Sonntag, 23. August 2015

Buchempfehlungen: Das Schwert der Wahrheit

Lieblingsbücher sind schwer zu fassen, vor allem, da sie sich im Laufe der Zeit immer wieder ändern, in der Regel sind es dann auch eher Lieblingsautoren. Z. B. mochte ich früher gerne die Romane von Marion Zimmer Bradley, heute kann ich mit denen allerdings kaum noch was anfangen.

Als sehr empfehlenswert, wenn auch nicht so leichte Kost, empfinde ich einige Werke von Eric Van Lustbader. Insbesondere zwei Serien. Die Erste ist die Thriller-Reihe um Nicholas Linnear, der Erstlingsband Der Ninja ist ohne Zweifel einer der besten Romane aller Zeiten. Aber auch die Folgebände sind zum Teil sehr gut. Das Zweite wäre die Fantasy-Serie "Der Sonnenuntergangs-Krieger" (Sunset Warrior), deren erste vier Romane ich verschlungen habe: Ronin, Dolman, Dai-San und Moichi. Den Jahre später erschienenen Anschlussband Drachensee kann man sich hingegen auch schenken.

Elric von Melniboné von Michael Moorcock ist ebenfalls eine düstere Fantasy-Saga. Ich kenne nur die ersten sechs Bände aber die haben es in sich. Insbesondere Fans vom Dunkelelfen Drizzt Do'Urden von R. A. Salvatore dürften hier ihren Spaß haben.

Warum ich hier eigentlich schreibe, ich habe eine neue Lieblingsbuchreihe gefunden, die sich bei mir zusammen mit den Harry Potter Romanen aus dem Stehgreif auf Platz 1 meiner „All Time Favorites“ gepflanzt hat. Zwar bin ich erst beim fünften von elf Hauptbänden, es gibt auch noch zwei Spin-offs sowie eine kürzlich gestartete Nachfolgeserie mit derzeit drei weiteren Bänden, von denen ist allerdings glaube ich erst einer auf Deutsch erschienen, dennoch kann ich mich nicht erinnern, jemals so gute Fantasy-Literatur gekostet zu haben. Die Rede ist von Das Schwert der Wahrheit von Terry Goodkind. Qualitativ sowohl inhaltlich als auch vom Schreiben tatsächlich auf einer Höhe mit den Harry Potter Romanen (ab Teil 3, vorher hat Rowling ja noch ein wenig schreiben geübt), nur halt nicht für Kinder und Jugendliche, sondern für Erwachsene. Die Romane sind stellenweise sehr brutal, inhaltlich sehr fies und bieten ständig überraschende Wendungen, die nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern logisch aufgebaut wurden.

Was Das Schwert der Wahrheit, dessen TV Serie Legend of the Seeker fast nichts mit der Buchreihe zu tun hat, deutlich und positiv (meiner Meinung nach) von anderen Reihen wie Das Lied von Eis und Feuer (Game of Thrones) oder gar den typischen Mädchen-Fantasy-Storys mit unglaubwürdiger und langweiliger Lovestory abhebt ist, dass es zwei sehr sympathische Hauptcharaktere gibt und deren Liebesgeschichte nicht so aufgesetzt wirkt. Diese feinfühlige und bedingungslose Liebe zieht sich durch das gesamte Werk, wirkt aber nicht hanebüchen und aus der Luft gegriffen wie bei so vielen anderen Werken, wo sich der Leser zu Recht fragt, wieso sich die beiden überhaupt ineinander verknallen, weil das so völlig schnell und unrealistisch aus der Luft gegriffen ist und sie außer dem gemeinsamen Kampf gegen das Böse eigentlich gar nichts gemein haben und nicht wirklich zusammenpassen. Hier hingegen ist die Liebesgeschichte immer eher zart und tatsächlich romantisch und ein wenig im Hintergrund. Es geht um Vertrauen und Zusammenhalt, Vergebung, Einfühlung und ganz wichtig, Respekt! Um richtige Partnerschaft und nicht bloß um Liebe und Sex. Richard und Kahlan sind ein Paar, das immer wieder um ihre Liebe kämpfen muss, nichts ist selbstverständlich. Es dauert übrigens bis an das Ende von Band 4 (Band 8 alte Zählweise), bis sie sich endlich „richtig“ kriegen.

Diese sympathischen Hauptfiguren, neben Kriegszauberer und Sucher Richard als auch Mutter Konfessor Kahlan sowie die weiteren Hauptfiguren, der Oberste Zauberer Zeddicus Zu'l Zorander genannt Zedd, diverse Mord-Sith wie Berdine und Cara, die Schwestern des Lichts wie Verna und Prälatin Ann, die Schlammmenschen, allen voran Chandelen, erleben alle ihre eigene Entwicklung. Chandelen und Verna insbesondere, sie wandeln sich im Laufe der Zeit von Fieslingen mit unklarer Gesinnung zu Menschen, die in der Lage sind zu lernen und zu begreifen und sich zum Besseren zu wandeln und werden dadurch mit einmal zu wahren Sympathieträgern, deren Schicksale einen mitnehmen. Dies als auch die zarte Liebesgeschichte(n) sind es, die sich so wohltuend von anderer Fantasy wie eben Game of Thrones und selbst einem Herr der Ringe absetzt und Das Schwert der Wahrheit für mich weit vor diese katapultieren. Hier habe ich Figuren, die mir richtig ans Herz wachsen und deren Schicksal mir nahe geht, bei denen ich mitfiebern kann. Ich bin halt irgendwie doch ein alter Romantiker.

Ein paar zwielichtige Gestalten, deren Gesinnung sich der Leser nie sicher sein kein, wie etwa Richards Verwandter der Prophet Nathan oder die Hexe Shota, runden das Angebot an interessanten Figuren ab. Dazu kommen im Laufe der Zeit auch immer mal wieder gute Nebencharaktere, wobei das dann häufig die sind, die dann auch öfter mal über die Klinge springen müssen.

Apropos Sex, erotische Szenen werden in dieser Reihe nur angedeutet aber nie explizit beschrieben. Das Paar fällt sich in die Arme und dann endet der Absatz in der Regel. Auch bei den zahllosen Vergewaltigungen, die Welt von Das Schwert der Wahrheit liegt im Krieg und Armeen überziehen das Land, plündern und brandschatzen ganze Städte, wird ausschließlich das Grauen beschrieben. Das und die Gewalt als auch die zahllosen Folterszenen sind sehr detailliert beschrieben aber eben nicht als effekthascherische Blutorgie, sondern eher von der Gefühlswelt ausgehend. Die eigentliche Gewalthandlung bleibt sogar oft im Hintergrund, durch eine kühle Beschreibung des Vorkommnisses, garniert mit den Emotionen des sie Beobachtenden oder gar selbst Erlebenden wirkt sie unglaublich intensiv. Splatter und Gore entlocken mir in der Regel nur ein Achselzucken. Hier hingegen musste ich so manches Mal schlucken, denn das Kopfkino zusammen mit den beängstigenden Gefühlen wirken einfach sehr tiefgehend.

Bereits vor etlichen Jahren lief die TV-Serie, diese hatte teils wirklich gute Schauspieler, insbesondere Kahlan (Bridget Regan), Zedd (Bruce Spence) und Cara (Tabrett Bethell) waren grandios. Craig Horner als Richard hingegen ist wohl eher Geschmackssache. Ich persönlich konnte mit ihm jedenfalls nicht sonderlich viel anfangen. Leider war die Serie ziemliches Low-Budget, insbesondere bei den Spezialeffekten und den Computergrafiken. Der Pilotfilm der Serie orientiert sich stark am Beginn des ersten Romans. Als ich damals die Buchreihe parallel zur Serie anfangen wollte zu lesen, habe ich den Roman deswegen erst einmal wieder zur Seite gelegt, weil ich dachte, ich kenne alles bereits aus der Serie. Was für ein Fehler!

Nach dem Pilotfilm hat die eigentliche, zweistaffelige Serie mit den ersten beiden Romanen bis auf die grobe Hintergrundgeschichte um Bösewicht Darken Rahl und den Hüter der Unterwelt nämlich überhaupt nichts mehr zu tun. In der Serie reist das Heldentrio bestehend aus Richard, Kahlan und Zedd, später kommt noch Cara hinzu, die in den Büchern allerdings erst ganz am Ende von Band 2 (Band 4 alte Zählung) einmal kurz erwähnt wird und erst in Band 4 (7 und 8 alte Zählung) überhaupt eine nennenswerte Rolle spielt, durch die Midlands und erlebt in jeder Episode ein neues Abenteuer. Bis auf gelegentlich auftauchende Gegenstände und Personen, die wild hineingeworfen und oft aus dem Zusammenhang gerissen sind, haben diese Abenteuer jedoch überhaupt nichts mit den Büchern zu tun. In der Serie nur kurz auftauchende Figuren wie das kleine Mädchen Rachel, die Mord-Sith Denna oder die „Kräuterfrau“ Adie sind in den Büchern Hauptfiguren mit teilweise langen eigenen Handlungssträngen. Alleine der Abschnitt von Richard und Denna ist fast ein viertel Buch lang und umfasst mehrere Hundert (nervenaufreibende) Seiten. Leidig auch, in der Buchreihe entwickeln sich alle Personen nach und nach weiter, nicht nur bei ihren Fähigkeiten sondern auch als Mensch. Davon ist in der TV-Serie praktisch nichts zu bemerken.

Ansonsten nimmt sich die Serie auch noch viele Freiheiten, insbesondere bezüglich der Kultur der Midlands heraus. Im Pilotfilm stimmte es noch, Kahlan trug das weiße Kleid der Mutter Konfessor, ihre Schwester als normaler Konfessor ein schwarzes. In der Serie ist Kahlan dann mit einmal (zunächst) nicht mehr die Mutter Konfessor und fast alle Konfessoren tragen weiße Kleider. In der Romanreihe bestimmt die Haarlänge der Frau ihren gesellschaftlichen Rang. Kahlan als Mutter Konfessor (quasi eine Art Papst) trägt die Haare am längsten, selbst Königinnen tragen es kürzer und selbst Könige verneigen sich vor ihr, wenn sie ihr begegnen. Frauen im normalen Volk tragen ihre Haare kurz, Dienerinnen sind sogar oft geschoren. Wer die Bücher kennt, dem stoßen solche Dinge selbst im Nachhinein ein wenig negativ auf. Aber auch weitere Dinge wie Haar- und Augenfarben von einigen Protagonisten wurden geändert. Bösewicht Darken Rahl ist im Buch ein sehr elegant aussehender blonder Schönling, eigentlich stellt der Leser ihn sich so vor, wie Darsteller Craig Parker als Haldir in der Herr der Ringe Verfilmung direkt schon ausgesehen hat. In der Serie kommt er hingegen als typischer, dunkelhaariger Fiesling rüber.

Aber warum geht es eigentlich in den Romanen? Dies zu erläutern fällt ein wenig schwer, ohne zu viel zu verraten, da die Handlung der Buchreihe aufeinander aufbaut. Die drei Reiche D'Hara, Midlands (ein Zusammenschluss mehrerer Königreiche) sowie die Westlands sind durch magische Barrieren voneinander getrennt. Der Herrscher von D'Hara, Darken Rahl, möchte die Barriere niederreißen und die Herrschaft über alle drei Reiche erlangen. Diese Barriere hat mehrere Effekte, zum einen schließt sie sämtliche Magie aus den Westlands aus, zum anderen stellt sie eine direkte Verbindung in die Unterwelt, in das Reich der Toten, her, dessen Herrscher, genannt der Hüter (sozusagen der Teufel) alles Leben vernichten möchte und auch die normale Welt in sein Reich mit aufnehmen will. Geschaffen wurden die Barrieren vom Ersten Zauberer Zeddicus Zu'l Zorander, der damit verhindern wollte, dass Panis Rahl, Vater von Darken Rahl, die anderen Länder mit seiner Schreckensherrschaft überzieht. Ihm gelang es Panis Rahl zu töten, jedoch vergewaltigte dessen Sohn später Zedds Tochter, welche daraufhin schwanger wurde. Um sie und den ungeborenen Enkel seinem Zugriff zu entziehen, flieht Zedd durch die Barriere nach Westland. Ohne Ahnung von den Geschehnissen der Vergangenheit, noch das Zedd sein Großvater ist, wächst Richard Cypher zusammen mit seinem ehrgeizigen Stiefbruder bei seinem Stiefvater auf und wird schließlich ein Waldführer. Und hier beginnt schließlich die Handlung des ersten Romans.

Darken Rahl gelang es, die Barriere zwischen D’Hara und den Midlands zu schwächen und in diese einzufallen. Mithilfe der drei Kästchen der Ordnung will Rahl gottgleiche Macht erlangen, der Herrscher über Leben und Tod jedes einzelnen Menschen wird. In höchster Not schaffen es die letzten noch lebenden Zauberer der Midlands eine Lücke durch die Barriere in die Westlands zu schlagen, sodass die Mutter Konfessor hindurchschlüpfen und sich auf die Suche nach dem Obersten Zauberer machen kann. Nur dieser kann einen Sucher der Wahrheit ernennen, der laut alter Prophezeiungen als Einziger in der Lage sein könnte, Darken Rahl Einhalt zu gebieten. Allerdings gelingt es auch einigen Häschern des Bösewichts sie zu verfolgen. Ein Quadron D’Haranischer Soldaten ist ihr dicht auf den Fersen. In dieser Situation trifft sie auf Richard, der ihr hilft ihren Verfolgern zu entkommen und sie letztlich zu Zedd bringt. Dieser ernennt daraufhin Richard zum Sucher und überreicht ihm das Schwert der Wahrheit.

Gemeinsam mit Richards Freund Chase, einem Grenzwächter, machen sich die Drei auf, zurück in die Midlands. Dabei werden Chase und Zedd durch eine Berührung mit Wesen in der Barriere in ein Koma geworfen, sodass Kahlan und Richard alleine weiter ziehen und die beiden Freunde bei der Magierin Adie zurücklassen müssen. In den Midlands landen die Konfessorin und der Sucher zunächst in einer kahlen Einöde und treffen dort, abseits der Zivilisation, auf den Stamm der Schlammmenschen, wo sie sich rasch Freunde, allerdings auch einige Feinde machen.

In der Zwischenzeit leidet ein kleines Mädchen Namens Rachel als „Spielgefährtin“ einer verzogenen Prinzessin ihre ganz eigenen Qualen. Mithilfe des letzten noch lebenden Zauberers in den Midlands gelingt ihr schließlich die Flucht – zusammen mit dem dritten Kästchen der Ordnung.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wird Richard von den Mord-Sith gefangen genommen und von seinen Freunden getrennt. Mord-Sith sind grausame weibliche Foltermeisterinnen und gehören zur Leibwache von Darken Rahl. Sie sind nicht nur gegen Magie immun, wenn sie von einem Magier angegriffen werden, erlangen sie sogar die Macht über dessen Kräfte. Als Richard versucht die Magie des Schwertes gegen die Mord-Sith Denna einzusetzen bekommt sie dadurch die Kontrolle über ihn und macht ihn zu ihrem Sklaven. Auf Befehl Darken Rahls züchtigt und vergewaltigt sie den Sucher wochenlang um ihn zu brechen. Denn Darken Rahl weiß inzwischen, dass Richard sein Sohn ist und sein einziger Nachkomme mit der Gabe der Zauberer.

Nach seiner Entlassung aus Dennas Obhut drängt die Zeit, Rahl hat alle drei Kästchen und das finstere Ritual diese zu öffnen steht kurz bevor. Mithilfe des roten Drachen Scarlets kann der Sucher schnell in den Midlands hin- und herreisen und erfährt dabei, dass sein Stiefbruder Michael es war, der ihn an Rahl verraten hat.

Im finalen Endkampf schließlich begeht Richard einen schlimmen Fehler, durch den ein Riss im Schleier zur Unterwelt entsteht. Der Hüter selbst drängt durch diese zufällige Gelegenheit darauf, die Welt der Lebenden in sein Reich einzugliedern. Diesen Fehler wieder auszubügeln, was die Geschehnisse von Band 2 wiedergibt (3 und 4 nach alter Zählung), erweist sich als noch anspruchsvoller als der Kampf gegen seinen Vater, der war immerhin letztlich nur ein Mensch. Der Hüter jedoch hat viele Gefolgsleute, sogenannte Verderbte, Menschen, die ihm ergeben sind und sich auch unerkannt in den eigenen Reihen befinden könnten.

Richard hat beide Seiten der Gabe der Zauberer, von seinem Großvater die additive Magie und von seinem Vater die subtraktive Magie, geerbt, kann diese aber nicht kontrollieren und leidet Höllenqualen, die drohen ihn umzubringen. Die Schwestern des Lichts versprechen Abhilfe, allerdings hat die Sache ein paar Haken. Zum einen liegt ihr Palast des Propheten unter einem Zauberbann der die Zeit verändert, zum anderen ist der Palast von Schwestern der Finsternis unterwandert, die sich dem Hüter verschrieben haben. Außerdem befindet sich der Palast hinter einer weiteren magischen Barriere in der sogenannten Alten Welt. Und diese wird von Kaiser Jagang regiert, einem Traumwandler, der durch seine Macht jeden beliebigen Menschen kontrollieren kann. Sein Ziel ist es nicht nur die Welt zu erobern (mal wieder), sondern auch mithilfe der Imperialen Ordnung alle Magie aus ihr zu tilgen. Einzig Richard als Erbe von Darken Rahl und somit Herrscher von D’Hara, kann sich ihm in den Weg stellen, denn er und sein ihm ergebenes Volk sind durch einen Zauberbann seiner Vorfahren vor der Beeinflussung durch den Traumwandler geschützt. Alte Prophezeiungen drängen Richard und Kahlan Dinge zu tun, die immer aufs Neue einen hohen Preis fordern (ab Band 3, Buch 5 und 6 der alten deutschen Zählweise). Der Kampf gegen die Imperiale Ordnung wird zu einer Lebensaufgabe, deren Finale erst im elften und abschließenden Band der Reihe erfolgt.

Das Schwert der Wahrheit bietet neben vielerlei Anleihen an die reale Geschichte, wie bereits erwähnt ist die Mutter Konfessor eine Art Äquivalent zum Papst, der Lebensborn, der vorgeblich Verderbte jagt, ist nichts anderes als die Inquisition, bei der Hintergrundgeschichte an sich wenig mehr als die übliche Fantasy-Kost des Kampfes zwischen Gut und Böse. Besonders wird die Buchreihe durch die vielen Erlebnisse, intelligenten Wendungen und Kniffe sowie der emotionalen Achterbahnfahrt, die sich der Leser aussetzt, während er den Abenteuern von Richard und Kahlan folgt. Dabei bleibt kaum Luft zum Atmen, ein Ereignis überrumpelt das nächste, und während ein Problem kaum gelöst ist, tauchen am Horizont schon wieder drei neue Bedrohungen auf. Das lässt die Spannung konstant anhalten und macht die Bücher zu einem außergewöhnlichen Erlebnis, sodass ich sie beim Lesen nur ungerne wieder aus der Hand gelegt habe sondern immer wissen wollte, wie es weiter geht.

Dienstag, 11. August 2015

Windows 10: persönliche Eindrücke

Windows 10

Eigentlich bin ich nicht der Mensch, der etwas Neues immer sofort haben muss. Ausgerechnet bei Betriebssystemen sieht die Sache oftmals jedoch ein wenig anders aus. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es insbesondere in den vergangenen 15 Jahren immer relativ lange gedauert hat, bis ein neues Windows erschienen ist. Nachdem ich Windows 8 ausgelassen habe, meine Eindrücke aus der 14-tägigen Nutzung eines Firmenlaptops waren alles andere als positiv, freute ich mich nach nunmehr sechs Jahren dann aber doch, das altehrwürdige Windows 7 endlich mal in Rente schicken zu können. Vorweggesagt, einen wirklichen Grund zum Umsteigen gibt es gerade auf einem Desktoprechner allerdings nicht, es sei denn, als Spieler wird irgendwann DirectX 12 zur Pflicht.

Aus „Sicherheitsgründen“ musste zunächst mein vier Jahre altes kleines Samsung Sens N 145Plus Netbook herhalten. Das Gerät stammt direkt aus Süd-Korea und besitzt eine größere Festplatte als das deutsche Pendant. Außerdem habe ich das RAM von 1 GB auf 2 GB erweitert und das mitgelieferte koreanische Windows 7 Starter wurde damals direkt durch Windows 7 Professional in der 32 Bit Version ersetzt. Angestoßen habe ich das Update mit dem Microsoft Media Creation Tool: https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows10, was supereinfach vonstattenging. Es dauerte auf dem lahmen Gerät mit 1,6 GHz Intel Atom N450 inklusive Download etwa sechs Stunden aber danach funktionierte sofort alles reibungslos. Bei der Geschwindigkeit sowohl beim Booten als auch im Betrieb konnte ich keinen Unterschied zu vorher feststellen, dafür belegte das System erheblich weniger Festplattenplatz als vorher, trotz Sicherung des Altsystems im Ordner Windows.old. Ein Phänomen, welches ich auch auf meinen anderen Geräten mit großem Wohlwollen registriert habe.

Ein kleines Problem tauchte bezüglich der Änderung der Bildschirmhelligkeit auf. Der Regler von Win 10 und der des Notebooks kollidieren irgendwie miteinander, es leuchten beide auf, wenn die FN-Taste gedrückt wird. Dann ist der Windows 10 Regler auf Minimum und der des Netbooks nur einen Balken unter Maximum, sodass sich der Regler nicht verschieben lässt. Auch ansonsten ließ sich in der Systemsteuerung selbst unter den Energiesparoptionen die Helligkeit nicht ändern. Ein ähnliches Problem trat schon unter Windows 7 bei Verwendung des letzten erschienen Grafiktreibers für die Intel HD 3150 GPU auf, die FN-Tasten funktionierten dann komplett nicht. Abhilfe schaffte damals die Nutzung eines älteren Treibers.

Die folgende Installation auf meinem Asus X43S Laptop mit Core i3 CPU und 2,1 GHz Takt sowie 4 GB RAM und Geforce GTX 860m verlief noch problemloser als beim Netbook. Alles funktionierte sofort wunderbar und ohne Einschränkungen.

Mein Eindruck der Grafischen Benutzeroberfläche (GUI) von Windows 10 ist bisher jedoch ein wenig durchwachsen. Zunächst finde ich die neue GUI durchaus recht modern und ansprechend - allerdings mit einigen Abstrichen. An Aero von Windows 7 oder gar Vista kommt das neue Design meiner Ansicht nach letztlich nicht heran. Immerhin gibt es teilweise transparente Fenster und der Look ist relativ modern. Aber es fehlt einfach die Coolness, da alles extrem schlicht gestaltet ist. Die weißen oberen Taskleisten von Fenstern sind außerdem ein Totalreinfall, sie liefern einen so extrem krassen Kontrast zum restlichen Design, das tut richtig in den Augen weh, weil sie so grell strahlen. Auch die neuen Menüs für die Einstellungen sind mir mit ihrem Dunkelgrau auf Hellgrau einfach ein wenig zu schlicht und bieten daneben noch Anlass zu weiterer Kritik.

Die neue Windows 10 Oberfläche fühlt sich nämlich nicht selbstständig und wie aus einem Guss an, sondern vielmehr wie ein grafischer Aufsatz, der einfach über Windows 7 drübergestülpt wurde (Win 7 und nicht 8 wohlgemerkt). Ich habe nicht schlecht gestaunt, ein Großteil der Win 7 Systemsteuerungseinstellungen sind noch vorhanden. Allerdings gibt es einige davon auch in 10er Form, also oftmals doppelt. Beim Aufrufen von msconfig.exe wird das Win 7 Programm anstandslos gestartet, geht man dann aber auf den Karteireiter „Autostart“ steht dort schlicht ein Hinweis, dass Autostarts jetzt im Taskmanager konfiguriert werden. Wieso gab es diesen Karteireiter dann überhaupt noch? Und diese Win 7 Überbleibsel trifft man halt an allen Ecken und Enden. Dadurch fühlt sich Win 10 einfach nicht richtig an, nicht eigenständig, eben baustellenmäßig.

In den neuen Windows 10 Einstellungen müssen jetzt, wie inzwischen bei Android und Co üblich, Änderungen nicht mehr extra mit „Übernehmen“ und / oder „Okay“ bestätigt werden, sie gelten einfach. Eigentlich eine gute Sache, subjektiv gefühlt fehlt mir aber die Sicherheit, ob meine Änderungen wirklich übernommen wurden und ob ich sie einfach wieder rückgängig machen kann.

Etwas nervig empfinde ich den Log-in. Alle meine Rechner zu Hause haben schlicht das gleiche Log-in-Passwort. Beim ersten Start musste ich das auch hier normal eingeben. Dann habe ich aber im System ein Microsoft-Konto aktiviert. Ist dieses aktiv, erfolgt das Einloggen ab dem nächsten Neustart des Systems dann mit diesem „E-Mail“-Account, außerdem erscheint nach dem Booten erst eine Art Bildschirmschoner, der zunächst weggedrückt werden muss, bevor das Passwort eingegeben werden kann. Alles in allem empfinde ich diese Lösung als ein wenig ungünstig. Bei mehreren Nutzern, etwa in Familien oder Firmen, ist es so nämlich absolute Pflicht, dass jeder sein eigenes Konto nutzt, auf einem Rechner also in jedem Fall mehrere Konten angelegt werden müssen. Das „Microsoft“-Konto ist kein Muss, aber ohne funktionieren halt die ganzen neuen (Web-) Features wie OneCloud, Cortana, XBox oder auch der Shop nicht. Neu installierte Apps tauchen bei mir im Startmenü übrigens nicht sofort auf, sondern erst nach vielen Minuten.

Ein paar Kleinigkeiten noch, das neue Startmenü finde ich durchaus als angenehm. Cortana bzw. die Suchleiste sind aus dem Startmenü in die normale Taskleiste gewandert. Gerade bei kleinen Schirmen wie meinem Netbook mit seinen 1024 x 600 Pixeln bleibt da jedoch nicht viel Raum. Auch würde ich gerne die Einträge bei Cortana, wie Essen & Trinken etc. komplett löschen und nicht nur deaktivieren können. Generell scheint die Suchleiste übrigens schneller im Internet etwas zu finden als auf dem heimischen Computer, auch das stört mich persönlich ein wenig, da Suchtreffer im Web schnell fast das gesamte Fenster einnehmen und der lokalen Suche nur ein oder zwei Zeilen bleiben. Das „Ding“ dabei, wenn ich in der Suchleiste tippe, dann in der Regel, weil ich ein bestimmtes Programm oder eine spezielle lokale Datei suche und aufrufen will. Will ich hingegen im Internet etwas suchen, dann nehme ich sowieso den Webbrowser. Apropos Webbrowser, Edge lief schnell und stabil, erinnert mich allerdings ziemlich an Chrome. Nur wo Chrome halt die Google-„Verdongelung“ hat, hat Edge eben Microsoft. Weiß nicht, ob ich diesen Trend gut finden soll, selbst bei Mozillas Firefox ist das inzwischen ja nicht viel anders.

Während das Update von Windows 7 auf meinem Netbook von Win 7 Pro 32 Bit und Notebook von Win 7 Home 64 Bit absolut einwandfrei und problemlos funktionierte, sah es auf dem Desktop PC mit Win 7 Pro 64 Bit völlig anders aus. Bei den ersten beiden Versuchen einfach ein Update drüberzuziehen funktionierten anschließend unter Win 10 weder das Startmenü noch das Sucheingabefeld oder Cortana. Auch Apps gingen nicht. Beim dritten Anlauf hat die Installation dann die Hälfte meiner Anwendungsprogramme geschrottet. Daraufhin entschloss ich mich zu einer Formatierung der Systemplatte, einer 120 GB SSD, und kompletten Neuinstallation von einem USB-Stick. Dabei trat auch ein Problem wieder auf, das ich vorher bei den Updates schon ständig hatte, nach einigen Minuten wurde der Bildschirm schwarz und ließ sich auch nicht mehr einschalten, sobald die Grafik in voller Bildschirmauflösung, also 1080p, lief, was beim Upgrade halt der Ausgangszustand war. Scheinbar hat der bei der Installation verwendete eigene Microsoft Grafiktreiber erhebliche Probleme mit meiner AMD Radeon HD 6770.

Auch gab es diesmal ein paar weitere kleinere Treiberprobleme. Nach dem Update funktionierte meine zusätzliche USB 3.0 Karte problemlos, nach der kompletten Neuinstallation musste ich zunächst jedoch die alten Herstellertreiber von Windows 7 neu einspielen, damit die Geräte auch tatsächlich mit USB 3.0 Geschwindigkeit liefen. Berüchtigt ist auch das Treiberproblem bei Creative Soundkarten. Mit meiner Soundblaster X-Fi Gamer funktioniert dieser Treiber zum Glück jedoch hervorragend: http://www.chip.de/downloads/Creative-Soundblaster-Windows-10-Treiber-SB-X-Fi-Series-Support-Pack-Inoffiziell_81584996.html

Nach der kompletten Neuinstallation fielen mir dann plötzlich sehr viele Dinge auf, die mir nach dem Update nicht aufgefallen waren, weil Windows 10 dort die Einstellungen von Windows 7 übernommen hatte. Als Erstes der Abstand der Icons auf dem Desktop, dieser ist nämlich riesig, wirklich geradezu abnorm gewaltig! Was Microsoft sich dabei gedacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. Jetzt kommt aber der Hammer: Bei Windows 7 konnte man den horizontalen und vertikalen Abstand bequem in den Anzeigeeinstellungen ändern. Bei Windows 10 geht das nicht! Man muss die Werte manuell in der Registry eintragen. Als Alternative habe ich ein kleines Tool gefunden: http://www.downloadinformer.com/2012/08/desktop-icons-spacing-controller.html. Der Nachteil an diesen beiden Lösungen, man muss den Rechner neu starten, um Änderungen zu sehen. Das heißt, es ist einiges an Probieren notwendig - und sehr viele Neustarts - bis die Abstände dem eigenen Geschmack entsprechen. Nett hingegen, mit gedrückter STRG-Taste und dem Mausrad lassen sich die Icons auf dem Desktop sehr einfach beliebig in der Größe ändern.

Ein weiteres derzeit noch ungelöstes Problem bei mir betrifft das Heimnetzwerk. Bisher konnte ich mich mit dem sauberen Windows 10 schlicht nicht einklinken. Trotz aller gesetzten Freigaben weigert sich mein PC, sich mit den anderen Rechnern zu verbinden, bzw. wird der Desktop-PC schlicht nicht im Netzwerk angezeigt. Bei den anderen Windows 10 Rechnern, die durch das Update liefen, funktionierte dies sofort problemlos. Auch mit dem Android Tablet komme momentan nicht mehr über WLAN auf den PC. Es kommen auch Fehlermeldungen, dass irgendwelche Netzwerkdienste nicht gestartet werden konnten. Hier muss ich wohl noch einiges an Arbeit und Nerven investieren. Nach dem Erstellen einer neuen Heimnetzgruppe auf dem Notebook konnte ich dieser immerhin mit dem Desktoprechner beitreten, allerdings habe ich dadurch immer noch keine Möglichkeit auf die einzelnen Partitionen des jeweils anderen Rechners zuzugreifen, in der Heimnetzgruppe sind nur die freigegebenen Benutzerordner verfügbar.

Ebenso unausgegoren, ich benutze als Desktophintergrund einen Bilderordner mit eigenen Wallpapern. Die Bilder sollen als Diashow in zufälliger Reihenfolge abgespielt werden. Bei den zwei portablen Rechnern kein Problem, das geht wohl automatisch von früher. Bei dem PC mit dem neuen Windows gibt es aber keine Möglichkeit eine zufällige Wiedergabe einzustellen, er spielt die Fotos stur der Reihe nach runter. Dämlich! Bei mehreren Monitoren werden auf jedem unterschiedliche Hintergrundbilder angezeigt, was sich aber nicht ändern lässt, wenn das nicht gewollt ist. Zwiespältig, mir gefällt’s, aber die Wahl zu haben wäre dennoch wünschenswert. Super hingegen, auch auf den anderen Monitoren lässt sich endlich bei Bedarf die Taskleiste einblenden.

Schwach finde ich wiederum die lange geforderten und endlich implementierten virtuellen Desktops. Für mich würden die nur Sinn machen, wenn es wirklich eigenständige Desktops wären, auf denen z. B. auch Verknüpfungen und Ähnliches abgelegt werden können, tatsächlich sind es aber nur Klone des Hauptdesktops die sich nicht ändern lassen. Sie machen hier also nur Sinn, wenn viele Programme, also mind. zwei je Desktop, immer gleichzeitig geöffnet sein sollen. Für mich eine sinnlose Funktion, da man vorher auch schon problemlos mit ALT und TAB zwischen den Anwendungen hin- und herschalten konnte. Jetzt können dadurch halt mehrere Anwendungen gleichzeitig in den Vordergrund geholt werden, mehr nicht. Vielleicht unter Umständen marginal interessant für Leute, die keinen zweiten Monitor besitzen.

Auf dem potenten Desktop PC mit Core i5 und 3,4 bis 3,8 GHz sowie 16 GB RAM machen sich ansonsten, wie schon auf dem schwachen Netbook, keine Geschwindigkeitsunterschiede zu Windows 7 bemerkbar. Erheblich profitiert hat hingegen das Notebook, welches nicht nur erheblich schneller hochfährt, sondern sich auch beim Starten von Anwendungen flotter anfühlt.

Viel gemeckert wird im Netz über fehlende Programme. Tatsache ist, wie schon bei Windows 7 und 8 lassen sich diese problemlos und kostenfrei nachinstallieren: http://windows.microsoft.com/de-de/windows-live/essentials. Bei den Windows Essentials handelt es sich um die Version von Windows 8 aus dem Jahr 2012, dort enthalten ist etwa Windows Live Mail, ein entgegen seinem Rufes sehr gutes E-Mail Programm, sowie der Movie Maker oder die Fotogalerie. Auch der altbekannte Medienplayer ist unter Windows 10 enthalten. Damit dieser, falls im Falle einer Neuinstallation nicht von Haus aus möglich, wieder DVDs abspielen kann, ist es problemlos möglich sich einen Codecpack herunterzuladen, was ohnehin ratsam ist, für den Fall, dass mal ein „exotisches“ Format abgespielt werden soll: http://www.chip.de/downloads/K-Lite-Mega-Codec-Pack_23300451.html. Das Problem mit der DVD-Wiedergabe hat rein lizenzrechtliche Gründe. Für jedes verteilte Windows müsste Microsoft sonst Gebühren zahlen. Aus dem gleichen Grund gibt es auch auf vielen anderen Systemen keine Möglichkeit von Haus aus DVD-Filme abzuspielen. Von Blu-rays müssen wir da erst gar nicht anfangen, alle offiziellen Player kosten Geld, die kostenlosen funktionieren zumeist nicht nur nicht richtig, sondern befinden sich letztlich auch in einer rechtlichen Grauzone.

Grundsätzlich ist Windows 10 ein gutes System, so mein Fazit. Aber im Vergleich zu Windows 7 ist es derzeit noch eine extreme Baustelle, wo sehr viele Funktionen schlicht fehlen. Vieles was aus der alten Systemsteuerung entfernt wurde ist in der neuen noch nicht implementiert. Der Schwachsinn mit den zwei verschiedenen Systemsteuerungen und ihren teilweise doppelt vorhandenen Funktionen ist ohnehin ein schlechter Scherz. Dafür läuft das System stabil und mindestens genauso flüssig wie Windows 7, je nach Rechner könnte es sogar einen spürbaren Leistungsschub geben. Was ich mir wünschte, wäre das Verschwinden aller Windows 7 Überbleibsel und deren Integration in die neue Oberfläche, damit sich das neue Betriebssystem wirklich einheitlich anfühlt und bedienen lässt. Außerdem sollten die bereits aus der Windows 7 Systemsteuerung gestrichenen Funktionen unbedingt wieder in das System eingebaut werden, denn dessen Fehlen empfinde ich teilweise als geradezu schmerzhaft, vor allem bei elementaren Funktionen wie der zufälligen Wiedergabe einer Diashow.

Überblick über die Vollversionen im August

Wegen Urlaub und diverser Probleme mit meinem Desktop PC, dessen Gehäuselüfter ausgerechnet bei diesen aktuellen Temperaturen von über 30 Grad den Geist aufgab sowie ein wenig Terror mit der neuen Windows 10 Installation, kommt die Vorstellung der Vollversionen auf Spielezeitschrift in diesem Monat ein wenig später und deswegen auch kürzer als normalerweise.

- Assassin’s Creed – Liberation HD - Computer Bild Spiele Gold 09/15
Eine Umsetzung des Playstation Vita Originals mit einer Heldin, dessen Handlung zur Zeit von Assassin's Creed III spielt.

- The Raven – Vermächtnis eines Meisterdiebs - Computer Bild Spiele Silber 09/15
Durchschnittliches Point & Click Adventure mit einer an typische Agatha Christie Romane angelehnten Handlung.

- Splinter Cell – Blacklist - Computer Bild Spiele Gold 09/15
(ACHTUNG: da ab 18 nur als Download zwischen 23 und 6 Uhr)
Siebter und aktuellster Teil der Schleich-Action-Reihe aus dem Jahr 2013 mit schöner Inszenierung und hohem Spaßfaktor.

- Rayman Origins - PC Games Hardware 09/15
Absolut geniales Cartoon Jump & Run aus dem Jahr 2011 - durchaus bereits ein zeitloser Klassiker.

- Hegemony: Rome - PC Games Hardware 09/15
Historisches Strategiespiel, siehe PC Games vom Vormonat.

- Das Schwarze Auge: Demonicon - PC Games Extended 08/15
Nettes kleines deutsches Rollenspiel aus dem Jahr 2013, kein Hit aber auch kein Totalausfall. Fans des Genres können mal einen Blick riskieren. Ich hatte durchaus Spaß mit dem Spiel (muss es allerdings endlich mal weiterzocken).

- Grand Ages: Rome - Gamestar XL 08/15
Leicht angestaubte Aufbau-Strategie aus dem Jahr 2009.

Samstag, 4. Juli 2015

Aktuelle Spiele auf Zeitschrift und im Sonderverkauf

Der Ventilator läuft bei 38 Grad auf vollen Touren, auf meinem PC können Spiegeleier gebraten werden, und wenn ich nach draußen gehe, dann werde ich selbst gut durchgekocht. Ideales Wetter also, um sich ein schattiges, gut klimatisiertes Plätzchen zu suchen und ein spannendes Buch zu lesen … äh Moment, ich meinte natürlich ein tolles Computerspiel zu zocken. Und das bringt uns dann auch gleich zu den Vollversionen auf den Datenträgern der aktuellen Computerzeitschriften.

Den Anfang macht wie üblich die Gamestar 7 / 2015. Diese bietet mit Das Schwarze Auge: Blackguards einen recht aktuellen Vertreter aus dem populären Retrogenre der Rundenstrategie, gemischt mit einer deftigen Würze Rollenspiel. Hübsche Grafik, allerdings technisch nicht sonderlich aufregend, Städte sind zum Beispiel schlichte Standbilder, und eine neugierig stimmende Verschwörungsgeschichte bilden das Grundgerüst für eher laue Hexfeldkämpfe, so jedenfalls meine Meinung, bin aber ohnehin nicht so der Hexfeldgeneral. Dennoch gefällt mir das Spiel und ich starte es alle paar Wochen mal wieder, um irgendwann vielleicht doch noch das Ende zu erreichen. Der Titel erschien erst im Januar 2014, eine leicht verbesserte Fortsetzung kam bereits exakt ein Jahr später.

Auf der PC Games Extended finden sich im Juli gleich zwei Vollversionen. Zunächst wäre da Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs. Der sechste Hauptteil der Serie erschien bereits 2007 und war auch schon häufiger auf Zeitschrift zu finden. Hegemony: Rome, gemeint ist wohl Hegemony Rome: The Rise of Caesar, erschienen im März 2014, richtet sich mit seiner eher schlichten Grafik vornehmlich an Hardcorestrategen, die gerne in geschichtlichen Szenarien große Armeen befehligen. Die Schwesterzeitschrift PC Games Hardware 8 / 2015 liefert mit Risen 2: Dark Waters wie üblich die Vollversion der PC Games des vergangenen Monats.

Alte Fans fassen es nicht mit der Kneifzange an, wer aber jünger ist oder mit den damaligen Teilen nichts anfangen konnte (Letzteres trifft auf mich zu), für den ist das aktuelle Thief ein grafisch opulentes Action-Adventure mit durchaus spannender Story und Schleicheinlagen, wobei sich dessen Komplexität im hervorragenden Optionsmenü den eigenen Wünschen und Vorstellungen von „Spielfigur wird quasi nie entdeckt“ bis „einmal Atmen und der Held hat die gesamte Stadtwache am Hintern kleben“ frei konfigurieren lässt. Zu finden ist das Game aus dem Jahr 2014 auf der Computer Bild Spiele (CBS) 08 / 2015. Außerdem dabei ist mit Codename Panzers: Cold War der dritte Teil der Panzer-Strategie aus dem Jahr 2009, der sich um einen fiktiven Konflikt zwischen den USA, NATO und dem Warschauer Pakt dreht, die im geteilten Deutschland aufeinanderstoßen. Die Grafik riss damals schon keine Bäume aus, heute wirkt sie völlig veraltet. Zum Zeitpunkt seines Erscheinens war das Spielkonzept selbst dann auch schon zu abgegriffen, könnte heutzutage allerdings durchaus wieder zünden. Die 18er Vollversion ist wiederum ein abgedrehtes, durchgeknalltes Feuerwerk der Extraklasse. Viele Fans halten ihn für den besten Teil der Serie. Die Rede ist von Saints Row: The Third. Ein Open World Gangsterspektakel, das sich durch seinen Irrsinn wohltuend vom ernsten Vorbild Grand Theft Auto abhebt.

Auch im Internet lauern noch einige richtige Spieleschnäppchen auf sammelfreudige Sparfüchse. Auf humblebundle.com gibt es zum Beispiel immer noch das Borderlands-Bundle. Beide Teile der populären Ballerserie gibt es ab etwa 7,50 Dollar inklusive diverser DLCs. Wer das Komplettpaket inklusive Borderlands 2 Season Pass haben möchte, der muss mit rund 15 Dollar allerdings schon erheblich tiefer in die Tasche greifen. Im Weekly-Bundle wiederum ist neben jede Menge Füllmaterial derzeit Trine 2 für knapp über 4 Dollar enthalten. Derzeit läuft außerdem der DRM-Free Sale mit einigen interessanten Spielen. Darunter etwa Baphomets Fluch 5 für 5,74 Dollar oder Deponia 1 für 99 US-Cent.

Bei indiegala.com lauert im Friday-Special-Bundle zwischen jeder Menge anderer uralter Klassiker wie Gunship, Bloodnet oder Slave Zero auch das brandneue Action Jump & Run Woolfe – The Red Hood Diaries für 3,19 Dollar. Woolfe sieht meiner Ansicht nach richtig lecker aus. Im Every-Monday-Bundle wiederum locken für 2,99 Dollar acht japanische Titel. Von der Visual Novel über das 16-Bit-JRPG, bis zum traditionellen Weltraum Shoot ‘em up ist hier alles vertreten. Für 1,49 Dollar gibt es im Store außerdem die Dracula Trilogy, alle drei Point & Click Adventures aus den 90ern, die damals so ein wenig als Geheimtipp galten.

Beim Einkauf auf amerikanischen Webseiten gilt zu beachten, dass die Preise beim Bezahlen in Euro umgerechnet werden aber teilweise noch Steuern dazukommen, sodass die Zahlen in Euro letztlich oft nicht viel günstiger sind als die angegebenen Dollarpreise.

Samstag, 6. Juni 2015

Echte Highlights und viele Neuigkeiten

wallpaper-3-Clear-Sky

Da sich auf meine Frage bezüglich der Ausrichtung in der Zukunft im vergangenen Monat alle recht einig waren, dass diese Serie weiter bestehen bleiben sollte, kommt hier auch schnurstracks die aktuelle Folge. Ergänzen werde ich die Artikelreihe, wie gelegentlich in der Vergangenheit schon geschehen, um besondere Deals und Downloadangebote im Internet. Als kleiner Bonbon wartet am Ende auch noch ein eigener Game-Giveaway auf meine werten Leser.

Nach einigen sehr mauen Monaten hat mich außerdem das Angebot bei den Vollversionen zum deutlich spürbaren Beginn dieses Sommers ziemlich überrascht. Nicht alle Titel sind zum ersten Mal auf einer Spielezeitschrift aber generell ist die Ausbeute überraschend hochwertig. Aber fangen wir klein an …

Auf der Gamestar XL 6 / 2015 lauert Dungeons, das Spiel von Kalypso wollte im Januar 2011 in die Fußstapfen von Dungeon Keeper schlüpfen. Mehr als ein kleiner Achtungserfolg kam damals jedoch nicht dabei heraus. Darbende Fans, denen die grausliche Mobilverwurstung von Dungeon Keeper noch immer Sodbrennen bereitet, könnten hier zumindest ein klein wenig Linderung verspüren, denn ein Totalausfell ist der Titel nun beileibe auch nicht.

Risen 2 – Dark Waters ist nicht nur der zweite Teil der inoffiziellen Nachfolgeserie von Gothic, sondern wahrscheinlich auch der beste Teil der Trilogie. Die PC Games offeriert das Spiel auf ihrer Ausgabe 6 / 2015, nachdem es bereits vor einem halben Jahr auf der Computer Bild Spiele (CBS) 12 / 2014 zu haben war. Leider handelt es sich auch hier wieder nur um die Standardversion ohne die Gold-Inhalte. Diese waren damals übrigens schon ursprünglich auf der Spieledisk mit enthalten und ließen sich mit einem kleinen Trick freischalten.

Die PC Games Hardware 7 /2015 macht es sich wieder einmal einfach, hier gibt es Might & Magic: Heroes 6, welches erst im vergangenen Monat auf der PC Games zu finden war.

Die CBS 7 / 2015 wartet gleich mit drei hervorragenden Spielen auf. Als „Hauptspiel“ wird das ein klein wenig unterschätzte RPG Two Worlds 2 angepriesen. Der Titel war auch fast zwei Jahre nicht mehr auf einer Spielezeitschrift, zuletzt auf einem Sonderheft der PC Games. Der zweite Titel ist das alleine lauffähige Addon zum XBox 360 Vorzeigetitel Alan Wake. American Nightmare gab es allerdings erst im März auf der Gamestar.

Der ab 18 Download hingegen ist in diesem Monat eine echte Granate. Killer is Dead ist ein abgedrehtes japanisches Actionspiel von Grashopper Manufacture und dem berüchtigten Gamedesigner Suda 51. Bekannte Spieleklassiker dieser Macher sind u. a. Killer 7, No more Heroes, Shadows of the Damned oder Lollipop Chainsaw. Dabei gilt eindeutig die Prämisse, entweder man liebt diese abgefahrenen Storys und die extrem stilistische Grafik oder man hasst sie. Ich gehöre auf jeden Fall zur ersten Fraktion und durfte erfreut feststellen, dass die Nightmare Edition auf PC, die bereits sämtliche DLCs der Konsolenfassungen enthält, sich mit Maus und Tastatur nach meinem Empfinden sogar erheblich besser als mit Gamepad steuern lässt – eine echte Seltenheit bei Konsolenportierungen. Die Geschichte dreht sich um einen durch bionische Körperteile aufgerüsteten Auftragskiller, der sich durch jede Menge abgefahrener Szenarios und Ungeheuer schlachten darf. Gleich am Anfang warten etwa ein Haus voller riesiger Süßigkeiten im Stil von Alice im Wunderland und Maurits Cornelis Escher oder eine Luxusvilla auf dem Mond. Zwischen den Einsätzen gilt es in einem infantilen Minispiel diverse Damen zu becircen, die einem bei Erfolg neue Tötungswerkzeuge überreichen. Kleine Anmerkung: Die Geschichte ist so abgedreht, dass der zugehörige Wikipedia-Artikel bezüglich des Settings leider völlig falsch ist.

Auf eine besondere Neuerung bezüglich der ab 18 Spiele auf der CBS bin ich bisher noch nicht weiter eingegangen, da ich es vor zwei Monaten für eine Ausnahme hielt. Inzwischen scheint es jedoch so, als wäre die Authentifizierung mittels Post Ident endlich Geschichte, stattdessen bekommen die Leser den Download- oder Spielecode mithilfe des Aktionscodes auf dem Datenträger nur noch zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens auf der Webseite angezeigt. Ich bin ja generell schon sehr gespannt, was uns das neue kommende Jugend-Medienschutzgesetz alles bringen mag, angedacht sind ja Altersverifizierungen und –Einstufungen für jede einzelne Webseite, was an Lächerlichkeit und Weltfremdheit kaum zu überbieten wäre.

Auch in den Spiele-Downloadstores tut sich derzeit einiges. Bei gog.com läuft noch bis zum Sonntag, 21. Juni, der Summer-Sale mit täglich wechselnden Bundles, heute etwa Baphomets Fluch 1 – 5 für 12,25 Euro. Ich selbst habe mir vor einigen Tagen die Y’s Serie dort gegönnt, bestehend aus Y’s 1 und 2 sowie Origin und Oath in Felghana. Ein wenig stöbern lohnt sich, nicht nur wenn es um Spieleklassiker geht. Auch bei Steam beginnt am Donnerstag, 11. Juni, der große Sommerverkauf, dieser läuft bis zum Sonnabend, 20. Juni und wird wieder mit vielen, vielen Schnäppchen aufwarten.

Freunde von hirnloser Spektakel-Ballerei bekommen derzeit bei Indiegala.com für 3,99 Dollar ein riesiges Painkiller-Bundle bestehend unter anderem aus Painkiller Black Edition, Overdose, Redemption, Recurring Evil und Resurrection.

Diese Ausgabe der monatlichen Vollversionen und Budgetschnäppchen schließt mit einem privaten Giveaway. Zu gewinnen gibt es einen Good old Games Key für S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky. Teilt mir einfach mit, wenn Ihr Interesse an dem Titel habt. Vergeben wird der Key nach dem Zufallsprinzip.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Wechsel von Spielen auf Zeitschrift und hin zu online?

So langsam stelle ich mir die Frage, ob es sich noch lohnt, diese Serie mit den Vollversionen auf Spielezeitschriften fortzuführen? Ich selbst habe seit Monaten keine einzige Zeitschrift mehr erwerben müssen, weil es schlicht nichts gab, was ich unbedingt hätte „abgreifen“ wollen. Um ein Spiel dieses Monats als Beispiel vorwegzunehmen, Tropico 4, das habe ich, obwohl ich es gar nicht speziell wollte, schon vor einiger Zeit in einem Bundle mitbekommen und nur wenige Wochen davor auch den recht identischen Vorgänger umsonst bei einer Aktion. Ist es also an der Zeit nach nunmehr fast sechs Jahren, welche ich diese Serie führe, zu einem Paradigmenwechsel? Vielleicht hin zur regelmäßigen Vorstellung neuer Spielepakete auf Humble Bundle, Indie Gala oder Bundle Stars sowie der Aktionen von Good old Games, Origin oder Steam selbst? Was denken meine werten Leser? Kauft ihr noch Spielezeitschriften wegen der Vollversionen oder eigentlich gar nicht mehr?

Es sei, wie es sei, kommen wir dennoch zu den Games des aktuellen Monats auf Zeitschriftendatenträger. Zum 25-jährigen Jubiläum der Serie erschien im Oktober 2011 Might & Magic: Heroes 6. In rundenbasierten Kämpfen geht es darum, die Weltkarte aufzudecken und mit seinen Fantasiekreaturen zu erobern. Den Titel finden Interessierte auf der PC Games 5 / 2015.

Das bereits erwähnte Tropico 4 ist der noch aktuelle Teil der spaßigen Handels- und Aufbausimulation und erschien ebenfalls 2011. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Regenten auf einer Karibikinsel und muss seine Bananenrepublik zu Wohlstand und Reichtum führen. Tropico 4 gibt es heuer auf der Gamestar 5 / 2015.

Die PC Games Hardware 6 / 2015 wendet sich diesmal an typisch deutsche Kunden. Mit Emergency 2013 wird der Alltag von Feuerwehr, Polizei oder Notdienst nachgespielt. Die Serie erschien erstmals 1998 und wurde damals ein absoluter Überraschungshit. Der aktuell siebte Teil hingegen wurde von Kritikern wegen zahlloser Bugs vernichtend beurteilt. Emergency 2013 ist der Ende 2012 erschienene vorletzte Ableger und auch bei dem wurde schon erheblich die Qualität kritisiert, jedoch können leidensfähige Fans, und wer sonst sollte freiwillig solche Einsätze nachspielen wollen …, damit sicherlich ihren „Spaß“ haben. ;)

Die Computer Bild Spiele 6 / 2015 konzentriert sich diesen Monat voll auf klassische Spielkonzepte. Mit Port Royale 3 wird eine Wirtschaftssimulation aus dem Jahr 2012 geliefert, in der es darum geht mit seinen Schiffen Handel zu treiben, ganz wie anno dazu Mals bei Der Patrizier oder Hanse. Bei Munin von Daedalic und Gojira aus dem vergangenen Jahr schlüpft der Spieler in die Rolle von Göttervater Odins gleichnamigen Raben und muss durch hübsch gezeichnete Bildschirme in dem Plattformhüpfer laufen, springen und sich durch zahlreiche Rätsel knobeln, um seine Flügel wiederzuerlangen. Rochard aus dem Jahr 2012 wiederum verwendet die aus Half Life 2 bekannte Gravity Gun in einem bunten 2,5D Sidescroll-Actiongame, in dem der Spieler nur weiterkommt, wenn er auf kluge Art und Weise mit seiner Kanone die Physikspielereien löst. Der ab 18 Titel ist Hitman Absolution, dem neusten Teil der Serie, der insbesondere durch die Darstellung von Menschenmassen auf sich aufmerksam machte und auch heute kaum gealtert erscheint.

Mittwoch, 15. April 2015

Bundle mit drei großen Rollenspielen zum Sparpreis

Es gibt für kurze Zeit ein brandneues Humble Bundle mit sehr schönen Rollenspielen. Dabei sind etwa Dragon Age: Origins und Dragon Age 2 sowie Mass Effect 2. Andere Spiele sind Dead Space 2, Command & Conquer - Generals, Plants vs. Zombies: Garden Warfare oder der Medal of Honor Allied Assault Warchest (Hauptspiel plus Addons) sowie noch einiges an Kleinkram wie Peggle und Bejeweled 3. Weitere Titel sollen folgen.

Der Preis für das gesamte Bundle liegt bei knapp unter 5 Euro! Von der Summe geht kein einziger Cent an EA, alles wird gespendet bzw. kann man auch ein wenig an Humble Bundle geben. Kleiner Wermutstropfen für einige dürfte sein, dass nur einige der Spiele (zusätzlich) auf Steam laufen, für den Großteil wird Origin benötigt. https://www.humblebundle.com/

Dienstag, 7. April 2015

Viele französische Games als Vollversionen

Der Retro-Boom stand 2011 gerade in seinen Startlöchern als Michel Ancel, französisches Gamedesigner-Urgestein, mit Rayman Origins ein neues Sidescroll Jump & Run veröffentlichte, das klassisches Spielgeschehen und 2D Grafik in moderne Gewänder kleidete. Das heißt, Rayman Origins sieht aus und fühlt sich an wie 16 Bit Plattformer bietet aber den Flow und die Grafik der Neuzeit. Abseits von Nintendo Hardware bot Rayman damit eine der wenigen Möglichkeiten ein gutes, aktuelles Jump & Run zu zocken. Spieler und Wertungen gaben diesem Ansatz recht, ein Jahr später folgte mit Rayman Legends ein Nachfolger und andere Titel wie Ori and the blind Forest setzen diesen Trend aktuell höchst erfolgreich fort. Ach so, zu finden ist Rayman Origins übrigens als Vollversion auf der PC Games 4 / 2015. Als „kleinen“ Bonus gibt es noch Kaspersky Anti-Virus 2015 obendrauf. Wer den knuffigen Helden ohne Gliedmaßen also auf der Computer Bild Spiele (CBS) 7 / 2014 verpasst hat, unbedingt nachholen!

Auch bei Die Siedler 7 hatten die Franzosen von Ubisoft ihre Finger mit im Spiel. Ein Jahr vor Rayman allerdings mit weitaus weniger glücklichem Händchen. Das traditionsreiche deutsche Aufbauspiel von Blue Byte kam mit einem Onlinezwang, der fortlaufend für Ärger sorgte. Außerdem sind viele Spieler nicht sonderlich begeistert, sich neben Steam noch andere Plattformen auf ihren Rechner zu holen. Neben dem viel gescholtenem Origin von Electronic Arts trifft das auch auf uPlay zu. Konkurrenz ist berechtigt und belebt das Geschäft, Monopolisten sind aber (leider) bequemer. Ansonsten bekamen die Spieler mehr vom Gleichen, halt ein Siedler, wie es im Buche steht. Den Titel gibt es derzeit als Beilage der Gamestar XL 4 / 2015.

Und gleich noch ein Ubisoft-Spiel: Assassin’s Creed 2 war die gelungene Fortsetzung des Kletter- und Actionspektakels um den Konflikt zwischen Assassinen und Templern, der viele Schwächen des Erstlings ausmerzte, bevor die Serie mit Teil 3 ihren Höhepunkt erreichte, sodass Teil 4, Black Flag, dann viel Neues bieten musste, um ebenfalls noch an die Qualitäten der Vorgänger anschließen zu können. Seither stolpert die Serie bekanntlich ziemlich auf der Stelle und macht eher durch technische Probleme auf sich aufmerksam. So oder so, Assassin’s Creed 2 ist immer noch ein sehr schönes Game und wer die Serie nicht kennt, der findet unter Umständen hier einen guten Einstieg. Zu haben ist der Titel auf der Computer Bild Spiele Gold 5 / 15 auf der sich jedoch noch einiges mehr finden lässt. Da wäre etwa noch Company of Heroes, der Titel ist schon etwas älter, erschien er doch bereits 2006, kann aber noch heute überzeugen. Denn bei Company of Heroes handelt es sich um eines der besten Echtzeitstrategiespiele, von denen es ja im vergangenen Jahrzehnt eh nicht mehr so viele gab. Als 18er Download lauert Deadly 30, ein ultrablutiges Zombie-Gemetzel im *seufz* 2D Retrolook. Trotz des Seufzers sieht es eigentlich gar nicht schlecht aus, an die großen Vorbilder Probotector (Contra) oder Metal Slug scheint es, wenn der geneigte Leser diversen Wertungen im Internet Glauben schenken mag, jedoch bei Weitem nicht heranzukommen. Auch bei der CBS gibt es in diesem Monat mit der ESET Smart Security Gamer Edition 2015 noch einen kleinen Bonus obendrauf.

Die PC Games Hardware 5 / 2015 ist mal wieder kaum erwähnenswert, zumindest was das beigelegte Spiel angeht. Dabei handelt es sich, wer hätte es nicht vorher erraten, um Omerta – City of Gangsters.

Freitag, 6. März 2015

Albtraumhafte Spielezeitschriften

Überraschung! Mein Spiel des Monats auf den aktuellen Computerzeitschriften stammt nach langer, langer Zeit mal wieder von der Gamestar. Dabei handelt es sich nicht einmal um ein vollwertiges Game sondern um ein alleine lauffähiges Addon. Auf der Gamestar 3 / 2015 gibt es nämlich Alan Wake: American Nightmare aus dem Jahr 2012, ein grafisch sehr hübsches Survival Horror Action-Adventure, das gleichzeitig auch eine Premiere auf Zeitschrift darstellt, nachdem das Hauptspiel im vergangenen Jahr schon recht häufig auf den Printmagazinen zu finden war. Dieses sollten Spieler auch kennen, denn die Story von American Nightmare ist eher kurz und wirr erzählt, der Fokus liegt hier viel mehr auf Action als noch beim Hauptspiel.

Einen recht ungewöhnlichen Titel hat die PC Games 3 / 2015 zu bieten. Mit Emergency 2013 wird der letzte(?) Ableger der deutschen „Erfolgsserie“ rund um Polizei-, Feuerwehr- oder Notarzteinsätze dargereicht. Ein Spiel, das sich längst auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruht und nicht mehr viel mit seinen bei den Fans beliebten Urahnen gemein hat. Ohnehin ist die Serie trotz teilweise recht hohen Anspruches eher etwas für Leute, die ansonsten nicht sonderlich viel mit Gaming am Hut haben, ganz ähnlich dem berüchtigten Landwirtschaftssimulator.

Runaway: A Twist of Fate war der dritte Teil der populären Point & Click Adventure Reihe der spanischen Péndulo Studios, die mit dem Serienerstling im Jahre 2002 einen gewaltigen Überraschungshit landen konnten, von dessen Ruhm sie noch heute zehren. Zu finden ist die „Ironie des Schicksals“ auf der PC Games Hardware 4 / 2015.

Mit Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs aus dem Jahr 2007 enttäuscht die Computer Bild Spiele 4 / 2015 ein wenig. Ist ja nicht so, als ob Titel dieser Serie oder auch explizit dieser Teil ständig auf Zeitschriften angeboten werden. Ein klein wenig interessanter ist da der 18er Download. Deus Ex – The Fall ist eigentlich der Mobilspiel-Ableger, der nach dem Erfolg von Deus Ex – Human Revolution schnell gezimmert wurde. Und weil die Fans des Hauptspiels sehnlichst auf eine Fortsetzung oder ein Addon warteten, hat sich Square Enix halt Anfang 2014 überlegt, einfach das ein Jahr alte Smartphone-Spiel zu portieren. Der Titel ist also eher etwas für Hardcorefans der Reihe, die alles haben müssen oder vielleicht gerade auch für Leute, welche die Hauptteile doch eher nicht kennen… Eine kleine Warnung noch vorweg, scheinbar war eine Fortsetzung geplant. The Fall endet mit einem Cliffhanger.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Vollversionen der Zeitschriften knackig vorgestellt

Der Monat: Februar, die Prämisse: Schauen, welche Spiele-Vollversionen aktuell auf den Computerzeitschriften angeboten werden. Das Ergebnis:

Die Gamestar 2 / 2015 „überrascht“ mit dem alleine lauffähigen Addon Blood Dragon von Far Cry 3. Schöner aber kurzer Downloadable Content (DLC) mit 80er Jahre Flair. Wurde inzwischen allerdings schon so ziemlich überall verramscht.

Die PC Games 2 / 2015 offeriert eine kleine Überraschung, nämlich Omerta – City of Gangsters. Ein Aufbauspiel der Tropico-Macher aus dem Jahr 2013. Der Spieler übernimmt die Rolle des sizilianischen Einwanderers Freddie Tannino, der während der goldenen 20er Jahre und mitten in der Ära der Prohibition frisch in Atlantic City eingetroffen ist und sich in der lokalen Mafia nach oben arbeiten muss. Das Ganze erinnert mit seiner Iso-Perspektive optisch als auch spielerisch relativ stark an alte Heimcomputer-Klassiker oder an die Gangsters: Organized Crime Serie von Eidos, die Ende der 90er für den PC erschien, ohne allerdings dessen Tiefgang zu erreichen, was sich entsprechend auch in eher mäßigen Wertungen widerspiegelte. Fans des Genres können dennoch mal einen Blick riskieren.

Die PC Games Hardware 3 / 2015 kommt mit The Book of Unwritten Tales: Die Vieh Chroniken. Keine Überraschung also sondern die übliche Mehrfachverwurstung.

Blättern wir also rüber zur Computer Bild Spiele (CBS) 03 / 2015. Der Haupttitel dürfte Das Schwarze Auge – Blackguards sein. Ein guter wenn auch nicht überragender Strategietitel mit bekanntem Rollenspiel-Setting. Nach knapp einem Jahr erschien dieser Tage bereits der Nachfolger. Wer Hexfeld-Rundentaktikkämpfe mag, der wird das Spiel wahrscheinlich schon haben. Profis ärgern sich über Nickligkeiten, Rookies kämpfen zumindest anfangs mit der Steuerung. Auch hier gilt, wer mit dem Genre was anfangen kann, den erwartet zumindest für das Genre recht hübsche Grafik und eine nette Story.

Ebenfalls auf der CBS sind noch The Island: Castaway von Bigfish, eine dieser grottigen Mobilspielumsetzungen, eine Gruppe Schiffbrüchiger muss eine Siedlung aufbauen, sowie Gomo, ein Adventure für Kinder, welches ein wenig wie Machinarium und ähnliche Titel aussieht und vielleicht ganz nett sein könnte.

Der 18er Download ist Homefront, ein Shooter aus dem Jahr 2011, der eigentlich recht kurzweilig ist. Insbesondere der Multiplayermodus ist immer noch recht populär. Scheitern tut das Spiel an der wirklich grottigen Hintergrundgeschichte, in dem ein vereintes kommunistisches Korea die USA erobert, wobei die Handlung kein Klischee auslässt und jedem, der nicht morgens aus dem Bett springt, die rechte Hand aufs Herz legt und The Star-Spangled Banner in die Welt hinausschmettert heftige Magengeschwüre verursachen dürfte.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Wird 2015 das letzte Jahr der Vollversionen auf Zeitschrift?

Hallo werter Leser! Ich hoffe, du hattest ein schönes Weihnachtsfest und nicht zu viele Verluste beim Rutsch ins neue Jahr. Ich habe ein wenig länger gebraucht, um mich von den Silvesterfestivitäten zu erholen, darum kommt dieser Monatsüberblick auch ein klein wenig später als gewohnt. So, nachdem wir jetzt aber die Banalitäten hinter uns gebracht haben, wird es Zeit, einen Blick auf die Vollversionen der aktuellen Spielezeitschriften zu werfen. Schauen wir mal, ob sich der Trend der abnehmenden Qualität, gelegentliche Ausnahmen bestätigen die Regel, auch im Jahr 2015 fortsetzen wird.

Der erste Kandidat macht schon einmal wenig Hoffnung. Patrizier 4 ist sicherlich ein gutes Wirtschaftsspiel hat aber auch bald fünf Jahre auf dem Buckel und erschien schon Anfang vergangenen Semesters bei einigen Konkurrenzblättern der Gamestar, auf dessen XL Januar Ausgabe sich dieser Titel derzeit befindet.

Nicht viel besser sieht es auf der PC Games 1 / 2015 aus aber immerhin werden hier gleich zwei Titel offeriert. The Book of Unwritten Tales: Die Vieh Chroniken sowie Runaway: A Twist of Fate sind beides gute Point & Click Adventures klassischer Machart und Garant für viele Stunden Spaß. Allerdings fanden sich beide auch schon diverse Male auf Zeitschriften-DVD. Schwester PC Games Hardware 2 / 2015 überrascht ebenfalls nicht, mit Die Siedler 7 gibt es die übliche Computec-Mehrfachverwurstung.

Bleibt als letzter Hoffnungsträger die Computer Bild Spiele (CBS) 2 / 2015. Tatsächlich kommt die mit einem gut gemischten Game-Trio daher, die Qualität ist jedoch ein ebenso extremer Mix. Das Highlight ist ohne Frage Goodbye Deponia, offizieller Abschluss der Deponia-Trilogie (Nachfolger sind ja dennoch angedacht) vom Oktober 2013. Das Grafikadventure setzt die hohe Qualität der Vorgänger fort, enttäuschte viele Spieler aber mit seinem abrupten Ende. Vielleicht für die Zielgruppe der Zeitung interessant, für Coregamer eher abschreckend, gibt es auf der günstigeren Silberfassung der CBS den Landwirtschafts-Simulator 2013. Trecker fahren hat nie so viel Spaß gemacht wie hier – außer natürlich in der Realität auf dem Bock eines echten Traktors – oder so ähnlich!? Keine Ahnung, ich durfte als Kind einmal selbst einen großen Trecker fahren und war, einfach weil es etwas Besonderes war, sehr begeistert davon. In Wirklichkeit, wenn dieser Flair fehlt, so denke ich, ist es Langeweile pur. So oder so, die Serie ist extrem populär, Zocker von „normalen“ Games machen allerdings doch besser einen großen Bogen darum. Zum Abschluss gibt es mit Brothers in Arms – Earned in Blood noch den inzwischen sehr geschätzten 18er Download. In diesem Fall mal wieder ein inzwischen fast zehn Jahre alter Egoshooter mit lange nicht mehr zeitgemäßer Optik.

Tja, das war es dann auch schon wieder. Wir sehen uns im nächsten Monat und sind schon gespannt, was uns die darbenden Spielezeitschriften dann wieder als Kaufanreiz anbieten möchten. Ich wünsche jedenfalls allen noch ein frohes Neues sowie Glückliches und Erfolgreiches 2015.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Vollversionen der Zeitschriften für den Advent

Der Weihnachtstrubel tritt langsam in die heiße Phase ein, dennoch knapsen wir ein wenig Zeit ab, um einen Blick auf die brandneuen Vollversionen auf den ums Überleben kämpfenden Spielezeitschriften zu werfen. Auf der Gamestar 12 / 2014 gibt es mit Alan Wake ein spannendes Mystery-Action-Adventure mit Anleihen an TV Serien wie Twin Peaks. Der Titel war ursprünglich für Windows Vista und als Vorzeigespiel für Direct X 10 gedacht, erschien dann allerdings für zwei Jahre exklusiv auf der XBox 360 und kam dann erst 2012, und somit viel zu spät, um auf PC noch große Wellen zu schlagen. Wer das Genre mag und den Titel, der schon auf anderen Zeitschriften war sowie häufig bei Sales im Internet günstig zu kriegen, immer noch nicht kennt, der sollte ihm eine Chance geben.

Die PC Games 12 / 2014 offeriert mit Die Siedler 7 aus dem Jahr 2010 eine Premiere auf Spielezeitschrift. Viel muss zu der Reihe eigentlich nicht mehr erzählt werden, handelt es sich doch um einen der deutschen Spieleklassiker schlechthin. Warenwirtschaft und Aufbau in Knuddeloptik lauten die Markenzeichen der Reihe. Als Randnotiz sei auch dieses Mal die PC Games Hardware 1 / 2015 erwähnt, hier gibt es den Western-Shooter Call of Juarez: Gunslinger somit bereits zum dritten Mal in direkter monatlicher Folge auf einer Heft DVD.

Im Jahre 2011 erschien mit Might & Magic – Heroes 6 ein weiterer Strategieableger der Heroes of Might & Magic Rollenspiele, die mit Teil X kürzlich ja ein echtes Retrospiel spendiert bekamen. Zu finden ist es auf der Computer Bild Spiele (CBS) Gold 1 / 2015. Auf der günstigeren Silber-Fassung lockt zusätzlich The Book of Unwritten Tales – Die Vieh-Chroniken. Der zweite Teil eines der besten deutschen Adventures, das ebenfalls vor einigen Monaten mit einer weiteren Fortsetzung beglückt wurde. Das wahrscheinlich letzte Spiel, das noch zu Lebzeiten des namensgebenden Vorlagen-Autors erschienen ist, war wohl Tom Clancy’s Ghost Recon – Future Soldier aus dem Jahr 2012, welches als 18er Download ebenfalls mit von der Partie ist. Als interessantes Schmankerl ist noch Eset Smart Security 2015 mit Jahreslizenz dabei. Die Gamer Edition benötigt besonders wenige Ressourcen, die zusätzlich dann in die Darstellung von Spielen fließen kann. Ich selbst nutze derzeit die Vorgängerversion und bin sehr zufrieden damit.

Auch bei Electronic Arts (EA) Spieleplattform Origin gibt es momentan wieder ein kostenloses Teaserspiel, derzeit ist das der damals sogar in der zensierten Fassung schnell indizierte ISO-Action-Klassiker Crusader: No Remorse aus dem Jahr 1995. Aber keine Bange, EA hat das Spiel kürzlich extra vom Index nehmen lassen und bietet selbstredend die ungeschnittene Fassung an.

Mittwoch, 12. November 2014

Mojo Rampage und Red Faction: Armageddon Giveaway

Mojo

Der unten angegebene Link funktioniert nur für die ersten drei Interessenten. Wer sich also zuerst anmeldet, der bekommt das Spiel Mojo Rampage kostenlos: https://www.humblebundle.com/?gift=7eUdKwArC46RXHUt

Der Wert des Titels beträgt bei Steam derzeit knapp 12 Euro: http://store.steampowered.com/app/225280/

Mojo Rampage ist ein knallbunter Top-Down-Brawler mit Rogue-ähnlichen Anleihen sowie einem Coop-Modus für bis zu vier Spieler.

Apropos, ich habe auch noch einen Steam-Key für Red Faction: Armageddon zu verschenken. Voraussetzung ist jedoch, dass derjenige mit mir bei Steam befreundet ist. Wer möchte kann sich ja gerne mal melden: http://steamcommunity.com/id/spiritogre

Mittwoch, 5. November 2014

Vollversionen: 15 Jahre Computer Bild Spiele - und dann noch die anderen

Die Geburtstagsausgabe der Computer Bild Spiele (CBS) 12 / 2014 kommt mit drei Spielen und einem Film. Alleine für die ersten beiden Spiele lohnt sich die Ausgabe für die inzwischen 15 Lenze zählende Spielezeitung schon, denn das sind Risen 2 – Dark Waters und The inner World. Risen 2 setzt direkt dort an, wo der Vorgänger aufhörte. Der namenlose Held, begleitet von Patty, die in diesem Teil noch nicht aussieht wie ein Porno-Papagei, macht sich auf, die verbleibenden Titanen zu vernichten. Interessant ist das Piraten-Setting, welches etwas Abwechslung vom Fantasy-Einerlei bietet. Ansonsten präsentiert sich auch das zweite Risen wie ein typisches Gothic. Die einen lieben es, die anderen können nicht viel mit anfangen, denn im Vergleich zu internationalen Rollenspiel Schwergewichten sind die Werke von Piranha Bytes bekanntermaßen relativ spartanisch … äh, klassisch vom Gameplay her.

Ausgezeichnet mit dem Preis bestes deutsches Spiel des Deutschen Computerspiele Preises 2014 wurde das Point & Click Adventure The inner World. Das Spiel entstand als Abschlussarbeit für die Filmakademie Baden-Württemberg und wurde von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mit 20.000 Euro gefördert. Entsprechend darf der interessierte Abenteuerspieler auf keinen Fall ein grafisches Feuerwerk erwarten. Während die Hintergründe noch recht liebevoll gestaltet sind, fallen die Charaktermodelle meiner bescheidenen Meinung nach einfach nur hässlich, geradezu grauslich aus – was selbstredend nichts über die sonstigen Qualitäten des Spieles aussagt. Das Land Asposion liegt im tiefen innersten eines Planeten. Die endlosen Höhlen werden durch Windbrunnen mit Sauerstoff versorgt. Aus unerfindlichen Gründen versagt einer dieser Brunnen nach dem anderen und unser Held, eine blaupellige Wurst auf zwei Beinen, Robert, vielleicht ist er auch ein merkwürdig tapselnder Vogel oder so was, will herausfinden wieso.

Als 18er Download liegt mit Sniper – Ghost Warrior der erste Teil der Überraschungs-Hitserie aus dem Jahr 2010 der Zeitschrift bei. In dem Stealth-Sniper-Ego-Shooter gilt es, unentdeckt zu bleiben und Gegner klug mit dem Scharfschützengewehr zu erledigen.

Tja, und dann ist da tatsächlich ja noch die filmische Beilage. Hierbei handelt es sich, der geneigte Leser höre und staune, um den Titel Expendables 2. Die beliebte Filmreihe von Sylvester Stallone versammelt Action-Altstars der 80er und 90er Jahre (in Teil 3 auch der 2000er) erneut vor der Kamera, damit diese es vor der Rente noch einmal so richtig ordentlich krachen lassen können. Dabei fliegen Körperteile meterweit und es spritzt das Blut nur so literweise – jedenfalls normalerweise. Tatsächlich liegt der CBS eine spezielle, zurechtgestutzte Fassung bei, die aus einem strikten 18er Schlachtfest eine kinderfreundliche Nachmittagsunterhaltung mit einer FSK ab 12 Freigabe schnitzt. Das hätten die sich meiner Ansicht nach auch sparen können und lieber gleich einen vernünftigen FSK 12 Film raufpacken können.

Was es in diesem Monat sonst noch gibt, ist schnell abgehandelt. Die Gamestar XL 11 / 2014 versucht tatsächlich mit dem acht Jahre alten Anno 1701 Leser zu locken, der dritte Teil der beliebten Aufbau- und Handelsserie fand sich schon so oft irgendwo als Beigabe, dass ich das Zählen aufgegeben habe. Konkurrent PC Games kommt mit Call of Juarez: Gunslinger, einem hervorragenden, sehr humorvollem Westernshooter, den es kürzlich auch schon auf der CBS 08 / 2014 gab. Schwester PC Games Hardware 12 / 2014 hat mit Far Cry 3: Blood Dragon die Vollversion der PC Games vom Vormonat.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Vollversionen zum Einschlafen

SleepingDogsSleeping Dogs von Square Enix und United Front Games ist das Vollversions-Highlight des Monats.
Der güldene Oktober hat bereits begonnen und überrascht mit warmen spätsommerlichen Temperaturen, die einen in die freie Natur locken. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist der Mangel an sinnigen Vollversionen auf den Spielezeitschriften auch in diesem Monat gleich viel leichter zu verschmerzen, oder? Tatsächlich interessiert mich persönlich nur ein einziges Spiel in der Auswahl. Aber zu dem kommen wir später.

Den Beginn macht die Gamestar XL 10 / 2014 mit Dungeon Siege 3. Ein meiner Meinung nach wirklich hervorragendes Action Rollenspiel mit netter Geschichte und für das Genre hervorragender Grafik. Nur, das Spiel befand sich bereits sowohl auf der PC Games 12 / 2013 als auch der Computer Bild Spiele (CBS) 07 / 2014. Ähnlich ergeht es der aktuellen PC Games 10 / 2014, auf dessen Silberling es mit Blood Dragon den alleine lauffähigen Downloadable Content (DLC) zu Far Cry 3 gibt. Gerade vorher war der kurze aber atmosphärisch starke Egoshooter im 80er Jahre Stil nämlich bereits auf der CBS 08 / 2014 gewesen. Wie nicht anders zu erwarten verwurstet auch die PC Games Hardware 11 / 2014 eine alte Vollversion, nämlich Alan Wake von der PC Games des Vormonats, womit das Spiel dann auch bereits nach der CBS 02 / 2014 den Triple vollmacht.

Im Austausch dafür kommt die CBS 11 / 2014 dieses Mal mit Vollversionen daher, die es schon auf der PC Games gab. Auf der Gold Ausgabe wäre das Tropico 4, ein wirklich gutes Wirtschaftsspiel, zu finden auf der PC Games 09 / 2014 und auf dem normalen CBS Magazin gibt es Eador: Masters of the Broken World (PC Games Hardware 06 / 2014 und PC Games 04 / 2014), ein durchaus gutes Hexfeld-Strategiespiel, das im deutschen Raum überall Wertungen in den 70ern kassierte. Bleibt also noch der 18er Download, mein Höhepunkt des Monats: Sleeping Dogs. Ein Open World Actionspiel mit Anleihen bei Grand Theft Auto (GTA) im tollen, modernen Asien-Setting und spannender Story, was den Titel für mich persönlich zum Beispiel viel interessanter macht als die vergangenen GTA Episoden. Eine Neuauflage mit aufgemotzter Grafik für Playstation 4 und XBox One wurde ja gerade angekündigt, wird allerdings nicht in Deutschland erscheinen, da die ungeschnittene Fassung des Originals hier indiziert ist und es von der Definitive Edition keine zensierte Version für den hiesigen Markt geben wird.

Als kleine Ergänzung noch, bei Electronic Arts Spieleportal Origin gibt es im Moment Bejeweled 3 als kostenlosen Download und unter www.indiegala.com/giveaways können Interessenten regelmäßig Gratisspiele für Steam abstauben. Derzeit das kleine Jump & Run Canyon Capers.


Freitag, 5. September 2014

Vollversionen: Der Monat des Recyclings

Nanu, was ist denn hier geschehen? Das Spielejahr nähert sich der heißen Phase, es kommen schon jetzt im September einige wirkliche große Hits des Jahres auf den Markt, ich erwähne nur mal beispielsweise Die Sims 4 und Destiny, aber auf den Spielezeitschriften gibt es quasi nur Grütze. Ist das eine Verschwörung? Haben sich Spielemagazine und Spielepublisher abgesprochen? Aber schauen wir doch mal, ob es bei den Vollversionen in diesem Monat wirklich so mau aussieht:

Tatsächlich kann ich mir eine genaue Beschreibung der meisten Titel sparen, na gut, habe ich weniger Schreibarbeit, denn fast alle Spiele waren in diesem Jahr bereits auf Konkurrenzblättern. Rollen wir das Feld also mal im Schnellgang auf. Die Gamestar XL 09 / 2014 hat Arcania: Gothic 4 auf dem Cover, dieses fand sich kürzlich auf der Computer Bild Spiele (CBS) 05 / 2014. Die PC Games 09 / 2014 bietet Alan Wake und das wiederum war schon auf der CBS 02 / 2014. Schwester PC Games Hardware wartet mit Dungeons auf, dieses wiederum fand sich schon auf der PC Games 7 / 2014. Und auch die CBS bleibt diesen Monat zum Teil nicht vom Recycling verschont, auf der Gold Ausgabe 10 / 2014 gibt es nämlich den Supreme Commander 2, den es kürzlich auf der Gamestar 07 / 2014 zu finden gab.

Also was ist denn diesen Monat mal wirklich neu. Da findet sich dann tatsächlich noch etwas. Bei der CBS Silber 10 / 2014 ist Arcania: Fall of Setarrif dabei, das alleine lauffähige Addon zu Arcania: Gothic 4. Es klingt fast so, als hätten sich CBS und Gamestar abgesprochen … aber egal, worum geht es in der laut Herstellerangaben etwa zehn Stunden langen Zusatzkampagne? Nachdem König Rhobar III am Ende des Hauptspiels exorziert wurde, wandert der Dämon weiter nach Setarrif, um sich einen neuen Wirt zu suchen. Besorgt schickt der König den namenlosen Helden aus, um dem bösen Wesen endgültig den Garaus zu machen. Das Addon aus dem Jahr 2011 bietet mehr vom Gleichen, leidet aber unter erheblichen Balanceproblemen. Wer als voll ausgestatteter Held aus dem Hauptspiel und nicht als neuer Charakter antritt, schnetzelt sich als quasi unsterblicher Gott durch die hübsche aber begrenzte Landschaft.

Als 18er Download wartet letztlich dann noch der Zugang zu einem wahren Klassiker auf der CBS. Hitman – Codename 47 aus dem Jahr 2000 wird von vielen Fans als vielleicht bester Teil der Serie gefeiert, ist heute aber selbstredend hoffnungslos veraltet, sowohl bei Technik als auch Bedienung.

Also, mit so einem Angebot können die Verlage meiner Ansicht nach das mit den Spielevollversionen auf ihren Blättern auch einsparen. Zu vielen Mehrkäufen wird so ein Wiederverwertungsaufgebot nämlich sicher nicht führen. Allerdings wäre es ziemlich schade, wenn diese Tradition wirklich langsam ausstirbt. So sehr ich inzwischen Humble Bundles und mit erheblichen Einschränkungen auch Steam Sales sowie die regelmäßigen kostenlosen Offerten bei Origin auch schätze, bei den Zeitschriften hat der Käufer wenigstens noch einen Datenträger, wenn auch trotzdem da häufig noch eine Onlineaktivierung notwendig ist. In diesem Monat muss sogar für Dungeons noch der Kalypso Launcher installiert werden. Die Vollversionen von Ubisoft benötigen in der Regel uPlay und viele andere Spiele kommen nicht ohne Steam aus. Mein Vorschlag zur Güte: Macht die Zeitschriften (erheblich) günstiger, lasst die DVDs weg und legt die Spiele nur als Code bei. Vielleicht steigen dann die Verkaufszahlen wieder ein wenig.

Mittwoch, 13. August 2014

Übersättigter MMORPG-Markt – was spielen?

ffxiv_31072014_232304

Sommerloch? Es kommen kaum neue gute Spiele auf den Markt? Was ist eigentlich im Bereich der MMORPGs derzeit so los? Ich schaue eigentlich in jedes MMORPG rein, zumindest in die Großen, die ich dann auch in Betas oder kostenlosen Probieraktionen mehr oder minder für einen kurzen Zeitraum intensiv anspiele. Aber im Moment, nun, da komme ich kaum noch hinterher! Den Anfang machte Final Fantasy XIV (http://de.finalfantasyxiv.com/lodestone/), ein Spiel, an das ich bisher noch nicht herangekommen war. Pünktlich zum ersten Geburtstag des Rebootes A Realm Reborn bietet Square Enix aber plötzlich zwischen dem 1. und 14. August die Möglichkeit an einer Free Trial teilzuhaben. Selbstredend habe ich sofort zugegriffen und losgezockt. Einige meiner, ehrlich, eher minder interessanten Ausflüge nach Eorza, können auf Twitch oder You Tube bewundert werden. Das Spektakulärste war die Feststellung mit Stufe 8, das es eine spezielle Truhe für Rüstungen gibt. Ich hatte mich schon gewundert, weil viele Questbelohnungen nicht im Inventar aufgetaucht waren und ich tatsächlich bis dahin mit dem Startequipment herumlief …

ffxiv_09082014_221609

Schon länger angekündigt war der Beginn von Season 2 der Living Story von Guild Wars 2 (https://www.guildwars2.com/de/). Im Bann des Drachen Teil 2 – Der Schatten erhebt sich möchte nicht nur neue Inhalte für Stammspieler bieten, sondern auch Altspieler wieder in das fantastische MMORPG zurückholen. Ob dies gelingt? Nun, Voraussetzung für die Teilnahme ist zunächst mal ein Charakter auf Stufe 80. Damit falle ich dann schon mal raus, ich spiele immer noch, wenn ich spiele, zwei Charaktere parallel und versuche sie gemütlich und gemächlich – aber irgendwann(!) – in zwei starke Helden zu verwandeln. Und dann, ja dann wird Tyria vor meiner Macht erzittern, oder auch nicht …

Tja, und als wäre das noch nicht genug, auch Platzhirsch World of Warcraft (WoW) pusht derzeit seine im Herbst erscheinende neue Erweiterung Warlords of Dreanor (http://eu.battle.net/wow/de/warlords-of-draenor/) und verschenkt Beta Einladungen über Spielewebseiten im Tausenderpack. Allerdings ist die Teilnahme hier mit ein paar Hindernissen verbunden. Zwar wird kein aktiver Account benötigt, allerdings müssen Testwillige mindestens das vergangene Addon Mists of Pandaria besitzen. Ein kleiner Trick schafft Abhilfe. Auch von den Pandabären gibt es sieben- oder zehntägige Testversionen, nach deren Aktivierung klappt das auch mit Dreanor. Allerdings sollten sich nicht aktive Spieler dann erst mal ordentlich Platz auf ihrer Festplatte freischaufeln. Bei mir hat er erst einmal das normale WoW heruntergeladen und installiert, was inzwischen mal locker 26,5 GB waren, aber dann der Knaller, für Warlords of Dreanor wird eine spezielle Testversion zusätzlich auf den heimischen Rechner gebeamt – noch einmal 26,5 GB. Krass! Immerhin legt der Spieler hier gleich mit Level 90 los. Hat er keinen so hohen Charakter, kann einer erstellt werden, der dann auch gar nicht mal so schlecht ausgerüstet ist. Der Einstieg erinnert dann übrigens ein klein wenig an Burning Crusade, fand ich.

Und last, but not least, Trion Worlds, wir erinnern uns, das sind die Macher von Rift, wollen Spieler jetzt nicht nur mit ihrer eigenen Spieleplattform im Stile von Steam nerven, das „Wunderwerk“ nennt sich Glyph und enthält derzeit jedoch nur ein gutes Dutzend Titel, nein, die Amerikaner haben sich auch die Vertriebsrechte für das lang ersehnte koreanische MMORPG Archeage gesichert (http://www.archeagegame.com/de/). Und während unsere östlichen Nachbarn in Asien und Russland schon eine ganze Weile zocken dürfen, mussten europäische Spieler bisher darben. Aber auch dies hat jetzt ein Ende. Ab sofort läuft die Beta auch hierzulande. Nachteil ist, wer einen Trion Worlds Titel spielt, der holt sich automatisch Glyph mit auf den Rechner – nervig. Optisch geht Archeage, dank Cryengine 3 Unterbau aber in die Vollen, da kann höchstens noch Final Fantasy XIV mithalten, wobei Archeage die komplexeren bzw. realistischeren Charaktermodelle hat, jedoch die Landschaft, zumindest teilweise, so mein Eindruck aus Videos, noch etwas leer und detailarm daherkommt.

Genug zu spielen gibt es für MMORPG-Zocker also, die Frage ist eher, wie das alles zeitlich zu schaffen ist? Immerhin, nach ihrem mehr oder minder erfolgreichen Starts im Frühsommer gibt es wenig Neues über The Elder Scrolls Online und Wildstar zu berichten. Die laufen bereits so ein wenig hinter dem Horizont gemütlich vor sich her. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die beiden Titel in den kommenden Monaten auch noch wieder auf sich aufmerksam machen wollen. Aber war da nicht noch wer? Ach richtig, Black Desert Online gab es ja auch noch. Wann soll das denn endlich kommen? Einen Termin gibt es leider immer noch nicht, immerhin wurde bekannt, dass der koreanische Internetgigant Daum eine Filiale im Westen eröffnen möchte, um das Spiel selbst zu publishen. Daum ist so eine Art koreanisches Google und nach Naver der zweitgrößte Anbieter dieser Art in Korea. Hierzulande ist insbesondere ihr ziemlich guter Mediencenter Potplayer (http://www.chip.de/downloads/PotPlayer_49183684.html) ein Begriff.

Donnerstag, 7. August 2014

Wing Commander 3 kostenlos und die Vollversionen des Monats

Electronic Arts (EA) versucht seine Spiele- und Verkaufsplattform Origin zu pushen, wo es nur geht. Mit EA Access kommt ein Abomodell, wo Spieler, zumindest auf der XBox One, ausgewählte Titel für einen kleinen monatlichen Obolus zocken können. Auf dem PC lockt der Publisher-Riese hingegen seit geraumer Zeit regelmäßig mit kleinen Softwaregeschenken, die ja bekanntlich die Freundschaft erhöhen (sollen). Nach Krachern wie Dead Space oder Battlefield 3 gibt es bis Anfang September den Chris Roberts (Star Citizen) Klassiker Wing Commander 3: Heart of the Tiger für lau. Dabei handelt es sich um die englische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln. Was gar nicht schlecht ist, denn sowohl Mark Hamill als auch John-Rhys Davis haben im Original sehr einprägsame Stimmen. Der Download ist mit einer Größe von etwa 1,8 Gigabyte für heutige Verhältnisse ziemlich überschaubar. Regulär kostet das Spiel 4,99 Euro.

Nicht umsonst aber auch nicht wirklich teuer sind die Computerzeitschriften, die uns Monat für Monat nicht nur mit jeder Menge gedruckter Artikel beglücken, sondern vor allem auch mit Spielevollversionen auf ihren silbernen Scheiben. Den Anfang macht ein uraltes russisches Rundentaktikspiel mit kleinen Rollenspielanleihen auf der Gamestar XL 08 / 2014. Die Silent Storm Complete Edition, 2012 erschienen, stammt ursprünglich aus dem Jahr 2003 und ist wohl nur noch Genrefans ein Begriff. Das Hauptspiel beginnt 1943 relativ am Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über eine Spezialeinheit, entweder auf Seiten der Alliierten oder der Achsenmächte, um den Ausgang des Krieges zugunsten seiner Fraktion zu entscheiden. Im Addon Sentinels, das nach dem Krieg beginnt, müssen hingegen das Geheimbündnis „Thors Hammer“ zerschlagen, und deren Pläne vereitelt werden. Die damals durchaus ansehnliche 3D Grafik reißt heute niemanden mehr zu Begeisterungsstürmen hin, ist allerdings auch nicht komplett hässlich. Wer Titel wie Battle Isle Incubation oder Jagged Alliance mag, der kann vielleicht mal reinschnuppern.

Bei Computec reißen sich die Verantwortlichen in diesem Monat keine Beine aus. Das Spiel auf der PC Games 08 / 2014 ist Lara Croft and the Guardian of Light. Der Downloadtitel von Square Enix wurde in den vergangenen Wochen und Monaten so ziemlich durch jeden Deal gejagt, den es im Internet gibt, und war auch schon auf dem einen oder anderen Spielemagazin. Auf der PC Games Hardware 09 / 2014 wiederum findet sich die übliche Doppelverwurstung. In diesem Monat trifft es Tropico 4.

Mit gemischten Gefühlen betrachte ich die Hauptvollversion der Computer Bild Spiele (CBS) Gold 9 / 2014. Sicher, dass 2010 erschienene Die Siedler 7 überzeugte mit seinem obligatorischen Knuddellook, aber sorgte aufgrund des Onlinezwangs und anfangs überlasteten Servern, die ein Spielen unmöglich machten, für so manchen Eklat. Zum Spiel selbst muss ich wohl nicht mehr viel erzählen, gilt die Reihe doch als eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Produktionen. Jack Keane und das Auge des Schicksals ist die Fortsetzung des lustigen Point & Click Adventures und erschien vor knapp zwei Jahren. Trotz hoher Wertungen konnte der Titel nicht ganz an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. Wer Adventures mag und das Game damals verpasst hat, der hat hier die Chance es günstig nachzuholen. Ebenso auf der silbernen CBS findet sich noch Dead Hungry Diner, der Name deutet es schon an, in diesem „Arcade“-Titel geht es darum, sein Schnellrestaurant gegen Horden hungriger Zombies zu verteidigen. Last, but not least, World in Conflict erschien 2007 und heimste durchweg Wertungen in den hohen 80ern und sogar 90ern ein. Das militärische Strategiespiel überzeugte sowohl mit einer hervorragenden Solokampagne als auch einem ausgezeichneten Mehrspielermodus. Als Download gibt es die Complete Edition, die eine USK 18 Wertung hat. Das ursprüngliche Hauptspiel alleine gab es hierzulande auch als USK 16 Fassung.

Mittwoch, 6. August 2014

Kostenlose Bildbearbeitung: ACDSee Pro 5 und DxO Optics Pro 7 Elite

Wer suchet, der findet. Schon vor knapp einem Monat war der Ashampoo Photo Commander 11 (aktuell ist 12) immer mal wieder bei Werbeangeboten kostenlos zu bekommen. Wer schnell ist und noch heute zuschlägt, heute gibt es ihn bei http://de.giveawayoftheday.com/. Wer es in der kurzen Zeit verpasst, da kommen sicherlich noch etliche mehr auf den unterschiedlichsten Webseiten.

Ein wenig interessanter ist eine Aktion, die derzeit bei ACDSee läuft. ACDSee Pro 5 (aktuell ist 7) gibt es über: http://en.software-choice.com/acdseepro5 kostenlos. Leider muss sich der Interessent quasi zwei Mal registrieren (Wegwerfadresse reicht ja). Zunächst gibt es unter angegebenen Link einen Gutscheincode. Danach muss bei ACDSee ein Account erstellt und erst danach kann dann mit dem Gutscheincode die Software freigeschaltet werden, d.h. erst dann kommt der Downloadlink und die Seriennummer. Die Software erscheint übrigens, ähnlich wie bei Ashampoo, auch im Account und kann jederzeit neu heruntergeladen werden.

Persönlich habe ich früher viele, viele Jahre ACDSee genutzt, bis es irgendwann zu absturzfreudig und aufgebläht wurde (als auch immer teurer). Seither staube ich jedes Jahr den vorjährigen Photo Commander ab. Die Bedienung ist anfangs aufgrund des großen Umfangs ein wenig einarbeitungswürdig, aber wenn der Bogen erst mal raus ist, insbesondere einige Tastenkürzel angeeignet, dann arbeitet es sich sehr flott damit. Auch deswegen bin ich gespannt, wie sich, auch wenn es bereits von 2011 ist, eigentlich ACDSee so entwickelt hat.

Achso, das beste Giveaway hatte ich bis jetzt unterschlagen, sozusagen als Höhepunkt gibt es im Moment noch den Adobe Lightroom Konkurrenten DxO Optics Pro 7 Elite (aktuell ist 9) noch bis 30. September kostenlos: http://www.dxo.com/de/digitalphoto. Das Programm ist in erster Linie ein RAW Konverter und Nachbearbeiter, quasi Bildaufhübscher, da allerdings gilt er durchaus als einer der besten und wird von vielen Fotografen sogar Lightroom vorgezogen. Sinnvoll ist es, die DxO Filmpacks mit (weiteren) Kameradaten zu installieren. Auch da gibt es derzeit noch das 3er in der Essential Edition kostenlos: http://sharewareonsale.com/s/dxo-fil...essential-sale. Das Filmpack kann als alleine lauffähiges Programm installiert werden sowie als Plugin für u.a. Photoshop, Photoshop Elements oder eben bei DxO Optics.

DxO Optics Elite kostet übrigens so zwischen 180 und 200 Euro.
ACDSee Pro zwischen 80 und 100 Euro.
Dies gilt bei beiden z.T. auch für die älteren, hier angebotenen Versionen, die häufig kaum günstiger zu bekommen zu sein scheinen.

Samstag, 26. Juli 2014

JRPG Band of Monsters derzeit kostenlos

16Bit affine JRPG Spieler dürfen sich augenblicklich über ein kleines Dankeschön für eine Millionen Downloads des F2P JRPGs Machine Knight von Kemco freuen. Zumindest wenn sie ein Android- oder iOS-Gerät besitzen. Die Japaner verschenken für einen kurzen Zeitraum das recht neue Mobilspiel Band of Monsters, welches normalerweise knapp 8 Dollar kostet.

In Band of Monsters schlüpft der Spieler in die Rolle von Zara, wird der Spieler zum Monsterjäger, Sammler und Züchter, ganz in der Tradition von Pokémon oder Jade Cocoon, falls letzteres noch jemand kennt.

Quelle: JPGames.de

Donnerstag, 24. Juli 2014

Sims 2 Ultimate Collection kostenlos

Electronic Arts verschenkt gerade die Ultimate Collection von die Sims 2. D.h. Sims 2 mit sämtlichen je erschienenen Addons (ca. 12,5 GB als Download).

- Wenn nicht vorhanden, einen Origin Account anlegen
- Im Origin Client auf “Produktcode einlösen” klicken
- I-LOVE-THE-SIMS als "Seriennummer" eingeben

Der Code gilt bis 31. Juli 2014

Aber Achtung, das Spiel läuft von Haus aus nur in 800x600, weil es moderne Hardware nicht kennt und deswegen Minimaleinstellungen wählt. Wer also die Auflösung ändern möchte, die unten verlinkte Datei runterladen und in folgenden Ordner kopieren:

The Sims 2 Ultimate Collection\Fun with Pets\SP9\TSData\Res\Config

Danach kann im Spiel bis zu 1980x1020 als Auflösung gewählt werden.

http://www.computerbase.de/forum/attachment.php?attachmentid=429786&d=1406151431