Mittwoch, 13. August 2014

Übersättigter MMORPG-Markt – was spielen?

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Sommerloch? Es kommen kaum neue gute Spiele auf den Markt? Was ist eigentlich im Bereich der MMORPGs derzeit so los? Ich schaue eigentlich in jedes MMORPG rein, zumindest in die Großen, die ich dann auch in Betas oder kostenlosen Probieraktionen mehr oder minder für einen kurzen Zeitraum intensiv anspiele. Aber im Moment, nun, da komme ich kaum noch hinterher! Den Anfang machte Final Fantasy XIV (http://de.finalfantasyxiv.com/lodestone/), ein Spiel, an das ich bisher noch nicht herangekommen war. Pünktlich zum ersten Geburtstag des Rebootes A Realm Reborn bietet Square Enix aber plötzlich zwischen dem 1. und 14. August die Möglichkeit an einer Free Trial teilzuhaben. Selbstredend habe ich sofort zugegriffen und losgezockt. Einige meiner, ehrlich, eher minder interessanten Ausflüge nach Eorza, können auf Twitch oder You Tube bewundert werden. Das Spektakulärste war die Feststellung mit Stufe 8, das es eine spezielle Truhe für Rüstungen gibt. Ich hatte mich schon gewundert, weil viele Questbelohnungen nicht im Inventar aufgetaucht waren und ich tatsächlich bis dahin mit dem Startequipment herumlief …

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Schon länger angekündigt war der Beginn von Season 2 der Living Story von Guild Wars 2 (https://www.guildwars2.com/de/). Im Bann des Drachen Teil 2 – Der Schatten erhebt sich möchte nicht nur neue Inhalte für Stammspieler bieten, sondern auch Altspieler wieder in das fantastische MMORPG zurückholen. Ob dies gelingt? Nun, Voraussetzung für die Teilnahme ist zunächst mal ein Charakter auf Stufe 80. Damit falle ich dann schon mal raus, ich spiele immer noch, wenn ich spiele, zwei Charaktere parallel und versuche sie gemütlich und gemächlich – aber irgendwann(!) – in zwei starke Helden zu verwandeln. Und dann, ja dann wird Tyria vor meiner Macht erzittern, oder auch nicht …

Tja, und als wäre das noch nicht genug, auch Platzhirsch World of Warcraft (WoW) pusht derzeit seine im Herbst erscheinende neue Erweiterung Warlords of Dreanor (http://eu.battle.net/wow/de/warlords-of-draenor/) und verschenkt Beta Einladungen über Spielewebseiten im Tausenderpack. Allerdings ist die Teilnahme hier mit ein paar Hindernissen verbunden. Zwar wird kein aktiver Account benötigt, allerdings müssen Testwillige mindestens das vergangene Addon Mists of Pandaria besitzen. Ein kleiner Trick schafft Abhilfe. Auch von den Pandabären gibt es sieben- oder zehntägige Testversionen, nach deren Aktivierung klappt das auch mit Dreanor. Allerdings sollten sich nicht aktive Spieler dann erst mal ordentlich Platz auf ihrer Festplatte freischaufeln. Bei mir hat er erst einmal das normale WoW heruntergeladen und installiert, was inzwischen mal locker 26,5 GB waren, aber dann der Knaller, für Warlords of Dreanor wird eine spezielle Testversion zusätzlich auf den heimischen Rechner gebeamt – noch einmal 26,5 GB. Krass! Immerhin legt der Spieler hier gleich mit Level 90 los. Hat er keinen so hohen Charakter, kann einer erstellt werden, der dann auch gar nicht mal so schlecht ausgerüstet ist. Der Einstieg erinnert dann übrigens ein klein wenig an Burning Crusade, fand ich.

Und last, but not least, Trion Worlds, wir erinnern uns, das sind die Macher von Rift, wollen Spieler jetzt nicht nur mit ihrer eigenen Spieleplattform im Stile von Steam nerven, das „Wunderwerk“ nennt sich Glyph und enthält derzeit jedoch nur ein gutes Dutzend Titel, nein, die Amerikaner haben sich auch die Vertriebsrechte für das lang ersehnte koreanische MMORPG Archeage gesichert (http://www.archeagegame.com/de/). Und während unsere östlichen Nachbarn in Asien und Russland schon eine ganze Weile zocken dürfen, mussten europäische Spieler bisher darben. Aber auch dies hat jetzt ein Ende. Ab sofort läuft die Beta auch hierzulande. Nachteil ist, wer einen Trion Worlds Titel spielt, der holt sich automatisch Glyph mit auf den Rechner – nervig. Optisch geht Archeage, dank Cryengine 3 Unterbau aber in die Vollen, da kann höchstens noch Final Fantasy XIV mithalten, wobei Archeage die komplexeren bzw. realistischeren Charaktermodelle hat, jedoch die Landschaft, zumindest teilweise, so mein Eindruck aus Videos, noch etwas leer und detailarm daherkommt.

Genug zu spielen gibt es für MMORPG-Zocker also, die Frage ist eher, wie das alles zeitlich zu schaffen ist? Immerhin, nach ihrem mehr oder minder erfolgreichen Starts im Frühsommer gibt es wenig Neues über The Elder Scrolls Online und Wildstar zu berichten. Die laufen bereits so ein wenig hinter dem Horizont gemütlich vor sich her. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die beiden Titel in den kommenden Monaten auch noch wieder auf sich aufmerksam machen wollen. Aber war da nicht noch wer? Ach richtig, Black Desert Online gab es ja auch noch. Wann soll das denn endlich kommen? Einen Termin gibt es leider immer noch nicht, immerhin wurde bekannt, dass der koreanische Internetgigant Daum eine Filiale im Westen eröffnen möchte, um das Spiel selbst zu publishen. Daum ist so eine Art koreanisches Google und nach Naver der zweitgrößte Anbieter dieser Art in Korea. Hierzulande ist insbesondere ihr ziemlich guter Mediencenter Potplayer (http://www.chip.de/downloads/PotPlayer_49183684.html) ein Begriff.

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