Donnerstag, 10. Januar 2013

Auch Tera wird Free to Play

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Die Grafik von Tera ist auch heute noch absolut sehenswert und gehört zu den besten im Genre.
Tera war eines der ersten Spiele, die ich in diesem Blog vorgestellt habe, bereits knapp zwei Jahre, bevor es hier letztlich erschien. Schon die ersten Screenshots damals überzeugten mich: Tera war ein grafisches Brett! Spielerisch hob es sich durch ein sehr actionorientiertes Gameplay von herkömmlichen Online-Rollenspielen ab. In meiner dann folgenden Preview bemängelte ich jedoch, dass der eigentliche Inhalt des Spiels, insbesondere die Quests, absolut langweiliger 08 / 15 Krams waren und kam zu dem Schluss, als Free to Play (F2P) -Titel könnte Tera durchaus zu begeistern wissen. Für ein Vollpreisspiel mit monatlichen Abo-Gebühren jedoch bot es mir im Jahr 2012 viel zu wenig Substanz. Ziemlich genau ein weiteres Jahr später folgt, im Vergleich zu einigen anderen Titeln wie The secret World oder Star Wars: The old Republic, relativ spät, jetzt doch die Umstellung.
Im Februar diesen Jahres beschreitet also auch Tera den Weg aller MMOs abseits von World of Warcraft und, erstaunlicherweise, Rift, welches sich immer noch recht wacker hält. Fast möchte ich anmerken, dass es sich gar nicht mehr lohnt, ein MMORPG noch zu kaufen, irgendwann wird es sowieso kostenlos. Jedoch bietet das F2P-Modell von Tera durchaus Anreize, die es sinnvoll erscheinen lassen, zumindest den Client doch käuflich zu erstehen. Jeder, der das Spiel gekauft hat, erhält nämlich den Veteranen-Status, wohingegen reine F2P-Zocker als Starter betitelt werden. Die Unterschiede sind nicht unerheblich, Veteranen haben acht statt zwei Charakterplätze, vier statt ein Bankfach und keine Goldbeschränkung bei Versendung von Mails im Spiel. Wer darüber hinaus ein Abo abschließt und „Tera Club“-Mitglied wird, erhält weitere Vorteile, angefangen bei exklusiven Verbrauchsgütern oder Mounts bis hin zu Steuerrabatten beim Handelsagenten. Des Weiteren wird es auch zusätzlich noch einen Ingame-Shop geben, in dem Spieler mit dem sogenannten „Tera Taler“ einkaufen können. Eine genaue Übersicht findet sich unter folgendem Link: http://tera-europe.com/de/tera-club.html
Das alles klingt wohldurchdacht. Mir stellt sich nur die Frage: Warum nicht gleich so? Denn heuer gibt es eine Unzahl neuerer und somit auch interessanterer Alternativen, die im Februar vergangenen Jahres noch nicht auf dem Markt waren. Mit einem F2P-Modell hätte der Publisher die Chance gehabt, weitaus mehr Kunden anzulocken, als mit einem Bezahlspiel. Ob jetzt, drei Jahre nach den ersten Betas in Korea, langfristig zahlende Kunden gelockt werden können oder das Kind nicht doch schon in den Brunnen gefallen ist, das wird sich zeigen müssen. Insbesondere muss Tera jedoch inhaltlich noch gewaltig zulegen, wenn es seine Spieler zu dauerhafter Treue anreizen will.

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