Mittwoch, 13. März 2013

Deathfire – Neues Rollenspiel nach 14 Jahren

Wenn der Name Guido Henkel fällt, dann horchen alteingesessene PC- und Heimcomputer-Rollenspieler auf. Spirit of Adventure und Drachen von Laas begeisterten schon Anfang der 90er auf dem Amiga ganze Legionen an Rollenspielern. Seinen Durchbruch schaffte Henkel schließlich mit der Nordland-Trilogie, drei populären Titeln, Die Schicksalsklinge, Sternenschweif und Schatten über Riva, die auf dem Pen & Paper Regelwerk von Das Schwarze Auge basierten. Endgültig zu „Starruhm“, jedenfalls in deutschen Spielerkreisen, kam er dann 1999 in den USA bei Black Isle, den Machern von RPG-Schwergewichten wie Fallout 1 und 2 und Icewind Dale 1 und 2, die auch wichtige Mitwirkende bei Baldur’s Gate 1 und 2 waren. Guide Henkel fungierte als Produzent von Planescape Torment, welches wie alle damaligen Black Isle Spiele auf der Infinity-Engine basierte, und ein bei seiner Veröffentlichung häufig unterschätztes, heute aber von vielen Fans als eines der besten Computer-Rollenspiele aller Zeiten gefeiertes, textlastiges Schwergewicht schuf. Danach wurde es jedoch still um Henkel. In den vergangenen Jahren hielt er sich dann mit dem Schreiben der englischsprachigen Heftserie Jason Dark: Ghost Hunter über Wasser. Der Name ist sicherlich nicht umsonst identisch mit dem Schöpfer der deutschen John Sinclair Heftromanserie. Kürzlich gestartete Versuche in die Branche zurückzukehren, und sei es nur mit Smartphone-Titeln, scheiterten genauso wie eine Kickstarter-Kampagne.
Jetzt kündigte Guido Henkel aber einen erneuten Anlauf an. Das Motto lautet sicherlich „zurück zu den Wurzeln“, denn es handelt sich, „Trara“, endlich wieder um ein Rollenspiel. Der Titel: Deathfire. Und genau wie bei der Nordland-Trilogie werkeln neben Guido Henkel nur noch zwei weitere Macher an dem Game: Marian Arnold (Schatten über Riva, Divine Divinity) als Lead Artist und Thu-Lieu Tham als Illustratorin und Grafikerin. Bei Deathfire soll es sich um ein klassisches Rollenspiel aus der 1st-Person Perspektive handeln. Als Grundlage fungiert Unity3D, eine Engine, die hauptsächlich bei Mobilspielen zum Einsatz kommt und in der Grundversion kostenlos ist. Zur eigentlichen Geschichte hingegen verriet Guido Henkel leider noch nichts. Mag der Erfolg von Legend of Grimrock im vergangenen Jahr Ansporn genug sein, dass Rollenspieler sich bald wieder auf spannend erzählte Abenteuer freuen dürfen. Übrigens, auch an Legend of Grimrock 2 wird bei Almost Human schon fleißig gearbeitet.


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