Auf der PC Games 4 / 2014 gibt es Eador: Masters of the Broken World, ein Fantasy-Strategiespiel in der Tradition von Age of Wonders oder Heroes of Might & Magic. Der Titel erschien erst vor knapp einem Jahr und heimste gute Wertungen im 70er Bereich ein.

Die aktuelle PC Games Hardware kommt mit Assassin’s Creed, was zu erwarten war.

Bei der Computer Bild Spiele (CBS) soll das erfolglose Arcania – Gothic 4 die Verkaufszahlen der Gold-Ausgabe 5 / 2014 in die Höhe treiben. Zur Unterstützung gibt es noch den dritten Teil der bekannten Adventure-Reihe Runaway mit dem Untertitel A Twist of Fate auf der Silber-Ausgabe und, als eigentliches Hightlight des Monats, in der 18er-Downloadrubrik Far Cry 2. Der Shooter heimste viel Lob aber auch viele Kritiken wegen seines Open World Ansatzes ein.

Sonntag, 9. März 2014

Samsung Galaxy TabPro und NotePro 12.2

Vor nicht ganz eineinhalb Jahren hat es auch mich erwischt, ich gönnte mir nach langem Zögern ob ich es überhaupt benötigte endlich auch selbst ein Tablet. Monatelang haderte ich, welches Modell und wenn, wie viel möchte ich für so ein reines Spaßgerät zum gelegentlichen Couchsurfen überhaupt ausgeben? Am Ende stieg mein Budget mal eben auf das Doppelte, von 200 auf 400 Euro. Da, wenn ich schon so viel Geld ausgebe, dann auch wenigstens etwas Vernünftiges wollte, dies für 200 Euro aber nicht zu kriegen war (und ist). Nach ausgiebigem Antesten in Geschäften und bei Freunden von diversen Geräten, darunter etwa diverse Samsung Galaxy Tabs und iPads entschied ich mich im November 2012 schließlich für ein Acer Iconia A700 mit 10 Zoll 1920 x 1200 Pixel zählendem Full HD Bildschirm, 1,3 GHz Quadcore Nvidia Tegra 3 SOC (System on a Chip), 1GB RAM, 32GB SSD, Micro-SD Kartenschacht und Micro-HDMI Anschluss sowie Android 4.1. Ein Gerät mit iOS kam für mich wegen des abgesperrten Systems, ich möchte über die Windows Netzwerkfreigaben beliebig Daten über WLAN zwischen PC und Tablet austauschen, sowie des (wesentlich) höheren Preises für ein vergleichbar ausgestattetes iPad nicht infrage.

Wer sich Tests zu diesem Tablet oder Geräten mit Android im Allgemeinen ansieht, dem wird auffallen, dass viele empfindsame Naturen ihnen eine gewisse Trägheit bzw. ein Ruckeln unterstellen. Gerade das Iconia A700 wurde in ersten Berichten dafür stark kritisiert. Tatsache ist, nach dem ersten (und leider einzigem) Systemupdate auf Android 4.1.1 gab das Gerät mit einmal ordentlich Gas. Generell ist es aber wohl ein Problem, dass die Standardeinstellungen von Android nicht unbedingt optimal sind. Hier einmal kurz ein paar Tipps, wie noch so manchen, vermeintlich ruckligen Android-Geräten ordentlich auf die Sprünge geholfen werden kann: In den Einstellungen sollte im Punkt Display die Touchpad-Empfindlichkeit auf Hoch gestellt werden. Bei den Energieoptionen reicht hingegen in der Regel der Zustand Ausbalanciert, dies kann nämlich im Vergleich zur Höchstleistung die Akkuhaltbarkeit extrem verlängern, ohne dass bei normaler Nutzung Leistungseinbußen auffallen. Unter Bedienungshilfen beim Punkt Reaktionszeit Berühren / Halten diese auf Kurz stellen sowie bei Sprache & Eingabe den Regler für die Zeigergeschwindigkeit nach rechts auf das Maximum ziehen. Es ist wirklich erstaunlich, um wieviel flotter viele Androiden dann reagieren.

Wenn es dann mit einmal doch anfängt zu ruckeln, liegt die Schuld nicht beim Gerät, sondern zu 100 Prozent an einer spezifischen, gerade genutzten App. Gerade ältere Software hat mit moderner Hardware oder speziellen Prozessoren einfach so ihre Probleme.

Auch hier kann ich ein paar Erfahrungswerte liefern. Adblock Plus etwa ist ein unheimlich nützliches Tool um gerade auf Mobilgeräten nicht nur Internetkapazitäten zu sparen, sondern auch das Surfen um einiges zu beschleunigen. Leider ist dieses Programm unter Android nicht als Addon in den jeweiligen Browser integriert, sondern wirkt systemübergreifend. Das bedeutet, Adblock schaltet sich zwischen jede App, die auf das Internet zugreifen will. Viele Apps kommen damit nicht klar. Selbst der Google Play Store bekommt erhebliche Verbindungsprobleme, andere, insbesondere werbefinanzierte Software, läuft erst gar nicht oder stürzt gerne mal ab. Ich persönlich habe Adblock deswegen wieder deinstalliert, die Alternative, die App jedes Mal zu starten, bevor ich den Browser öffne und danach sofort wieder zu deaktivieren, war mir viel zu umständlich.

Generell sollten Nutzer beim Surfen nicht zu viel erwarten. Hier liegt die Schuld aber nicht am Betriebssystem, weder Android noch iOS tun sich da etwas, sondern an der Systemarchitektur der meisten Tablets und Smartphones. Diese nutzen nämlich, von wenigen neueren Ausnahmen wie dem Asus MemoPad FHD 10 abgesehen, alle Prozessoren vom Typ ARM. Anders als die vom PC bekannten X86 Prozessoren setzen Geräte mit ARM nicht auf brachiale Rechenpower, sondern auf Stromsparen. Dazu verfügen sie über einen RISC-Befehlssatz (Reduced Instruction Set Computer) während herkömmliche PCs ihren Prozessor mit CISC-Befehlen (Complex Instruction Set Computer) ansprechen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bei Mobilgeräten äußert sich das im Vergleich zu Geräten mit X86 CPU so, dass (komplexe) Webseiten oder Dokumente (PDF, Excel) nur sehr lahm dargestellt werden, während hingegen Videodekodierung, also das Abspielen von Filmen, extrem flott von der Hand geht und auch der Arbeitsspeicherbedarf relativ bescheiden bleibt. Nutzer, die also wirklich viel surfen oder gar tatsächlich Büroarbeiten mit einem Tablet erledigen möchten, greifen also lieber zu einem Gerät mit X86 SOC von Intel oder AMD, allerdings rät sich dann im Zweifel gleich ein Windows 8 Tablet an, da die Mobilbetriebssysteme sowieso keine Applikationen bieten, die mit „echter“ Software, wie vom PC bekannt, mithalten können. Selbst die größten Textverarbeitungen für Android oder iOS bieten nämlich kaum mehr als das bei Windows mitgelieferte und von vielen geschmähte WordPad.

Samsung Galaxy Tab 12.2Endlich ein Tablet mit 12 Zoll Display: Das Samsung Galaxy NotePro 12.2.

Komme ich endlich zum eigentlichen Grund dieses Artikels und warum ich ihn gerade jetzt verfasse. Tablets gibt es in der Regel mit Displaygrößen zwischen sieben und zehn Zoll. Einige Windows-Hybriden kommen auch schon mal mit 11,6 Zoll Display daher, sind dann allerdings meist alleine wegen ihres hohen Gewichtes von teilweise über einem Kilo kaum noch als Tablet zu bezeichnen. Während sieben und acht Zoll gerade im mobilen Einsatz in Bus oder Bahn durchaus praktisch sein mögen, haben sich für mich selbst Geräte mit zehn Zoll für viele Einsatzzwecke noch als zu klein erwiesen. Bei Webseiten und Dokumenten ist viel scrollen angesagt, Zeitschriften oder Comics lassen sich ohne zoomen überhaupt nicht lesbar betrachten. Schon vor vielen, vielen Monaten wünschte ich mir ein Tablet mit einem etwa zwölf Zoll großen Bildschirm, allerdings im Vergleich zu heutigen zehn Zöllern mit schmalem Rahmen um das Display herum, um die Teile nicht zu groß und klobig werden zu lassen. Und ich wunderte mich stets, dass immer noch kein Hersteller solch ein Tablet anbietet. Mein Ruf wurde jetzt allerdings doch noch erhört und der koreanische Hersteller Samsung springt mal wieder in die Bresche und brachte vor wenigen Tagen mit dem Samsung Galaxy TabPro 12.2 (T9000) und dem Galaxy NotePro 12.2 (P900 und P905) vorläufig drei Modelle, jeweils in schwarz oder weiß erhältlich, die dieses Kriterium endlich erfüllen.

Das normale Galaxy TabPro kostet im Handel derzeit etwa 630 Euro (die Unverbindliche Preisempfehlung (UVP) beträgt 689 Euro), das NotePro ist im Vergleich dazu erstaunlich günstig, das Digitizer-Display und damit einhergehend die ausgezeichnete Stiftbedienung, welche die Notes auszeichnen, werden, was ungewöhnlich ist, für nur 50 Euro mehr angeboten, schlagen also mit um die 680 Euro zu Buche (UVP ist allerdings 799 Euro). Diese beiden 12,2 Zöller haben einen mit 1,9 GHz getakteten Samsung Exynos SOC, stolze 3GB RAM und die übliche 32GB SSD, wobei wohl Modelle mit 64GB geplant sind. Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine laut ersten Tests im Vergleich leicht bessere aber immer noch nicht gute 8MP Kamera mit integriertem Blitz, eine kleine 2MP Frontkamera, WLAN, GPS, Bluetooth, Infrarot-Schnittstelle, sogar USB 3.0 - allerdings mal wieder mit Spezialstecker, Micro-SD Schacht für Karten mit bis zu 64GB sowie einen Akku mit 9500 mAh, der für das große Display auch dringend benötigt wird und eine Nutzungsdauer von elf bis 13 Stunden garantiert. So gesehen haben die Tablets alles, was der Nutzer sich wünschen kann. Ein dedizierter Mini-HDMI-Port wäre vielleicht noch wünschenswert gewesen, damit das Tablet während der Filmwiedergabe auf dem TV gleichzeitig am Ladekabel hängen kann.

Aber jetzt kommt die Crux! Das NotePro ist auch mit LTE Mobilfunk erhältlich, wobei es sogar eine Telefonfunktion anbietet. Soweit so gut. Dieses Modell kostet allerdings gleich mal etwa 830 Euro, wobei hier die UVP das Konto sogar gerne mit 899 Euro belasten würde. Auf den ersten Blick ein ungewöhnlich starker Preisunterschied. Auf den zweiten Blick offenbart sich jedoch, dass Samsung hier einen anderen Prozessor einsetzt, nämlich eine laut ersten Benchmarks weitaus potentere, mit 2,3 GHz getaktete Snapdragon SOC von Qualcomm. So sollen ersten Berichten zur Folge die Modelle mit Exynos ein wenig ruckelnd laufen, während die LTE-Variante mit dem Snapdragon quasi das derzeit schnellste Tablet überhaupt zu sein scheint. Wer keinen Mobilfunk benötigt, der wird also dennoch dazu genötigt, eher zum teureren Modell zu greifen.

Das Display mit seinen 2560x1600 Pixeln bei 12,2 Zoll halte ich für absolut die richtige Mindestauflösung. Normales Full HD wäre bei der doch erheblich größeren Bildschirmfläche einfach zu wenig gewesen. Mehr würde hingegen wohl nur für wenige Anwender Sinn machen und auch den Akku zu extrem belasten. Ich kann es nur noch einmal wiederholen, auch wenn vielen Menschen bei den zehn Zöllern Auflösungen im 1280x800 Bereich auszureichen scheinen, ich habe mich explizit damals für mein Tablet vor allem wegen der Full HD Darstellung entschieden, weil ich erst dort die Pixel kaum mehr wahrnehmen konnte und Texte als auch Bilder erheblich schärfer erschienen, was bei längerer Nutzung die Augen ernstlich schont.

Während 3GB RAM absolut klasse und ein richtiger Schritt sind, sind 32GB Speicher leider eine unnötige Stagnation, insbesondere weil Google bei Android 4.4 wohl den Zugriff auf SD Karten weiter beschränkt hat. Das ist nicht Samsungs Schuld, hier muss Google endlich mal was ändern, wenn sie ihr System nicht irgendwann durch einen neuen Konkurrenten abgelöst sehen wollen.

Das Gewicht ist mit ca. 500 Gramm (TabPro) und 750 Gramm (NotePro) alles andere als ein Leichtgewicht. Zwar weniger als (kleinere) Windows Tablets aber halt im Falle der Notes doch schon wieder einiges schwerer als die schwersten 10 Zoll Androiden. Mein eigenes Tablet wiegt knapp über 600 Gramm und das ist auf Dauer immer schon ein ganz schöner Brocken. Ich bin nun kein Schwächling, aber wenn das Gerät nicht abgestützt werden kann, etwa auf dem Schoß oder beim Liegen auf dem Sofa bzw. im Bett, dann wird das auf Dauer immer eine ganz schöne Anstrengung.

Ein weiterer Kritikpunkt, der bisher bei Nutzern gefallen ist, betrifft die Ladezeit des Akkus. Die Rede ist von über sechs Stunden. Zum Vergleich, mein Acer A700 mit gleichgroßem(!) Akku benötigt etwa drei Stunden zum Aufladen. Hier hätte ein stärkeres Ladegerät Wunder gewirkt. Andererseits gab es bei meinem Gerät auch wieder einige Besitzer, die sich darüber aufgeregt haben, dass ein spezielles Netzteil nötig ist. Man kann es halt nie allen Recht machen.

Abschließend lässt sich sagen, ich halte die Richtung für wegweisend und absolut notwendig. 12,2 Zoll erlaubt schon die Darstellung auch größerer Seiten bis etwa DIN A4, die so auch endlich ohne zu zoomen auf einem Tablet lesbar werden. Ärgerlich in diesem bestimmten Fall ist, dass die Modelle ohne LTE mit einer schwächeren CPU daherkommen und sie dadurch stark entwerten. Kommen wir also zur Gretchenfrage, würde ich mir ein Samsung Galaxy mit 12,2 Zoll kaufen? Die Antwort darauf lautet in diesem Fall jedoch zunächst noch nein, da ich bereits ein gutes Tablet besitze und das damals 400 Euro teure Gerät noch mindestens ein bis zwei Jahre ausreichen muss, um seinen Preis rechtfertigen zu können.

Und das ist der größte Knack- und Kritikpunkt an diesen ultraportablen Minicomputern: der Preis! So eine Hardware mag durchaus 600 bis 900 Euro wert sein, nur für das Geld bekomme ich schon ein wesentlich leistungsstärkeres Notebook oder einen Tablet-Hybriden mit schnellem Core i5 Prozessor und vollwertigem Windows. Denn Tablets mit Mobilbetriebssystem, und das gilt für Android und iOS gleichermaßen, sind und bleiben reine Medienkonsumgeräte, reine Spaßmaschinen zur Unterhaltung. Und dies wertet sie im Vergleich so dermaßen ab, dass solche Geräte zu einem solchen Preis eigentlich witzlos sind. Meine persönliche Schmerzgrenze liegt hier bei etwa 400 Euro, vielleicht 450, wenn die Hardware wirklich außergewöhnlich toll ist. Unter Windows – oder Mac OS X, falls Apple jemals ein Tablet damit anbietet – sind die Möglichkeiten einfach wesentlich größer, da dort sämtliche normalen Anwendungsprogramme laufen und eben nicht nur Apps mit ihrem beschränkten Funktionsumfang, der sie in der Regel zur reinen Spielerei degradiert. Tablets mit einem vollwertigen Desktop-Betriebssystem lassen sich mittels Maus und Tastatur schnell in ein richtiges Notebook verwandeln. Mangels „großer“ Software ist dies bei Android und iOS halt nicht der Fall, auch wenn sich hier selbstredend auch externe Steuerungsgeräte anschließen lassen, selbst wenn das in der Regel wenig Sinn macht.

Ich warte also erst einmal die weitere Entwicklung ab und hoffe, dass auch andere Anbieter auf den Zug mit aufspringen und Tablets mit zwölf Zoll anbieten werden. Wenn dann der Preis noch stimmt, dann wird in absehbarer Zukunft so ein Gerät mein bisheriges Tablet als Bespaßungsmaschine in der Freizeit ersetzen. Vielleicht mausert sich Android ja auch noch zu einem vollwertigen Betriebssystem oder Windows kriegt es ohne Aufteilung in Touch- und normale Oberfläche auf die Reihe irgendwann alles unter einen Hut zu kriegen? Die Zukunft bleibt offen und vor allem aber spannend.

Freitag, 7. März 2014

Viel verblichener Glanz bei den Vollversionen

Das Schwarze Auge ist das bekannteste deutsche Rollenspielsystem. Es gibt unzählige Merchandise-Artikel, darunter zahlreiche Bücher und etliche Computerspiele, sogar ein Film ist seit einigen Jahren in der Mache. Gerade in Hinsicht auf die Computerspiele scheiden sich die Geister. Die meisten dieser Titel, insbesondere der vergangenen Jahre, sind einfach nur schlecht. Eine Ausnahme bilden die beiden Point & Click Adventures von Daedalic, Satinavs Ketten und Memoria. Ersteres stammt aus dem Jahr 2012 und ist jetzt für schmales Geld als Vollversion auf der Computer Bild Spiele (CBS) Gold 4 / 2014 erhältlich. Sehr löblich, der Kopierschutz (ursprünglich Steam) wurde entfernt.

Der zweite richtige Titel auf der CBS ist The Elder Scrolls IV – Oblivion. Das gab es schon häufiger mal und ist wohl der anstehenden Veröffentlichung von Elder Scrolls Online geschuldet. Ich gebe zu, Skyrim auf Heft-DVD wäre wohl etwas zu viel verlangt gewesen … immerhin, mit Modifikationen macht Oblivion auch heute noch viel her und kann, wenn gewünscht, für etliche Hundert Stunden fesseln. Lustig, der Nexus Mod Manager wird gleich mitgeliefert.

Der ab 18 Downloadtitel wiederum ist kein schlechtes Spiel, allerdings stammt er aus dem Jahr 2004 und wirkt hoffnungslos veraltet. Gemeint ist Hitman Contracts. Wer auf kompromissloses Schleichen steht, der wird hier allerdings durchaus glücklich. Zuletzt ist mit Skat Palast noch ein nettes Kartenspiel mit auf den Datenträgern sowie mit ESET Smart Security eine komplette Virenscanner-Suite inklusive Jahreslizenz.

Von hieran sieht es diesen Monat weniger prickelnd mit den Vollversionen aus. Die PC Games 3 / 2014 offeriert das erste Assassin’s Creed, welches zuletzt auf der CBS 7 / 2013 zu finden war, und die Schwesternzeitschrift PC Games Hardware 3 / 2014 kommt mit Patrizier 4 daher, das war vor zwei Monaten schon auf der PC Games selbst.

Die Gamestar XL 3 / 2014 leistet sich mal wieder die Krönung, Die Siedler – Aufbruch der Kulturen war ebenfalls erst im Januar bei der Konkurrenz zu bekommen. Auf dem zweiten Datenträger gibt es mit Aion ein ehemaliges aber inzwischen kostenlos (an-) zuspielendes Online-Rollenspiel sowie das ebenfalls seit ewigen Zeiten kostenlose Command & Conquer 2 – Tiberian Sun aus dem Jahre 1999, immerhin inklusive Addon Firestorm. Wobei diese auch nur auf Englisch aber damit immerhin unzensiert vorliegen. Etliche ältere Teile der Command & Conquer Spiele können bequem auf den Webseiten der Zeitschriften Chip oder Computer Bild heruntergeladen werden.

Freitag, 21. Februar 2014

Sacred 3 – Spektakulärer Trailer

Rendertrailer oder auch Cinematics, wie sie im Englischsprachigen heißen, sind für viele Spieler ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind sie tolles Eyecandy und lassen gerade Technikfans oftmals mit offenem Mund zurück, andererseits haben sie mit dem eigentlichen Spiel, vor allem selbstredend der Spielgrafik, absolut gar nichts zu tun. Egal wie sie betrachtet werden, solche Trailer machen oft Lust auf mehr und so manches Mal wünschte sich der Betrachter, das Kunstwerk würde ein richtiger Spielfilm sein.
Einen neuen Trailer dieser Art veröffentlichte jüngst Deep Silver, die mit Sacred 3 im Sommer einen neuen Spross des traditionellen deutschen Hack & Slays für PC, Playstation 3 und XBox 360 veröffentlichen möchten. Egal wie das Spiel letztlich wird, der gerenderte Werbefilm ist auf jeden Fall das Anschauen wert:
 

Freitag, 7. Februar 2014

Die Gran Turismo Dokumentation

Stolze 84 Minuten lang ist eine jetzt erschienene Dokumentation über Kazunori Yamauchi, dem passionierten Autonarr und Schöpfer von Sonys höchst erfolgreicher Gran Turismo-Reihe, deren offizieller sechster Teil kürzlich für die Playstation 3 erschienen ist. Unter dem Titel KAZ: Pushing The Virtual Divide erfährt der Rennspielfan alles über den Werdegang von Yamauchi, was ihn umtreibt, sowie alles über die Evolution der Serie.

 

Vollversionen im Februar

Was, schon wieder ein Monat rum? Das Jahr verspricht, ein sehr kurzes zu werden. Zumindest kurzweilig wird es mit den Vollversionen im Februar leider eher nicht. Dazu kommt, dass die Gamestar ihre normale DVD-Ausgabe einstampft und Käufer nur noch die Wahl zwischen der reinen Zeitschrift ohne Datenträger und der XL-Ausgabe mit zwei DVDs haben. Dafür gibt es in der 2 / 2014 dann auch nur eine Vollversion, The Whispered World, ein zugegeben sehr tolles Point & Click Adventure, das allerdings auch schon vor ewigen Zeiten bei sämtlichen Konkurrenten zu finden war. Erst vergangenen Monat etwa auf der PC Games Hardware.

Die einzig wirklich herausragenden Spiele gibt es diesen Monat auf der PC Games 2 / 2014. Zunächst wäre da Ridge Racer Unbounded aus dem Jahr 2012. Ein spektakulärer Action-Raser im Stil von Split Second oder Blur. Die beiden Letztgenannten waren nette Titel, fanden jedoch trotzdem kaum Käufer, da Burnout dieses Rennspiel-Untergenre einfach komplett dominierte. Unbounded wurde zusätzlich wegen seines Namens abgestraft, da es mit einem klassischem Ridge Racer überhaupt nichts zu tun hatte und sich deswegen dem Zorn der Serienfans ausgesetzt sah, die viele Jahre sehnlichst auf eine Fortsetzung gewartet hatten. Ridge Racer 7 erschien immerhin schon Ende 2006 bzw. Anfang 2007 in Europa.

Auf dem zweiten Silberling der PC Games findet sich Age of Wonders - Shadow Magic. Der dritte Teil der Age of Wonders-Reihe erschien bereits im Jahr 2003 und war ursprünglich als Add-on für Der Zirkel der Zauberer (The Wizard’s Throne) geplant. Age of Wonders ist eine rundenbasierte Fantasy-Strategiespielreihe im Stil von Heroes of Might & Magic, soll dabei jedoch tiefgründiger und gleichzeitig einsteigerfreundlicher sein. Die offizielle Drei im Titel wird übrigens der für dieses Jahr erwartete vierte Teil tragen.

Auch die PC Games Hardware 2 / 2014 wartet wieder einmal mit einer Vollversion auf. Heuer ist es Splinter Cell – Double Agent. Ich denke, da muss nichts extra kommentiert werden …

Fehlt noch die Computer Bild Spiele (CBS) 3 / 2014. Auf der Silber-Edition gibt es „die 100 besten Gratisspiele“, darunter zum Beispiel Speed Rally (Google brachte zutage, dass es sich dabei wohl ursprünglich um ein Browsergame handelt). Ebenfalls auf diesem Datenträger findet sich mit Carriers ein Spielfilm, der ein Amerika nach einer tödlichen Virusinfektion zeigt. Dabei geht es hauptsächlich um die Interaktion verschiedener Charaktere, die wild zusammengewürfelt nun gemeinsam überleben müssen.

Die goldene DVD der CBS enthält mit Chaos auf Deponia den zweiten Teil der (derzeitigen) Deponia-Trilogie, der Ende 2012 erschienen ist. Auch hier braucht nicht viel gesagt zu werden, jeder deutschsprachige Adventure-Fan wird diese Reihe von Daedalic kennen.

Samstag, 25. Januar 2014

Das MMO-Sterben geht weiter

Neues Jahr, neues Glück!? Nicht für Online-Rollenspiele. Wurden schon 2013 einige Titel eingestellt und andere mehr oder minder überraschend zu einem Free to Play (F2P) Modell umgewandelt, während im Gegenzug kaum neue Games das Licht der Welt erblickten, kann dies durchaus als Hinweis darauf gelten, dass die Hochphase der MMORPGs endgültig vorüber scheint. So werden 2014 mit The Elder Scrolls Online von Bethesda, Wildstar vom koreanischen MMO-Riesen NC Soft sowie Everquest Next / Landmark von Sony immerhin drei große neue Spiele erwartet. Im Gegensatz dazu kündigte ausgerechnet Sony Online Entertainment (SOE) jetzt an, gleich vier ihrer Online-Games abzuschalten. Bei Star Wars: Clone Wars Adventures und Free Realms werden bereits am 31. März 2014 die Lichter ausgehen, bei Wizardry Online und Vanguard – Saga of Heroes wird am 31. Juli der Stecker gezogen.

So ganz überraschen kann diese Mitteilung nicht, denn quasi gleichzeitig wird Anfang April der „All Access Pass“ eingeführt, mit dem Abonnenten für knapp 15 Euro im Monat zugriff auf sämtliche SOE-Titel auf einmal bekommen. Dazu zählen unter anderem Everquest 2, DC Universe Online oder auch Planetside 2. Die Weiterführung der oben genannten bald eingestellten Titel hätte sich aufgrund der geringen Spielerzahlen wohl einfach nicht mehr rentiert. Übrigens zählt auch Dragon’s Prophet zu den SOE-Spielen, zumindest wenn auf die deutsche Version verzichtet werden kann, in Europa liegt der Vertrieb des Runewaker-Titels (Runes of Magic) nämlich bei Deep Silver.

Einem Free Realms werden wohl die wenigsten gestandenen Rollenspieler eine Träne nachweinen. Das für Kinder gedachte MMO war in erster Linie eine Anhäufung von Minispielen und virtueller Chatroom, wo die Kleinen dank Mikrotransaktionen gleich auch noch ihr Taschengeld verpulvern konnten. Auch das Clone Wars Adventures war nie ein richtiger Konkurrent zu einem Star Wars: The old Republic und richtete sich vornehmlich an Casualspieler und Fans der TV-Serie.

Anders sieht es bei Vanguard aus, wobei dieses von vornherein zu keinem Zeitpunkt unter einem guten Stern stand. Die Ähnlichkeit zu Everquest 2 war zu groß, die anvisierte Hardcore-Gamer Gruppe, die ein Open World Sandbox Game wollten, zu gering und vor allem bei Erscheinen waren die Systemanforderungen zu horrend und die Bugs zu mannigfaltig, sprich das Spiel ist bis heute immer eine riesige Baustelle geblieben. Aber gerade das Dahinscheiden von Vanguard sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen hat so ein unfertiger und schlecht gepflegter Titel einfach keine Daseinsberechtigung, zum anderen beweist es jedoch auch, dass ein solches Game im Triple-A-Format, wie es von vielen Spielern in Foren immer und immer wieder gefordert wird, wirtschaftlich nicht tragfähig ist, da die Stimmen dieser Hardcore-Zocker zwar laut aber letztlich einfach doch eine verschwindend geringe Minderheit sind. Das Gros der Gamer bevorzugt schlicht die sogenannten Themepark-MMOs im Stile eines World of Warcraft oder Rift. Gespannt blicke ich deswegen jetzt noch mehr auf das (irgendwann) kommende Archeage, welches ähnliche Ansätze wie Vanguard verfolgt, jedoch ein wenig Massenmarktkompatibler gestaltet wurde – übrigens sehr zum Leidwesen besagter Hardcore-Gamer, die sich darüber schon lauthals echauffieren. Man kann es eben niemanden recht machen …

Sonntag, 5. Januar 2014

Spiele-Vollversionen im Januar

Nach der weihnachtlichen Völlerei gilt: Der Winterspeck muss weg! Echte Zocker verbrennen Kalorien durch fleißiges Mausschubsen und Anstrengung des Gehirns beim Ausknobeln von Rätseln und Strategien. Die aktuellen Vollversionen auf den Computerzeitschriften bieten hierfür ausreichend Gelegenheit.

Kaum wurde die Tomb Raider Definitive Edition mit einer auf Model getrimmten Lara angekündigt, packt die Gamestar 01 / 2014 den Vorgänger Tomb Raider Underworld auf seine XL-Scheibe, wo Lara eh noch ein wahres Sexsymbol war. Wem die Femme fatale also im aktuellen PC-Teil zu süß rüberkommt, der hat hier – zum wiederholten Mal – die Möglichkeit eine Lara zu erleben, wie sie wirklich gedacht war: obercool und heiß.  

Weniger brachial kommt die düstere Dark Mod auf der normalen DVD daher. Ursprünglich als Anlehnung an die Thief-Reihe als Mod für Doom 3 erschienen, gibt es den Titel inzwischen als alleine lauffähige Version. Den kostenlosen Download bekommen Interessierte auch auf der Homepage des Projektes: http://www.thedarkmod.com/main/

Die PC Games 1 / 2014 lässt das neue Jahr noch ruhiger angehen. Patrizier 4 erschien 2010 und zeigt sich in alter Tradition als eher gemächliches Handelsspiel mit strategischem Ansatz. Optisch war der Titel schon bei Erscheinen kein Highlight, viele Kritiker empfanden das Spiel außerdem als zu einfach.

Eines der meiner Ansicht nach besten Point & Click Adventures der vergangenen Zeit ist The Book of unwritten Tales aus dem Jahr 2009. Mit Die Vieh Chroniken kam kurz darauf noch ein Spin-off, der echte Nachfolger steht für dieses Jahr in den Startlöchern. Wer die Anfänge der kleinen Serie erleben möchte, der greift zur PC Games Hardware 01 / 2014.

Die Computer Bild Spiele (CBS) erscheint in der Gold Variante mit Ausgabe 02 / 2014 als dünnes, in Folie eingeschweißtes 100-Seiten-Heftchen mit extra Mini-DVD Hülle. Da das Heft eh niemanden interessiert, widmen wir unseren Blick einzig auf die Software Beigaben. Kein Spiel aber durchaus eine tolle Offerte ist Eset Smart Security Gamer Edition 2014 mit einjähriger Lizenz. Wer noch einen guten Virenscanner inklusive Internet-Sicherheitspaket sucht wird hier hervorragend bedient. Das Programm hat immerhin einen Wert von 30 Euro. Wer eine bessere Alternative sucht, der muss zum Schwesternmagazin Computer Bild greifen, dort ist regelmäßig Norton Internet Security enthalten.

alanwake

Auch bei den Spielen wird in diesem Monat nicht gekleckert, sondern gleich richtig geklotzt! Vor Urzeiten kündigten die Macher von Max Payne einen optisch opulenten Titel für den PC an, der die Vorzüge von Windows Vista und Direct X 10 hervorheben sollte. Ein mit Burnout-Syndrom gesegneter Bestsellerautor möchte in einem an die TV-Serie Twin Peaks angelehnten Städtchen wieder Kraft tanken. Aber selbstredend kommt es für Titelheld Alan Wake völlig anders. Genauso anders, wie das Spiel. Dieses wurde nämlich kurzerhand von Microsoft zum Vorzeige-Exklusivtitel für die XBox 360 erklärt und die PC Version eingestampft. Erst zwei Jahre nach der Konsole wurde der Titel dann 2012 wieder ausgegraben. An der Qualität ändert diese Verzögerung freilich nichts. Story mäßig handelt es sich nämlich immer noch um eines der anspruchsvollsten Games überhaupt. Wer ein Faible für mystischen Horror hat und auch die eine oder andere spielerische Wiederholung nicht scheut, der sollte dem Titel unbedingt eine Chance geben!

H.A.W.X. 2 ist ein grafisch imposanter, spielerisch rasanter Action-Flugsimulator von Ubisoft im typisch patriotischen Tom Clancy Universum. Sorgte der Vorgänger noch für einiges Aufsehen, bot der Nachfolger 2010 nur mehr vom Gleichen und ging entsprechend ein wenig unter. Wer allerdings mal das Hirn ausschalten und seine Netzhaut strapazieren möchte, der kann hier durchaus ein paar spaßige Stunden erleben.

Der ab 18 Download auf der CBS ist ein echtes Schwergewicht und viele empfinden diesen Teil sogar besser als den aktuellen Serienableger. Die Rede ist von Splinter Cell. Im Jahr 2010 erschien mit Conviction ein Spiel, das sich endgültig vom Ursprungskonzept der Serie verabschiedete und die Action innerhalb einer düsteren, privaten Rachestory in den Vordergrund rückte. Inszenatorisch eine Granate, frohlockten Adrenalinjunkies, während die Serienfans einmal mehr einer Spielereihe nachtrauerten, die sich im Laufe der Zeit vom Grundkonzept verabschiedete, um am Zahn der Zeit zu bleiben und ein neues Publikum anzusprechen.

Samstag, 14. Dezember 2013

Die neue Generation? (Noch) nicht mit mir!

Vielleicht werde ich zu alt, vielleicht bin ich zu sehr Technik Fetischist, aber das, was die Industrie mir als „den neuen Shit“ verkaufen will, törnt mich so gar nicht an. Wahrscheinlich, weil ich meine Online- und Multiplayertage mit Guild Wars, World of Warcraft, Joint Operations sowie Battlefield 2142 und 2 vor einigen Jahren gesättigt habe. Das waren nette zwei, drei Jahre, die ich nicht missen möchte aber die Zeit ist vorbei und ich will mir den Stress mit Gilden und Clans nie wieder antun. Es war Spaß aber eben auch Zwang. Da zocke ich lieber alleine und erlebe eine spannende Offline-Story.

Der zweite Punkt, der derzeit stark beworben wird, ist übrigens ein Eingestehen des Scheiterns. Die Informatiker sind nicht in der Lage eine gute KI zu programmieren, deswegen werden aufwendig die Daten echter User genommen, um daraus Drivatare und Ähnliches zu zaubern. Na gut, wenn es sein muss. Ganz überzeugen kann mich das nicht. Ein Grund extra online zu gehen oder gar XBL oder PSN Gebühren zu löhnen erst recht nicht.

Was mich zu einer neuen Konsolengeneration lockt, und das verbocken sie gerade allesamt fulminant, ist schon immer die bessere Grafik gewesen. Ehrlich gesagt, ich hatte noch nie so wenig Anreiz, noch nie so wenig verlangen eine neue Konsole (oder auch einen neuen PC) zu kaufen wie im Moment. Ich bin nämlich eine Grafikhure und ich stehe dazu!

Mir ist bewusst, dass gute moderne Grafik extrem teuer ist. Nur, persönlich kann mir das egal sein. Wenn ich für ein Spiel 50 bis 70 Euro ausgeben soll, dann darf es nicht so aussehen wie ein fünf Jahre altes Spiel, das ich heute für 1,99 bei irgendwelchen Deals bekomme. Es muss mir die Kinnlade runterklappen lassen. Wenn es mich da nicht packen und flashen kann, kann ich es mir sonst auch irgendwann mal für‘n 10er holen. Ist ja nicht so, dass ich nicht noch zwei Dutzend Games mit (fast) identischer Optik hier ungespielt rumliegen hätte …

Ein Beispiel ist z. B. Motorstorm Pacific Rift. Das Ding ist von 2008, also fünf Jahre alt. Trotzdem gibt es nur wenige Rennspiele, die selbst heute da optisch mithalten können. Wenn ich dann auf einer XBox One und bei einem Forza 5 mit einmal Kantenflimmern oder Ruckler in 1080p habe und es nur in 720p wirklich flüssig läuft, und klar, die Fahrzeugmodelle sind detaillierter, die Texturen schärfer aber trotzdem ist der Sprung zu Motorstorm so minimal, dass ich mich Frage, was haben die Hard- und Softwareentwickler die letzten Jahre getrieben? Früher bedeutete ein Sprung von fünf Jahren ein völlig anderes Erlebnis, das war ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht.

1080p und 60FPS schaffen die neuen Konsolen nicht bei Standardgrafik? Sorry, wir stehen kurz vor dem Umschwung auf UHD und 4k Fernseher. Um HD Ready Grafik zu „genießen“ kann ich auch bei PS3 und / oder XBox 360 bleiben. Spare ich ordentlich Geld.

Mein Aufruf: Gebt mir Anreize eure neue Hard- und Software zu kaufen! Liefert mir den heißen Scheiß! Ich will ein God of War 4 und ein Uncharted 4, die ALLES was man je in Form eines Videospiels zuvor gesehen hat wegrocken.
Dadurch ist es dann nämlich auch nicht mehr so tragisch, dass das Gameplay seit gefühlt zehn Jahren keine Sprünge mehr gemacht hat. Und ein Driveatar kann auch nervig werden, wenn nämlich die anderen Spieler, aus denen die Daten gezogen wurden, viel zu gut sind oder zu viel Blödsinn gemacht haben, dass ich mich eher ärgere als über „realistischeres“ Fahrverhalten freue.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Kommentar zu den Spike Video Game Awards 2013

Ich habe gestern, wie wohl viele passionierte Spieler die Spike Video Game Awards 2013 (VGX) gesehen (zumindest, bis der schreckliche Musikteil losging). Es war mein erstes Mal und ich war ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Insbesondere beim Rahmenprogramm falle ich wohl voll aus der Altersgruppe, denn sogar der Retro-Bericht über den Donkey Kong Wettkampf war mir viel zu kitschig. 

Die Preisverleihung stand hinten an, da gab es auch keine wirklichen Überraschungen. Hier in Kurzfassung die Gewinner: 

Spiel des Jahres: Grand Theft Auto 5
Entwickler des Jahres: Naughty Dog
Meisterwartetes Spiel: Titanfall
Bestes Indie Spiel: Gone Home
Bestes Action Adventure: Assassin’s Creed 4 – Black Flag
Bestes Prügelspiel: Injustice – Gods among us
Bestes Casual Game: Animal Crossing – New Leaf
Bestes Rennspiel: Forza 5
Bestes Rollenspiel: Ni no kuni
Bester DLC: Far Cry 3 – Blood Dragon
Bester Shooter: Bioshock Infinite
Bestes Handheld Game: Zelda – A Link between Worlds
Bestes Mobilspiel: Plants vs Zombies 2
Bestes Nintendo Spiel: Super Mario 3D World
Bestes Playstation Spiel: The last of us
Bestes Xbox Spiel: Brothers – A Tale of two Sons
Bester Charakter: Lutece Zwillinge aus Bioshock Infinite
Bester Soundtrack: Grand Theft Auto 5
Bester Song: Courtnee Draper und Troy Baker - Will the Circle be unbroken (Bioshock Infinite)
Bester Sprecher: Troy Baker (Joel von The last of us)
Beste Sprecherin: Ashley Johnson (Ellie von The last of us

Von vielen Fans heiß erwartet waren die möglichen Ankündigungen insbesondere von Telltale. Und da kamen gleich zwei: Tales from the Borderlands und Game of Thrones. Der Ego-Shooter Borderlands als Adventure? Ernsthaft? Okay, der Walking Dead / Fables Stil passt irgendwie, das Ganze sieht ein wenig nach buntem Fallout aus, könnte vielleicht sogar etwas Interessantes bei rauskommen, denn die Welt Pandora ist offen und vielseitig genug. Aber Game of Thrones? Als Cell Shading(?) Adventure? Nein! Das muss nun wirklich nicht sein! Game of Thrones bietet sich für ein Strategiespiel oder ein RPG an aber sicherlich nicht für ein Cartoon-Adventure. Selbst wenn das Spiel an sich noch so toll wird, es passt einfach nicht. 

No Man's Sky fand ich interessant. Der Entwickler von Hello Games (Joe Danger) kam sehr sympathisch rüber, auch wenn er absolut kameruntauglich war und die ganze Zeit verlegen zu Boden stierte. Da erschafft ein vier Mann starkes Team ein völlig freies „Weltenspiel“, wo es vom Ozean auf das Land und schließlich in den Weltraum geht. Ich habe nur Angst - wie gesagt, das sind nur vier Leute - dass es in dieser riesigen Welt viel zu leer wird bzw. alles zu generisch scheint, weil automatisch erzeugt. Wobei die Grafik immerhin das Prädikat „nett“ erreicht aber nicht abschreckt, sondern recht stimmig wirkt. Spannend ist die Frage, wie das mit dem MMO-Part laufen wird, vielleicht ein Online Space-Shooter? Ich bin gespannt und werde das Projekt im Auge behalten. 

Diese neue Tomb Raider Definitive Edition für XBox One und PS4 fand ich allerdings krass und überflüssig wie einen Kropf. Mal eben Lara völlig neu designt und ein paar neue Animationen in der Umgebung. Das sah doch sehr nach Abzocke aus. Hier sollen die Leute durch die Änderungen zum Zweitkauf bewegt werden. Aber das neue, völlig andere Gesicht ist wirklich eine dämliche Entscheidung, immerhin war Tomb Raider ein Reboot und jeder Fan assoziiert die neue Lara jetzt mit ihrem Gesicht, das in einer Neuauflage komplett zu ändern, auch wenn es sexier und nicht mehr so mädchenhaft wirkt, halte ich für eine absolute Fehlentscheidung. Außerdem gefiel mir dieser Mädchenlook gerade. Das neue Gesicht würde ich eher in einer Fortsetzung erwarten, wo Lara ein, zwei Jährchen älter geworden ist. 

Selbst Nintendo enttäuschte auf ganzer Linie. Viele Fans und Webseiten hatten mit einer tollen Ankündigung gerechnet. Und was kam? Das lange bekannte Donkey Kong Country – Tropical Freeze wurde vorgespielt aber Reggie Fils-Aime betonte auf Nachfrage wiederholt, dass das ja wohl ausreiche. Ich glaube nicht, wenn die WiiU noch mal wirklich ziehen soll. 

Das Tim Schafer Adventure Broken Age fand ich süß, das wäre vielleicht mal was für einen 10er. Mit Joe Black und Elijah Wood sind jedenfalls im Original zwei berühmte Schauspieler als Sprecher mit an Bord. 

Was die Leute alle mit dem Southpark Rollenspiel Der Stab der Wahrheit haben weiß ich nicht. Das sieht einfach nur nach mülligem Casual-Krams aus. 

Spannend fand ich hingegen alte Bekannte wie Thief, Destiny, Tom Clancy's The Division und sogar Titanfall. Ein Witcher 3 ist für mich eh Pflicht. Interessanterweise sind das alles Titel, die insbesondere für den PC und weniger für die Konsole prädestiniert scheinen. Vor allem Thief hatte ich bisher eigentlich ignoriert, aber die Vorstellung in der Pre-Show hat es mir ziemlich angetan. Tolle Grafik und die Freiheit entweder zu schleichen oder zu ballern sowie das mysteriöse Steampunk Setting deuten auf einen wirklichen Kracher hin. Destiny und The Division verbrüdern Single-Player und Online-Multiplayer miteinander, zeigen super Grafik, insbesondere The Division sieht atemberaubend aus und ist ein wirklicher Next-Gen Titel. 

Persönlich werde ich zum Beispiel Titanfall allerdings wohl auslassen. In solch schnellen Onlineshootern kriege ich von den Jungspielern inzwischen eh nur noch den Hosenboden versohlt. 

Hat es sich also gelohnt, die Show zu sehen? Eigentlich nicht. Es gab viel Selbstbeweihräucherung der Branchengrößen, immerhin war jedoch einer der Moderatoren, Joel McHale, schön bissig und geizte nicht mit entsprechenden Kommentaren. McHale ist übrigens Synchronsprecher und dies war seine erste „TV Show“. Wirklich viele komplett neue Titel gab es auch nicht, insbesondere nicht zu sehen. Es waren eher die schon von der E3 bekannten Highlights, die auch hier wieder fesselten und eine hoffentlich rosige Spielezukunft andeuten.

Samstag, 7. Dezember 2013

Vollversionen für die nasskalten Feiertage

saintsrow2

In Saints Row 2 gilt es, die Straßengang Third Street Saints zum Herrscher über die Stadt Stilwater zu machen.

 

Kalt und frei? Keine Ahnung, was tun? Warum nicht eine der Dezember-Vollversionen der aktuellen Zeitschriften zocken!?

Auf der Gamestar 13 / 13 mit DVD ist der im Micro Machines-Stil gehaltene und inzwischen selbst zum Klassiker mutierte Top-Down-Racer Death Rally. Das Spiel von Remedy (Max Payne, Alan Wake) erschien bereits 1996 für DOS und wurde im Jahr 2009 neu als Freeware veröffentlicht. Aus finanziellen Gründen wurde bei der Windowsfassung allerdings der Multiplayer-Netzwerkmodus eingespart. Den kostenlosen Download finden interessierte unter anderem hier:

http://www.chip.de/downloads/Death-Rally-Vollversion_38550689.html

Wer lieber Geld für das Spiel ausgeben will, der kann es sich selbstverständlich auch z. B. auf Steam kaufen, dort kostet es 8,99 Euro. Wobei es sich hierbei um eine weitere Neuauflage, genau genommen dem Port der iOS Version des Titels handelt. Die Gamestar-Version entspricht der Steam-Fassung. Diese enthält einen lizensierten Song mehr als die Freeware aber dafür die vom Touch-Gerät stammenden, schlecht an Windows angepassten Menüs.

Spannender ist da schon Binary Domain, ein exzellenter 3rd-Person-Shooter von Sega aus dem Jahr 2011 auf der Gamestar XL. Das Spiel war allerdings schon auf der PC Games 05 / 2013 und Computer Bild Spiele (CBS) 03 / 2013. Wer mehr zur Handlung erfahren möchte, der schaut sich entsprechende Beiträge zu den damaligen Vollversionen an.

Mein persönliches Spiel des Monats gibt es einmal mehr auf der PC Games 12 / 2013: Dungeon Siege 3 ist ein Action-RPG mit super Grafik und interessant erzählter Story, der meiner unbescheidenen Meinung bei den meisten Spieletests viel zu schlecht weggekommen ist. Das knapp ein Jahr vor Diablo 3 erschienene Game sieht im Vergleich fantastisch aus und fesselt insbesondere Solisten für mindestens zwölf Stunden. Zu Beginn wählt der Spieler einen von vier Charakteren, was zu leichten Unterschieden in der Story führt, und legt damit gleich seine Klasse fest. Als einer der wenigen Überlebenden der königstreuen Legion geht es darum, diese wieder auferstehen zu lassen, um der bösen Jeyne Kassynder gegenüberzutreten und die Königin zu retten.

Zum 20-jährigen Geburtstag des blauen Igels und Sega-Maskottchens Sonic erschien vor etwas über zwei Jahren Sonic Generations. Ein klassischer Sonic sozusagen, der alte 16 Bit allerdings auch 128 Bit Tugenden in sich vereint. Im Classic-Modus gibt es 2D Level wie zu seligen Mega Drive Zeiten, während das Game im modernen Modus ganz der Tradition der populären Dreamcast Abenteuer in 3D verhaftet bleibt. Neuere Sonic Spiele werden gerne mal gescholten, Sonic Generations jedoch rief bei Testern durchwegs positive Resonanz hervor. Wer also den dümmlichen Klempner noch nie mochte und sich am irrwitzigen Geschwindigkeitsrausch des blauen Stachelflitzers erfreuen kann, der sollte Generations eine Chance geben. Ach so, zu finden ist das Jump & Run auf der Computer Bild Spiele 01 / 2014.

Als zweite Vollversion auf der Gold-Ausgabe der CBS wartet eine deutsche Traditionsserie: Die Siedler – Aufbruch der Kulturen erschien 2008 und verbindet Elemente aus Die Siedler 2 und 3. Den Wegebau mit Warentransport von Fahne zu Fahne, eine indirekte Steuerung der Militäreinheiten sowie deren Aufwertung stammen aus Siedler 2, aus Teil 3 kommen die Fernkampfeinheiten, Opferungen und spielerische Unterschiede zwischen den Völkern. Dazu wurden jede Menge Online-Features und Social Media Krimskrams wie Schach, Roulette oder Poker implementiert. Die Server für Multiplayer sind allerdings längst abgeschaltet, das Spiel lässt sich nur noch offline zocken.

Auch einen Erwachsenen-Download gibt es wieder. Ihre Anfänge „feierte“ die inzwischen sehr populäre Serie als billiger Grand Theft Auto (GTA) Klon. Aber schon im hier offerierten zweiten Teil wurde merkbar, dass Saints Row einfach anders war. Der Titel kam Ende 2008 zunächst für XBox 360 und Playstation 3, die PC-Fassung erschien etwas später, Anfang 2009. Die deutsche Version ist übrigens trotz USK 18 Siegel extrem geschnitten: http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=5975611

Montag, 2. Dezember 2013

Internet Adventskalender 2013

Auch in diesem Jahr bieten viele Computer- und Spielewebseiten wieder Adventskalender mit Software oder Gewinnspielen. Eine gute Gelegenheit zum Abstauben. Mitmachen lohnt sich! So habe ich im vergangenen Jahr zum Beispiel einen be quiet! Dark Rock Pro 2 CPU Kühler im Wert von immerhin über 70 Euro bei Mindfactory gewonnen.

Software Kalender:

http://www.chip.de/artikel/Download-Adventskalender_33781926.html

http://www.pcwelt.de/special/XMAS-Kalender-1388941.html

Gewinnspiele (Hard- und Software):

http://www.computerbild.de/Adventskalender-2013-9016160.html

http://www.4players.de/4players.php/adventskalender

http://www.gamona.de/advent,year-2013/

http://www.gamestar.de/xmas2013/

http://www.giga.de/adventskalender-gewinnspiel/

http://www.onlinewelten.com/ (täglich einzelne News)

http://www.xbox.com/de-de/adventskalender

http://www.mindfactory.de/Highlights/Adventskalender2013

Dienstag, 26. November 2013

Windows Audioplayer im kurzen Vergleichstest

Aufgrund der Einstellung von Winamp mögen viele Computernutzer sich im Moment nach einer kostenlosen Alternative umschauen. Ich selbst benutze zwar seit vielen Jahren Media Monkey (www.mediamonkey.com), welches sich recht ähnlich wie Winamp präsentiert, habe mich aber der Diskussion dennoch einmal angeschlossen. So wurden in Foren von vielen Usern etliche Programme empfohlen. Ich habe mir einige davon angeschaut, von denen ich glaubte, sie könnten es mit Winamp aufnehmen. Vorweggesagt, das Ergebnis enttäuschte. Keiner der Kandidaten bot auch nur annähernd den Umfang und die Bedienmöglichkeiten.

Bei einigen Kandidaten wie etwa Aimp (www.aimp.ru) oder 1by1 (http://mpesch3.de1.cc/1by1.html) reichte ein Blick auf die Feature-Listen und Screenshots der Webseite, um zu erkennen, dass es sich um relativ einfache Player ohne besondere Specials handelt. Bei anderen war selbst ausprobieren angesagt.

Hier also mal meine Ersteindrücke der dann letztlich (bisher) getesteten Audioplayer und angeblicher Winamp-Alternativen:

http://banshee.fm/

Also, Banshee kommt sehr übersichtlich rüber allerdings geht auch nichts ohne eigene Datenbank. Der Funktionsumfang scheint eher beschränkt. Importieren bzw. Konvertieren von Audio CDs geht gar nicht. Brennen natürlich erst recht nicht. Beim Internet-Radio muss man die exakte URL des Streams kennen, Serverdienste wie Icecast kennt Banshee nicht. Podcasts kann er scheinbar auch nicht. Das Öffnen von Ordnern ist sehr umständlich, importieren ist quasi unumgänglich. Die Sortiermöglichkeiten sind extrem beschränkt, es geht nur Album und Künstler und innerhalb von Alben darf man dann noch nach Name oder Tracknummer unterscheiden. Alles in allem ein sehr beschränkter Player, der nur grundsätzliche Funktionen bietet aber sich durch die Importpflicht sofort selbst ins Aus schießt. Um den Import zu rechtfertigen, kann er einfach viel zu wenig.

http://amarok.kde.org/de

Amarok ist einer der populärsten Player unter Linux und präsentiert sich schon optisch einiges besser, als so mancher Konkurrent. Allerdings fehlen auch hier sämtliche Funktionen bzgl. dem Erstellen von Audiodaten. Der Zugriff auf lokale Ordner ist auch sehr umständlich nur über das Menü, stattdessen werden seltsamerweise externe Datenträger wie USB Sticks in der linken Leiste angezeigt. Diese müssen allerdings sogar gemountet werden!? Auch wenn es automatisch geschieht bzw. die Laufwerke im System ja bereits gemountet sind, dieses Feature hätte in der Windowsversion nichts verloren gehabt. Auch bei Amarok muss vorzugsweise eine eigene Datenbank angelegt werden, wenn man schnell auf seine lokalen Files zugreifen will. Die Sprache muss manuell eingestellt werden und erfordert einen Neustart, selbst wenn man bei der Installation deutsch vorab ausgesucht hat. Die Darstellungsgröße von Covern ist fix und kann nicht geändert werden. Die Internetradio-Funktionalität ist auf wenige Online-Dienste wie Last FM beschränkt, also keine echten Internetradios a la Shoutcast, jedoch können einzelne URLs hinzugefügt werden. Und immerhin dürfen die Songs von Diensten wie jamendo.com lokal abgespeichert werden. Alles in allem ein netter Player mit mittelmäßigem Funktionsumfang und beschränkten Konfigurationsmöglichkeiten. An Winamp oder Media Monkey kommt er jedoch bei Weitem nicht heran.

www.atunes.org

So, nachdem Banshee und Amarok (für mich) richtiggehende Flops waren, wollte ich doch noch mal aTunes anschauen. Der Name verrät es, iTunes ist das große Vorbild. Leider scheitert es dann tatsächlich auch schon wieder daran, dass man seine Musikordner hinzufügen muss, damit er eine Datenbank erstellt. Ein direktes Zugreifen auf Verzeichnisse ist hier gar nicht möglich! Damit ist auch eine Sortierung nach eigenen Vorlieben ausgeschlossen, da alle Audioordner einfach der Reihe nach alphabetisch angezeigt werden. Immerhin Podcasts und Radio funktioniert einwandfrei. Auch tragbare Geräte werden unterstützt. In der Hinsicht scheint er, im Gegensatz zu Amarok oder Banshee, alle wichtigen Funktionen inkl. grabben von CDs zu haben. Leider scheint es aber keine Skins zu geben und die eigentliche Oberfläche sieht doch etwas sehr spartanisch aus. Aus Geschwindigkeitsgründen(?), die Software rühmt sich für ihren Speed, hakt es jedoch ein wenig bei der Coverdarstellung, wenn Dateien ausgewählt werden. Letztlich gilt also auch hier, geladen, installiert, angeschaut und aufgrund der Einschränkungen wieder von der Platte gefegt. Kleines Ärgernis am Rande: aTunes kommt mit eigenem Uninstaller und lässt sich nicht über die Windows Deinstallation entfernen. Das Programmverzeichnis muss außerdem manuell gelöscht werden.

http://getnightingale.com/ (der quasi Nachfolger von Songbird)

So, kommen wir zu Nightingale, der bietet an, bei der Installation Last FM, Shoutcast und weitere Addins automatisch mit zu installieren. Auch Nightingale ist zunächst auf Englisch, selbst wenn man den deutschen Installer wählt. Um auf Deutsch umzustellen, wird entsprechendes Sprachfile extra runtergeladen und neu gestartet. Ebenso wie bei vielen Konkurrenten soll alles über eine eigene Library laufen, einen direkten Zugriff auf die eigenen Laufwerke bietet die Software in seiner Navigationsleiste nicht, man kann Dateien nur umständlich über das Menü laden. Die Spalten lassen sich beschränkt (nicht frei) in der Größe ändern aber nicht verschieben oder neu anordnen. Die Darstellung des Coverbildes ist entsprechend auf wenig mehr als Thumbnailgröße beschränkt. Ansonsten ist der Umfang typisch und unterscheidet sich nicht weltbewegend von Amarok oder aTunes. Eigentlich netter Player, der aber völlig untergeht, da er sich von den 08 / 15 Mitbewerbern praktisch nicht unterscheidet.

http://www.jaangle.com/

Auch Jaangle habe ich jetzt doch noch mal installiert. Oha, das Ding ist wirklich noch Beta. Es gibt keine Möglichkeit lokale Ordner zu öffnen, wie bei aTunes muss eine eigene Medienbibliothek erstellt werden, um überhaupt was abspielen zu können. Die GUI ist sehr spartanisch, erinnert vom Design her an die ersten Versuche unter Windows 95, als das Thema noch Neuland war. Auch der Umfang steckt noch in den Kinderschuhen. In dieser Form noch weniger empfehlenswert als Banshee.

Ein Player, den ich schon kannte und deswegen nicht noch einmal probierte ist die Media Jukebox von JRiver (www.jriver.com/mj/). Optisch ansprechend, allerdings ebenfalls zum Großteil auf vorab importierte Ordner angewiesen, ist auch hier der Umfang eher Standard. Dennoch macht der Player einen ausgesprochen guten Eindruck, sofern es ausschließlich um eine Wiedergabemöglichkeit geht.

Das Schweizer Taschenmesser der Audioplayer, Foobar 2000 (www.foobar2000.org) habe ich mir gespart, denn ich hatte vor einigen Monaten schon einen kurzen Blick darauf geworfen. Die Einrichtung ist ziemlich kompliziert, da hier jeder nach seinen eigenen Vorlieben konfigurieren darf und soll. Sicher, einen rudimentären Player hat der Musikfreund direkt nach der Installation. Aber praktisch jedwede darüber hinausgehende Funktion muss über Addons nachinstalliert und manuell angepasst werden. Mir persönlich war das einfach viel zu viel Aufwand. Es hätte mich wahrscheinlich Stunden gekostet, wollte ich mir einen Player nach meinem Gutdünken daraus zusammenbasteln.

Als grundsätzliches Fazit bleibt mir zu melden, dass es absolut frustrierend ist, dass kein einziger getesteter Player einfach auf die vorhandene Ordnerstruktur der lokalen Festplatten zugreifen will. Auch Winamp oder Media Monkey bieten ihre eigenen Bibliotheken, doch bleibt diese dort optional, da auch einfach über die Navigationsleiste auf die Verzeichnisse des Systems gelangt werden und die dort programmunabhängig und selbst sortierten Audioverzeichnisse genutzt werden können.

Donnerstag, 21. November 2013

Winamp ist Geschichte

Eine bittere Nachricht für Fans des funktionsstarken Medienplayers Winamp. Der Urvater aller MP3 Player wird eingestampft. Nach knapp 16 Jahren wird die Software nicht mehr weiterentwickelt und auch die Webseite sowie alle diesbezüglichen Dienste sollen abgeschaltet werden. Ein Download der aktuellen Version ist nur noch bis zum 20. Dezember diesen Jahres möglich:

http://www.winamp.com/media-player/de

Donnerstag, 7. November 2013

Lara und Sam spielen Tennis mit den Vollversionen der Spielezeitschriften

Endlich ist auch der letzte Nachzügler mit frischem Spielefutter auf dem Zeitschriftenmarkt eingetrudelt, Zeit also, für die monatliche Bestandsaufnahme. Den Anfang macht die Gamestar 12 / 2013. Sie bietet auf ihrer normalen DVD-Ausgabe das Indy Point & Click Adventure Machinarium aus dem Jahr 2009. Der Titel wird in Deutschland von Daedalic vertrieben und wurde von Amanita Design entwickelt, die sich einen Namen mit künstlerisch anspruchsvollen, zumeist im Browser spielbaren Adventures auf Flash-Basis, wie Samarost gemacht haben. In Machinarium steuert der Spieler einen vielseitigen und irgendwie süßen Roboter, dessen Talente eingesetzt werden müssen, um sich durch zahlreiche Screens zu puzzeln.

Bereits im Jahre 2006 feierte eine der bekanntesten Spiele-Franchises ihr erstes Reboot. Die Rede ist von Tomb Raider. Nach dem desaströsen sechsten Teil Angel of Darkness musste eine Frischzellenkur her, um die inzwischen völlig totgenudelte und technisch katastrophal hinterherhinkende Serie wieder salonfähig zu machen. Mit Tomb Raider Legend gelang dieser erste Neustart auf grandiose Weise. Für viele Spieler ist Legend einer der besten Teile, wenn nicht gar das beste Abenteuer der toughen Archäologin Lara Croft. Optisch damals ein Highlight wurde auch spielerisch so einiges geboten. Zu finden ist Tomb Raider 7 auf der XL Ausgabe der Gamestar. Übrigens, bei dem Spiel handelt es sich mit Sicherheit um eine der am häufigsten wiederkehrenden Vollversionen auf Spielezeitschriften.

Tom Clancy ist tot – es lebe Tom Clancy. Zumindest in seinen Romanen, den Verfilmungen und vor allem auch in zahlreichen Versoftungen bleibt der am 1. Oktober mit nur 66 Jahren verstorbene Clancy vielen Fans in unterhaltender Erinnerung. Eine der populärsten Spieleserien, die unter dem Namen das Erfolgsautors seit Jahren regelmäßig die Charts stürmt, ist Splinter Cell. Auf der DVD der PC Games 11 / 2013 ruht deswegen zurecht mit Double Agent der vierte Serienteil aus dem Jahr 2006. Wurden die neueren Versionen immer actionlastiger, so darf Serienheld Sam Fisher mitsamt seines ikonischen Nachtsichtgerätes, dessen drei strahlend helle grüne Punkte eigentlich jeden Gegner sofort alarmieren sollten, bei Double Agent noch richtig zünftig schleichen.

Bereits seit über einer Woche grase ich die Zeitschriftenläden und die Webseite der Zeitschrift nach der neuen Ausgabe ab. Und endlich liegt die Computer Bild Spiele (CBS) 12 / 2013 in den Regalen. Hat sich das lange Warten gelohnt? Gibt es in diesem Monat zur Abwechslung mal wieder einen echten Spieleknaller? Ich würde die Frage mit einem klaren (oder auch nicht) Jain beantworten. Zunächst wäre da Virtua Tennis 4 zu nennen. Gestartet in den Spielhallen und später dann auf dem Dreamcast galt die Serie zeitweise als beste Tennissimulation auf dem Markt. Zwischenzeitlich musste Sega den Titel dann an Top Spin abtreten. Im Jahr 2011 gelang es dann, auch mangels Konkurrenz, wieder zur alten Form aufzulaufen. Für ein solches Sportspiel am PC ist jedoch unbedingt ein Gamepad anzuraten.

Auf der Gold Ausgabe der CBS lauert mal wieder ein Daedalic Adventure auf unbedarfte Zocker-Gemüter. Harveys neue Augen aus dem Jahr 2011 ist der direkte Nachfolger von Edna bricht aus, dem Überraschungshit der deutschen Adventureszene aus dem Jahr 2008. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Lilli, einer Freundin von Edna, die in einer Klosterschule lebt und dort, was wohl, natürlich mithilfe des Spielers ausbrechen soll. Zu ihrem Pech wurde Ednas Plüschbär Harvey mit hypnotisierenden Augen ausgestattet und Lilli so befohlen, das Gelände des Klosters auf keinen Fall zu verlassen.

Zombies sind (immer noch) in!? Das galt schon 2010, denn damals erschien mit Trapped Dead ein blutiges Action Hack & Slash in „diabolischer“ Iso-Perspektive, den sich volljährige Käufer der CBS herunterladen dürfen. Sofern sie die quasi durchgehend niedrigen Wertungen die das Spiel damals in der Presse kassierte nicht abschrecken.




Donnerstag, 3. Oktober 2013

Zaubernder Dieb schleicht über die Deponie der Affeninsel

spellforce2

Und da sind wir wieder mit einer neuen Ausgabe der Spielevollversionen auf Zeitschriften. Diesmal für den (hoffentlich) goldenen Oktober. Tales of Monkey Island von Telltale ist der inoffizielle fünfte Ableger der populärsten Adventure-Reihe überhaupt. Das Spiel erschien 2009 im Episodenformat, die komplette Staffel gab es ab Ende 2010 komplett auf Deutsch. Die Spielepresse war durchaus angetan, mit Wertungen um 80 Prozent konnte dieser Teil allerdings lange nicht an die überaus erfolgreichen Vorgänger anknüpfen. Zu finden ist die Monkey Island-Staffel auf der Gamestar XL 11 / 2013. Auf der normalen Gamestar mit einer DVD gibt es eine weitere Legende. Der zweite Raubzug von Meisterdieb Garrett erschien im Jahr 2000 hierzulande unter dem Titel Dark Project 2: The Metal Age (Original: Thief II: The Metal Age). Als Grundgerüst diente die Dark Engine, die auch im Klassiker System Shock 2 für ansprechende Grafik sorgte. Da das Spiel auf seinem letzten offiziellen Patch-Stand durchaus häufiger Probleme auf modernen Systemen bereitet, sollten Käufer folgenden Fan-Patch mitinstallieren:

http://95.31.27.16/patches/thief2/fanmade/TafferPatcher/TafferPatcher_TMA_212_beta.exe

Auf der PC Games 10 / 2013 gibt es mit Driver: San Francisco ein wirklich tolles Rennspiel. Der bereits fünfte Teil der Serie erschien Ende 2011 für die noch aktuelle Konsolengeneration und den PC. Wer den Titel auch auf dem Computer mit Gamepad zocken möchte, der benötigt einen Keymapper für sein Steuergerät, da das Game leider mal wieder nicht mit PC Joypads klarkommt, wie ich leidlich feststellen durfte, als ich es mir vor einigen Monaten als Vollversion der Computer Bild Spiele (CBS) 5 / 2013 geholt habe.

Daedalic Entertainment hat sich im deutschen Sprachraum einen hervorragenden Leumund in Spielerkreisen aufgebaut. Einer der Gründe hierfür ist das Point & Click Adventure Deponia, welches im Januar 2012 erschien. Deponia ist ein Müllplanet, um diesem zu entkommen und in der fliegenden Stadt Elysium(!) ein hoffentlich besseres Leben beginnen zu können, muss Held Rufus zahllose Irrungen und Wirrungen überstehen. Zu finden ist der kleine Spielehit auf der CBS Gold 11 / 2013. Mitte 2011 wurde der Shooter Call of Juarez: The Cartel veröffentlicht. Der dritte Teil der Serie verpflanzt die Handlung aus dem Wilden Westen in die Gegenwart. Warum der Titel bei Kritikern und Fans gleichermaßen durchfiel, können Downloader des ab 18 Spieles schnell selbst herausfinden. Spielerisch eine mittlere Katastrophe sorgten auch noch rassistische Inhalte eher für Aufruhr als für Spaß.

Mit mächtiger Verspätung und sechs Jahre nach dem Hauptspiel kam im Juni 2012 endlich das zweite Add-on zu Spellforce 2 mit dem Titel Faith in Destiny auf den Markt. Zu finden auf der Silber-Ausgabe der CBS. Dass bis Anfang dieses Jahres sogar noch weitere DLCs (Downloadable Contents) für so einen alten Titel erschienen, beweist wie hochgeschätzt die Mischung aus Strategie- und Rollenspiel selbst heute noch immer ist.

Mittwoch, 4. September 2013

Mittelalterliche Krähen schreien im düsteren Kommandoton

facenoirDas Point & Click Adventure Face Noir von Daedalic erschien 2012 und zeichnet sich durch seine düstere Atmosphäre aus.

Altweibersommer? Wen interessiert’s, wenn der Computerschirm mit tollen Spielen lockt!? Die Gamestar 10 / 2013 offeriert pünktlich zum achten Teil der Total War-Serie, Rome 2, einen der älteren Vorgänger, genau genommen den vierten Serienteil aus dem Jahr 2006, in der Gold Edition: Medieval 2. Trotz inzwischen altbackener Technik können Strategen hier etliche Stunden drin versinken und versenken. Allerdings gab es schon diverse, teilweise auch wesentlich neuere Episoden der Serie, auf der Gamestar selbst als auch der Konkurrenz aus dem Springer Verlag.

Noch einmal strategisch, allerdings in flotter Echtzeit und mit absolut versprochenem Wuselfaktor und Massenschlachten, wird es bei Supreme Commander 2. Der höchst interessante Titel von 2010 wird mit der PC Games 9 / 2013 ausgeliefert. Der Titel stammt von Gas Powered Games, dessen Gründer Chris Taylor sich einen Namen mit Spielen wie Total Annihilation, Dungeon Siege oder Demigod machte. So gilt Supreme Commander nicht umsonst als inoffizieller Total Annihilation-Nachfolger, einem der Titel die Mitte der 90er im Zuge des Echtzeit-Strategie-Booms, der von Warcraft und Command & Conquer losgetreten wurde, als eine der besseren Alternativen erfolgreich mitschwamm.

Die Computer Bild Spiele (CBS) packt auf die Datenträger der Gold Version ihrer Zeitschrift gleich drei Spiele sowie den üblichen 18er Download. Nur auf der „goldenen DVD“ erspäht der passionierte Rollenspieler Risen, „Zeitschriften nach Vollversion Käufer“ erinnern sich, das Piraten-RPG gab es allerdings bereits auf der PC Games 01 / 2013. Wer den Titel also schon hat, der greift vielleicht zur Silber-Ausgabe. Dort sind Face Noir und der Fluch der Krähe mit von der Partie. Ersteres ist ein klassisches Point & Click Adventure welches in den 1930er Jahren zur Zeit der großen Depression in New York spielt und erst im vergangenen Jahr auf den Markt kam. Das Game zeichnet sich durch seine düstere Atmosphäre aus und heimste auf deutschen Adventure-Seiten Wertungen in den mittleren 70ern ein. Fluch der Krähe ist ein typisches Casual-Knobelspiel nach dem „3 gewinnt“-Prinzip. Ein wahrer Leckerbissen, wie des Öfteren in letzter Zeit, ist der ab 18 Download. Dieses Mal ist es tatsächlich FarCry von Crytech aus Frankfurt. Grafisch ist das inzwischen neun Jahre alte Spiel nämlich gar nicht so schlecht gealtert und wer Ballerfreund ist und es tatsächlich immer noch nicht kennt, der hat hier die Gelegenheit diesen Klassiker endlich nachzuholen.

PS: Wem gefallen eigentlich die „konfusen“ Überschriften, oder auch nicht, die ich neuerdings bei den Artikeln zu den Spiele-Vollversionen so zusammenreime? Ist das lustiger als eine Standardüberschrift oder verwirrt es zu sehr?

Freitag, 16. August 2013

Spannender Skyrim Kurz-Spielfilm

Warialasky kommen aus Utah und machen professionelle You Tube-Videos. Eingefleischten Fans bekannt ist vielleicht ihr spektakulärer Trailer zum "offiziellen Tetris Film". Ihr jüngstes Werk ist auch das wohl bisher aufwendigste Projekt, ein 19-minütiger Fanfilm, der in der Welt von Bethesdas Skyrim spielt. Nach dem eher an ein Musikvideo erinnernden kurzen Clip Modern Dovarkiin und Over-Encumbered, wo die Gewichtsbeschränkung des Inventars auf die Schippe genommen wird, ist Into the Void bereits der dritte Ausflug nach Himmelsrand, den die Truppe unternimmt, und mit Sicherheit die aufgewendete Zeit wert. Die Qualität kann überzeugen, immerhin hoffen die Jungs, irgendwann richtige Spielfilme zu produzieren. Dabei ist anzumerken, dass sie vor über zehn Jahren als Hochzeitsfilmer angefangen haben. Für Technik-Buffs interessant, für die Effekte wurden Adobe After Effects, Adobe Premiere und 3D Studio Max verwendet.

Skyrim: Into the Void

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