Mittwoch, 2. März 2011

Welcher MMO Spielertyp bin ich?

Meine persönliche Ausrichtung ist Fantasy-Begeisterter Casual Spieler mit Faible für epische Storys und die Erkundung einer Welt. Kämpfen ist für mich tatsächlich eher nebensächlich aber es sollte natürlich vernünftig funktionieren. Dabei ziehe ich Erwachsenen-Look vor, bin aber auch übertriebenem Asia-Stil nicht abgeneigt. Auf Comiclook insbesondere westlichen bzw. kindlichen, stehe ich hingegen nicht so.

Dies gesagt, welche MMORPGs der vergangenen Jahre, also praktisch ab der World of Warcraft-Ära, gefielen mir am besten?

Zunächst einmal Guild Wars (GW), nicht nur wegen dem Fehlen der monatlichen Kosten. Mich stören auch Schlauchlevels und Instanzen nicht. Dafür bietet Guild Wars nämlich wie ein Offline-RPG eine durchgehende Story (sogar insgesamt vier, wenn man die Addons mitzählt). Auch bleibt die Welt dank Instanzierung teilweise verändert, was nett ist. Man kann alleine oder in der Gruppe Spielen, was mir beides wichtig ist. Wenn ich alleine bin, dann nehme ich dort Helden oder Henchmen mit. Die Grafik war damals klasse und ist auch heute noch ansehnlich. Das Kampfsystem ist extrem taktisch. Man bekommt nicht Feuerball Level 1 und dann Level 2 und dann Level 3 ... man bekommt Skills, die mächtiger werden wenn man im Level aufsteigt. Da man nur wenige mitnehmen kann können diese Skills auch zu tollen Komboketten führen, die aufeinander aufbauen. Hier kann man ordentlich knobeln. Es gibt kein Spiel mit einem besser ausbalancierten PvP. Wer PvP spielen will, der kommt an GW eigentlich nicht vorbei! Und das sage ich als jemand der fast ausschließlich PvE spielt. Was man halt nicht hat ist das zufällige stoßen auf andere Mitspieler irgendwo, während man in der Welt rumrennt. Aufgrund der Storymissionen kann man auch nicht sofort überall hin sondern muss sich die Gebiete durch erfüllen von Missionen erst freischalten, was auch nicht Jedermann gefällt. Dennoch überzeugt das Gesamtpaket.

Dann ist da noch Age of Conan (AoC). Dieser Franchise ist nicht so ausgelutscht wie Herr der Ringe oder Star Wars, normalerweise mag ich bei MMOs nicht diese vollständig vorgekauten Welten. Conan bietet genug Freiraum um selbstständig zu sein, trotz Vorlage. Und der dreckige, erwachsene und realistische Look in Kombination mit der immer noch besten Grafik im Genre tut sein weiteres. Ich denke für Rollenspieler ist AoC der beste Titel, noch weit vor einem Herr der Ringe Online. Das Kampfsystem ist zwar nicht so ausgereift wie das in Guild Wars aber dennoch eine nette Abwechslung vom MMO Allerlei, wo man der Reihe nach einfach 1 bis 0 drückt ohne überhaupt hinzuschauen. Dazu kommt, dass AoC auch eine richtige Hintergrundgeschichte bietet und ab Level 20 auch mehrere verschiedene Gebiete um Twinks nicht auf stets gleichem Wege hochzuziehen.

Aion sehe ich auf einer Höhe mit Rift, allerdings ist es aufgrund seiner Lineage Wurzeln eigenständiger. Ich mochte den Grafikstil und die Möglichkeiten der Charaktergenerierung. Ansonsten ist Aion ein Paradebeispiel für ein Standard-MMORPG was Bedienung und Möglichkeiten angeht. Ich habe es aber auch nur in der koreanischen als auch deutschen Beta gespielt. Ähnlich wie Rift war mir das Konzept schon zu langweilig um dafür noch freiwillig Monatsgebühren zu berappen. Wenn ich diesen 08/15 Standard-MMO-Krams zocken möchte, dann kann ich im Zweifel auch mal auf einen “Free to Play” (F2P) Titel ausweichen. Empfehlenswert hier empfinde ich derzeit Requiem Bloodymare (hat übrigens einen ähnlichen Stil wie Rift nur halt noch erwachsener), Aika Online und auch das gute alte Rappelz. Aber auch Herr der Ringe ist immer mal wieder für ein paar Tage zocken gut. Alternativ kann ich in so einem Fall auch mal einen Account eines meiner Bezahl-MMOs für einen Monat oder so reaktivieren. So stand für mich bei meiner Rift Preview eben im Vordergrund, warum ich es kaufen sollte, was bietet es mir neues? Und da war halt leider nichts.

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